VfL Wolfsburg-Spieler Daniel Ginczek im Kampf mit Gegenspielern.
05.10.2018
Männer

Gastspiel ohne Punkte

Wölfe ziehen im Freitagsspiel beim SV Werder Bremen mit 0:2 den Kürzeren.

VfL Wolfsburg-Spieler Daniel Ginczek im Kampf mit Gegenspielern.

Der VfL Wolfsburg ist zum ersten Mal in der laufenden Spielzeit auswärts leer ausgegangen. Beim SV Werder Bremen verlor die Elf von Cheftrainer Bruno Labbadia am Freitagabend mit 0:2 (0:1). Sowohl vor als auch nach dem Bremer Führungstreffer durch Davy Klaassen (35. Minute) hatten die Wölfe über weite Strecken mehr von der Partie, standen nach einem späten zweiten Gegentor durch Johannes Eggestein (86.) aber letztlich mit leeren Händen dar. In der Tabelle blieb der VfL für den Moment auf dem siebten Platz. Ihren nächsten Einsatz haben die Grün-Weißen am Samstag, 20. Oktober (Anstoß um 15.30 Uhr), wenn im Anschluss an die Länderspielpause Rekordmeister Bayern München in der Volkswagen Arena gastiert.

Premiere für Tisserand

Um Jerome Roussillon und Ignacio Camacho hatte Labbadia lange gebangt. Während sich Ersterer rechtzeitig einsatzbereit meldete, trat der Spanier die Reise nach Bremen gar nicht mit an – und wurde vertreten durch einen Saisondebütanten: Erstmals in der laufenden Runde stand Marcel Tisserand nicht nur im Kader, sondern direkt auch in der Startformation. Ansonsten vertraute der VfL-Chefcoach auf die Elf, die zuletzt ein starkes 2:2 gegen Mönchengladbach abgeliefert hatte. Sein Gegenüber Florian Kohfeldt stellte gegenüber dem 1:2 der Bremer in Stuttgart zwei Mal um: Sebastian Langkamp und Florian Kainz begannen für Milos Veljkovic und Nuri Sahin.

Aus dem Nichts im Hintertreffen

Im ersten Freitagabendeinsatz der Saison überraschten die Wölfe ihren Gegner nicht nur mit einem defensiv zupackenden Auftreten, sondern wagten sich auch gleich vors Tor. Werder hatte noch keinen Angriff vernünftig zu Ende gespielt, da hatten speziell durch William über rechts schon mehrfach gefährliche Bälle den Bremer Strafraum erreicht. Als auf dem anderen Flügel Roussillon einmal nicht zu stoppen war, hatten die Hausherren gar Glück, dass sein scharf hereingegebener Ball, von Niklas Moisander zuletzt berührt, nur an die Längsstange klatschte (12.). Vier Minuten später kam John Brooks aus bester Lage zum Kopfball, ehe dann wieder William mit einem Vorstoß den Bremer Keeper auf den Plan rief (18.). Erst bei einem von Ex-Wolf Max Kruse aufs Tor geschaufelten Schuss war auch Koen Casteels erstmals gefordert (28.). Dennoch fand die Kohfeldt-Elf bislang kaum ein Mittel, die klug verteidigende Gastmannschaft in Bedrängnis zu bringen. Insofern völlig unangekündigt stand es plötzlich 1:0, weil ein Flankenball von rechts vor die Füße Klaassens fiel, der aus elf Metern nur noch einschieben musste (35.). Bis zum Seitenwechsel drückte der SVW nun doch noch aufs Pedal, schien zeitweise nicht weit entfernt von einem zweiten Tor. Dennoch fühlte sich der VfL-Pausenrückstand unnötig an.

VfL Wolfsburg-Keeper Koen Casteels und SVW-Spieler Max Kruse gehen beide zum Ball.

Wieder lange Zeit tonangebend

Derweil Werder sich mit Wiederbeginn auf die Lauer legte, versuchte Grün-Weiß, wieder mehr ins Spiel zu investieren. Den Anfang machte Maximilian Arnold, dessen Flachschuss aber zu unplatziert war, um Jiri Pavlenka vor Probleme zu stellen (51.). Fast auf der Grundlinie kam einen Angriff später Brooks an die Kugel und schaufelte sie aufs Tornetz (55.). Der VfL fand sich auch jetzt wieder ordentlich in die Begegnung rein, wogegen der Bremer Sturm für den Moment wieder abgeflaut war. Problematisch war für die Wölfe freilich der Spielstand, der sie offensiv sehr unter Zugzwang setzte. Zumal Werder kaum aufs zweite Tor drängte, war es nun die Labbadia-Elf, die sich auf der Suche nach der passenden Lücke befand. Am Bemühen um den Ausgleich fehlte es nicht: Daniel Ginczek, frisch in der Partie, zielte aus 18 Metern knapp vorbei (71.), ehe Josip Brekalo Pavlenka in die Horizontale zwang (73.) und dann auch Robbin Knoche Bremens Keeper per Kopfball prüfte (74.).

Ausgang lange völlig offen

Die Schlussviertelstunde: Die Wölfe drückten inzwischen vehement auf den Ausgleich, Bremen sehnte sich nach dem entscheidenden Konter. Beide Szenarien lagen inzwischen gleichermaßen spürbar in der Luft. So wurde Maximilian Eggestein im letzten Moment vorm Abschluss geblockt (77.), außerdem parierte Casteels einmal bärenstark gegen Ludwig Augustinsson (82.). Nachdem Sekunden vorher William das 1:1 auf dem Fuß hatte, den Ball per Flachschuss aber haarscharf am langen Pfosten vorbeisetzte (81.), fiel dann die Entscheidung: Nach einem erneuten Gegenangriff netzte Johannes Eggestein aus kurzer Entfernung ein (86.). Auf diesen Treffer fanden die Wölfe trotz insgesamt sehr aufrechter Darbietung nun keine Antwort mehr.  

Werder Bremen: Pavlenka – Gebre Selassie, Langkamp, Moisander, Augustinsson – Bargfrede – M. Eggestein, Klaassen (88. Möhwald) – Osako (83. J. Eggestein), Kainz (75. Pizarro) – Kruse

VfL Wolfsburg: Casteels – William, Knoche, Brooks, Roussillon – Arnold, Tisserand (85. Rexhbecaj)  – Steffen (78. Blaszczykowski), Malli (59. Ginczek), Brekalo – Weghorst

Tore: 1:0 Klaassen (35.), J. Eggestein (86.)

Gelbe Karten: Kainz / William, Ginczek

Zuschauer: 41.000 am Freitagabend im Weser-Stadion (ausverkauft)

Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart)

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