Frauen

Frühe Führung ebnet den Weg

Wölfinnen gewinnen beim VfB Stuttgart verdient mit 2:0 und bleiben ohne Punktverlust.

Die Frauen des VfL Wolfsburg haben auch ihr viertes Saisonspiel in der Google Pixel Frauen-Bundesliga gewonnen. Die Wölfinnen setzten sich am Sonntagnachmittag beim VfB Stuttgart verdient mit 2:0 (1:0) durch. Ella Peddemors brachte die Grün-Weißen früh in Führung, nach dem Seitenwechsel erhöhte Cora Zicai. Damit behielt der VfL auch nach vier Spieltagen seine weiße Weste.

Personal

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch veränderte seine Startelf im Vergleich zum Spiel gegen Werder Bremen auf vier Positionen. Anstelle von Joelle Wedemeyer, Sophia Kleinherne, Lou Bogaert und Zicai begannen Thea Bjelde, Camilla Küver, Sarai Linder und Kessya Bussy.

Spielverlauf

Die Wölfinnen erwischten einen starken Start und gingen bereits in der 3. Minute durch Peddemors in Führung. Janina Minge verfehlte kurz darauf aus 16 Metern knapp das Tor (7.), ehe Lara Prasnikar nach Vorarbeit von Bussy am linken Pfosten vorbeischoss (12.). Auch eine Flanke von Svenja Huth sorgte für Gefahr (13.). Der VfL bestimmte die Partie und kam durch Prasnikar (32.) sowie Peddemors (34.) zu weiteren guten Möglichkeiten. Erst kurz vor der Pause wurde Stuttgart gefährlich: Nicole Billa scheiterte frei an Stina Johannes (40.) und traf anschließend aus der Distanz die Latte (41.). So ging es mit der verdienten Wolfsburger Führung in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gastgeberinnen ihre stärkste Phase. Nach einem Freistoß kam Greta Stegemann auf der rechten Seite zum Abschluss, setzte den Ball aber ins Außennetz (59.). Nach einer kurzen Spielunterbrechung wegen blauer Rauchbomben (61.) beruhigte sich die Partie zunächst, ehe Zicai in der 69. Minute auf 2:0 erhöhte. In der Folge hatten die Wölfinnen das Geschehen wieder im Griff und spielten ihren Vorsprung routiniert herunter. Gefährlich wurde es erst in der Schlussphase noch einmal: Verena Wieder zog aus dem Mittelfeld bis in den Strafraum und scheiterte an Johannes (88.). Auch in der Nachspielzeit war die VfL-Keeperin zur Stelle und verhinderte einen möglichen Anschlusstreffer (90.+2).

Tore

  • 0:1 Peddemors (3.): Nach einem Fehler von Maximiliane Rall kommt Sarai Linder auf der linken Seite an den Ball und legt von der Grundlinie ins Zentrum. Peddemors nimmt die Vorlage auf und schiebt den Ball ins rechte Eck.
     
  • 0:2 Zicai (69.): Peddemors setzt Reena Wichmann an der Grundlinie unter Druck und erobert den Ball. Anschließend legt sie ins Zentrum zu Zicai, die freistehend flach zum 2:0 abschließt.

Trainerstimme

Stephan Lerch: Wir sind glücklich über die drei Punkte, die wir gegen einen sehr ambitionierten Aufsteiger mitnehmen. Stuttgart ist hier vor einer tollen Kulisse sehr mutig aufgetreten. Da muss man erst einmal bestehen. Wir haben das von der ersten Minute an gut angenommen und sind direkt reingekommen. Über weite Strecken der ersten Halbzeit hatten wir die Partie sehr gut im Griff. Die frühe Führung hat uns dabei geholfen. Danach hatten wir zwei hundertprozentige Torchancen und hätten eigentlich schon zumachen können. Gegen Ende der ersten Hälfte haben wir den Gegner dann mit unnötigen Fehlern und Ballverlusten wieder ins Spiel gebracht. Das haben wir in der Pause angesprochen. Auch im zweiten Durchgang haben wir Stuttgart lange von unserem Tor ferngehalten. Kurz vor Schluss gab es noch einmal eine starke Parade von Stina. Unterm Strich denke ich, dass wir hier mit einem sehr verdienten Ergebnis aus dem Spiel gehen.

Aufstellungen und Statistiken

VfB Stuttgart: Giuliani – Stegemann, Zähringer, Hofmann (16. Müller) – Rall, Achcinska, Hagel (57. Dürr), Wichmann (74. Mickenhagen), Redzepi – Billa (74. Wieder), Arouna (57. Beuschlein)

Ersatz: Beck (Tor), Hirano, T. Dongus, F. Dongus

VfL Wolfsburg: Johannes – Bjelde (73. Wedemeyer), Carleer (46. Kleinherne, 86. Landenberger), Küver, Linder – Vallotto (61. Piljic), Minge, Peddemors – Huth, Prasnikar, Bussy (62. Zicai)

Ersatz: Schönwetter (Tor), Alber, Kerim-Lindland, Bogaert

Tore: 0:1 Peddemors (3.), 0:2 Zicai (69.)

Gelbe Karten: Arouna, Müller, Mickenhagen / Minge

Schiedsrichter: Naemi Breier (Zerf)

Zuschauende: 3820 Zuschauende im Gazi-Stadion auf der Waldau

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