22.02.2019
Frauen

Geduld ist gefragt

Die VfL-Frauen treffen zu Hause auf defensivorientierte Bremerinnen.

Nach der Pause ist vor der Pause – unter diesem Motto könnte das Heimspiel des VfL Wolfsburg in der Allianz Frauen-Bundesliga gegen den SV Werder Bremen stehen, das am kommenden Sonntag (Anstoß 14 Uhr) im AOK Stadion stattfindet. Auf das erst zweite Pflichtspiel nach der Winterpause folgt bereits die zweite Abstellungsphase im noch jungen Jahr 2019. Für die Wölfinnen geht es nach der 2:4-Niederlage im Top-Spiel beim FC Bayern München aber zunächst darum, die Spitzenposition gegenüber dem nun punktgleichen Verfolger zu behaupten. Tatsache ist: Im Vergleich mit dem Tabellenzehnten aus der Hansestadt sind die Rollen klar verteilt, auch wenn die Werder-Frauen mit dem Rückenwind eines 5:0-Erfolgs gegen den MSV Duisburg von der Weser an die Aller reisen.

Doppeltes Wiedersehen mit Ex-Klub

Das Hinspiel auf dem Nebenplatz des Weserstadions gewannen die Wölfinnen Mitte Oktober mit 3:0. Standesgemäß, aber doch hart erarbeitet, wie sich VfL-Cheftrainer Stephan Lerch erinnert: „Bremen war sehr defensiv ausgerichtet. Das war ein 4-5-1-System, wobei sich selbst die einzige Spitze oft in die Kette zurückgezogen hat.“ Und es sei nicht zu erwarten, dass die Werder-Frauen diesmal ein Offensivfeuerwerk abbrennen. „Sie werden versuchen, so lange wie möglich die Null zu halten und über Konter und Standards ein Tor zu erzielen“, erwartet der Coach defensivorientierte Bremerinnen. Pia-Sophie Wolter, die nach ihrem Wechsel zu den Wölfinnen bereits zum zweiten Mal auf ihren Heimatverein trifft, weiß, worauf es am Sonntag ankommen könnte: „Geduld ist gefragt.“ Die 21-Jährige musste im Vorfeld einige Tickets besorgen, unter anderem für ihren Vater: Der langjährige Werder-Profi Thomas Wolter wird seine Tochter zum ersten Mal im AOK Stadion unterstützen. Ein Wiedersehen mit dem Ex-Klub gibt’s auch auf der anderen Seite: Bremens Abwehrspielerin Luisa Wensing kehrt an die alte Wirkungsstätte zurück.

Personelle Änderungen möglich

Die Niederlage beim FC Bayern München hat Lerch mit seinem Team aufgearbeitet und abgehakt. Der Blick ist nach vorne gerichtet – und die Tabellensituation gibt die Richtung für die nächsten Wochen vor: „Jetzt gilt es, die Punkte einzusammeln und zu zeigen, dass wir konstant unsere Leistung bringen können. Die Mannschaft will eine Reaktion zeigen und ich gehe davon aus, dass wir das von der ersten Minute an sehen werden.“ Änderungen in der Startformation schließt Lerch nicht aus, dies will er jedoch nicht als eine Konsequenz aus der ersten Saisonniederlage verstanden wissen: „Wir haben im bisherigen Saisonverlauf immer wieder gezeigt, dass wir an der einen oder anderen Stelle einen Wechsel vornehmen können und genau diese Option halte ich mir auch für das Bremen-Spiel offen.“ Noch kein Thema ist weiterhin ein Comeback von Almuth Schult: Die Nationaltorhüterin absolviert zwar schon wieder Einheiten auf dem Platz, doch die Masern-Infektion hat Spuren hinterlassen: „Muskeln bauen sich schnell ab, umgekehrt dauert’s umso länger“, so Lerch. „Und gerade als Torhüterin lebt man von Explosivität und Kraft. Wir müssen daher weiter in kleinen Schritten denken.“

Talkrunde und Autogrammstunde

Der erste Wölfinnen-Auftritt des Jahres im heimischen AOK Stadion hat übrigens ein Nachspiel – ein äußerst attraktives wohlgemerkt: Das Trainerteam steht den Fans für eine Talkrunde zur Verfügung, danach gibt’s eine Autogrammstunde mit der gesamten Mannschaft. Die neue Trainingswoche startet dann am Montag mit reduzierter Belegschaft: Nicht weniger als 13 Wölfinnen sind bis zum 7. März mit ihren Nationalteams unterwegs.

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