08.09.2021
Frauen

Frühes Finale

Für die VfL-Frauen geht es in Bordeaux um die Qualifikation für die UWCL-Gruppenphase.

Die Saison 2021/2022 ist noch keine drei Wochen alt, doch für die Frauen des VfL Wolfsburg fühlt sich das vierte Pflichtspiel bereits wie ein Finale an: Nach dem 3:2-Erfolg im Hinspiel geht es für die Wölfinnen im Rückspiel der 2. Qualifikationsrunde beim FC Girondins de Bordeaux am morgigen Mittwoch (Anstoß um 19 Uhr/live auf SPORT1 und Wölfe TV) um den Einzug in die Gruppenphase der UEFA Women’s Champions League. Für die Ausgangsposition braucht es – auch dank der Abschaffung der Auswärtstorregel – keine Rechenkünste: Bei Sieg oder Unentschieden stünde der VfL Wolfsburg in der erstmals ausgespielten Gruppenphase. Weist das Ergebnis nach 90 Minuten ein Tor mehr für die Französinnen auf, ginge es in die Verlängerung. Die Partie wird nicht in Bordeaux, sondern im Stade Jean Antoine Moueix in Libourne ausgetragen. Die Gruppenauslosung findet am kommenden Montag, 13. September (13 Uhr/live auf UEFA.com) statt.

Bordeaux ohne Herrera

Zwei Siege in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga, zuletzt das 2:0 beim SV Werder Bremen, dazu der Hinspiel-Erfolg gegen Bordeaux: Die Wölfinnen befinden sich im Plan, was ihr selbst gestecktes Etappenziel bis zur ersten Abstellungsphase betrifft. Nun wartet die wahrscheinlich anspruchsvollste Herausforderung innerhalb dieses ersten Saisonblocks auf die Grün-Weißen. Auch wenn es im Kader sowie im Trainerteam des letztjährigen Tabellendritten der Division 1 Feminine Veränderungen gab, hat der FC Girondins de Bordeaux im Hinspiel angedeutet, dass er sich nicht zufällig erstmals für den internationalen Wettbewerb qualifiziert hat. Es war eine Partie auf Augenhöhe – genauso, wie es Ralf Kellermann, Sportlicher Leiter der VfL-Frauen, bereits unmittelbar nach der Auslosung prognostiziert hatte. Bordeaux-Trainer Patrice Lair, früher in Diensten von Olympique Lyon, muss in der entscheidenden Partie allerdings auf seine costa-ricanische Nationalspielerin Melissa Herrera verzichten: Die Offensivspielerin, die im Hinspiel zuerst das 1:1 vorbereitet hatte und dann verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste, zog sich einen Bänderriss im linken Sprunggelenk zu.

Cheftrainer Stroot unserer VfL Wolfsburg Frauen.

„Die Potenziale abrufen“

Der VfL-Tross, angeführt von Geschäftsführer Dr. Tim Schumacher, reiste am heutigen Vormittag vom Flughafen Braunschweig in die Metropole im Südwesten Frankreichs. Deutlich über 30 Grad zeigte das Thermometer unweit der Atlantikküste an – ein seltenes Gefühl im eher verregneten deutschen Sommer. Nach dem Mittagessen im mitten in der Stadt gelegenen Teamhotel blieb zumindest noch etwas Zeit zur Entspannung, ehe das Abschlusstraining auf dem Programm stand. Wie bei internationalen Spielen üblich, konnten sich die Wölfinnen also vorab mit der Spielstätte vertraut machen. Bereits zuvor sprach VfL-Cheftrainer Tommy Stroot im Rahmen einer digitalen Medienrunde über…

…die Personalsituation: Pauline Bremer ist nicht im Kader. In Bremen hat es der Spielverlauf nicht zugelassen, dass wir sie reinbringen. Jetzt werden wir sie über die zweite Mannschaft aufbauen. Im Gegensatz zum Hinspiel haben wir Almuth Schult mit in den Kader genommen. In der Champions League können wir ja drei Torhüterinnen nominieren.

…die Lehren aus dem Hinspiel: Wenn wir wieder 3:2 gewinnen und damit in der Gruppenphase stehen, haben wir vieles richtig gemacht. Die Gruppenphase zu erreichen, ist das Allerwichtigste. Die Art und Weise, wie wir spielen, kommt erst danach. Es wird auch morgen noch nicht alles gut sein, aber mit der richtigen Mentalität werden wir weiterkommen.

…die Vorbereitung auf den Gegner: Wir hatten uns ja bereits vor dem Hinspiel intensiv mit Bordeaux beschäftigt. Nun haben wir auch die Info, wie unser Spiel gegen dieses Team aussah. Und klar haben wir, wenn man das Hinspiel betrachtet, noch Potenziale in allen Bereichen. Wenn wir diese abrufen, gehen wir als Sieger vom Platz.

…die Startformation: Klar ist, dass es Veränderungen gegenüber dem Spiel in Bremen geben wird, wo wir ja Svenja Huth und Joelle Wedemeyer gar nicht dabeihatten. Man muss auch immer im Kopf haben, dass man fünf Mal wechseln kann. Es ist also auch eine Möglichkeit für uns, ein Spiel über die Distanz zu entscheiden.

…die Temperaturen: Wir nutzen das Abschlusstraining, um uns an die hohen Temperaturen zu gewöhnen. Wenn es ein vogelwildes Spiel wird, haben beide Mannschaften damit zu kämpfen. Umso wichtiger, dass wir Kontrolle haben. Letztlich haben wir eine so erfahrene Mannschaft, dass alle mit der Situation umgehen können. Das Wetter darf keine Ausrede sein.

Wölfe TV: Live Mittwoch um 19 Uhr

Wölfe TV: VLOG - Reise nach Bordeaux

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