Frauen

Formstarke Italienerinnen zu Gast

Im Play-off-Hinspiel der UWCL empfangen die Wölfinnen Juventus FC.

Es ist das zweite Pflichtspiel des Jahres für die Frauen des VfL Wolfsburg – und gleich ein internationales: Nach den witterungsbedingten Ausfällen in der Google Pixel Frauen-Bundesliga in Jena und Bremen empfangen die Wölfinnen am Donnerstagabend im Play-off-Hinspiel der UEFA Women’s Champions League Juventus FC im AOK Stadion (Anstoß um 18.45 Uhr/live auf Disney+). Für die VfL-Frauen gilt es dabei, sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel zu verschaffen, das bereits exakt eine Woche später in Turin ausgetragen wird.

Italienerinnen in Top-Form

Juventus FC reist als formstarker Gegner nach Wolfsburg: Seit Mitte Januar sind die Turinerinnen wieder im Spielrhythmus und haben seitdem sechs Pflichtspiele absolviert – davon blieben sie fünfmal ungeschlagen. Ihre einzige Niederlage im neuen Jahr kassierten sie zum Auftakt mit 1:2 gegen Inter Mailand. In der italienischen Liga behaupten sich die Turinerinnen derzeit auf dem dritten Tabellenplatz hinter Inter und der AS Rom. Auch im Pokal-Wettbewerb sind sie erfolgreich unterwegs: Durch zwei Siege gegen Napoli (in Hin- und Rückspiel) stehen sie dort im Halbfinale. In der Ligaphase der UEFA Women’s Champions League belegte Juventus den achten Platz, sicherte sich durch einen Punkt Vorsprung vor den Wölfinnen das Heimrecht für das Rückspiel in den Play-offs. 

Wiedersehen mit dem Ex-Klub

Durch die witterungsbedingten Ausfälle in Jena und Bremen bestreiten die VfL-Frauen erst ihr zweites Pflichtspiel in diesem Jahr: Den Auftakt konnte die Mannschaft von Cheftrainer Stephan Lerch mit 2:1 gegen den 1. FC Köln für sich entscheiden. Ansonsten standen intensive Trainingseinheiten auf dem Programm, in denen versucht wurde, möglichst spielnahe Wettkampfsituationen zu simulieren. Auf Juventus FC trafen die Wölfinnen bisher nur zweimal – und diese Begegnungen liegen schon einige Jahre zurück: 2021 sicherten sich die Grün-Weißen in der Gruppenphase der UEFA Women’s Champions League in Turin ein 2:2-Unentschieden, mussten sich im Rückspiel jedoch mit 0:2 geschlagen geben. Eine Wölfin kennt Juventus besonders gut: Lineth Beerensteyn wechselte im Sommer 2024 nach zwei Jahren in Turin zu den Frauen des VfL Wolfsburg und trifft nun auf ihre ehemaligen Teamkolleginnen. „Ich habe mit einigen von ihnen zusammengespielt und weiß, was sie können. Aber am Ende kommt es nicht auf eine einzelne Spielerin an – Juventus ist als Mannschaft ein sehr starker Gegner", sagt die Niederländerin im aktuellen Interview.

Tickets am Spieltag erhältlich

Kurzentschlossene können sich noch Tageskarten sichern, entweder im Wölfeshop oder an den ab 17.15 Uhr geöffneten Tageskassen. In allen Sitzplatzbereichen gilt ein Rauchverbot, inklusive E-Zigaretten (Stehplatzbereiche ausgenommen). Bitte beachten: Das zum Stadion gehörende Cafe „Cups & Coffee“ bleibt am Spieltag geschlossen.

Vor dem Champions-League-Spiel sprach VfL-Cheftrainer Stephan Lerch über…

…das Personal: Camilla Küver hat sich im Spiel gegen Köln eine leichte Knieverletzung zugezogen und wird morgen sowie am Wochenende nicht zur Verfügung stehen. Janou Levels, Cora Zicai und Smilla Vallotto trainieren aktuell individuell und arbeiten daran, ihre Belastungslevel weiter zu steigern.

…den fehlenden Spielrhythmus: Man kann in beide Richtungen argumentieren. Wir haben bislang erst ein Pflichtspiel absolviert – das kann einerseits bedeuten, dass noch nicht alles eingespielt ist. Andererseits bringt es auch eine gewisse Frische und Hunger mit sich. Wir sind froh, dass es jetzt richtig weitergeht. Juventus ist durch die bisherigen Spiele sicherlich im Rhythmus. Trotzdem bin ich überzeugt, dass uns das nicht entscheidend beeinträchtigen wird. Wir haben im Training versucht, eine hohe Spielintensität zu simulieren. Jetzt gilt es, das anzunehmen – zumal ein intensives Programm auf uns wartet.

…die Herangehensweise im Duell mit Juventus: Gegen ein Team auf diesem Niveau ist eine gute Defensivarbeit unerlässlich – gegen ein Zu-Null hätte ich sicherlich nichts einzuwenden. Entscheidend ist jedoch, dass wir uns über zwei Spiele hinweg durchsetzen. Einzelne Ergebnisse sind zunächst zweitrangig. Im Idealfall wollen wir beide Spiele gewinnen und uns damit verdient durchsetzen.

…Umstellungen in der Startformation: Veränderungen in der Startelf sind immer eine Herausforderung. Gleichzeitig verfügen wir über viele Optionen und Spielerinnen, die unterschiedliche Rollen ausfüllen können. Die Mannschaft arbeitet sehr gut, was Entscheidungen für das Trainerteam nicht unbedingt leichter macht. Bei Ausfällen muss das Team noch enger zusammenrücken – und genau das hat die Mannschaft in dieser Saison bereits mehrfach eindrucksvoll gezeigt.

Vor dem Champions-League-Spiel sprach Sarai Linder über…

…die aktuellen Trainingsbedingungen und Spielabsagen: Die Trainingsbedingungen sind aktuell sehr gut, wir können bei jedem Wetter intensiv arbeiten. Auch die kurzfristige Spielabsage wurde gut kommuniziert, sodass wir rechtzeitig reagieren und das Beste daraus machen konnten, um fokussiert zu bleiben.

…die anstehenden Spiele und Zielsetzung: Wir wollen beide Spiele gewinnen. Besonders zuhause mit unseren Fans im Rücken möchten wir eine positive Partie absolvieren. Die Anspannung ist dabei immer gleich, egal welches Spiel ansteht. Ein K.-o.-Spiel bringt wahrscheinlich ein wenig mehr Nervenkitzel, aber wir freuen uns gerade auf solche Spiele – dafür spielt man Fußball.

…ihre Rolle auf dem Feld: Normalerweise spiele ich auf der rechten Seite, in den letzten Spielen war ich dort eingesetzt. Links habe ich aber ebenfalls viel Erfahrung, beide Füße funktionieren gut, und die Defensivarbeit bleibt gleich. 

…das Wiedersehen mit ihrer ehemaligen Teamkollegin: Ich freue mich auch sehr auf das Wiedersehen mit Paulina Krumbiegel und darauf, gegen ehemalige Mitspielerinnen zu spielen – es ist immer schön, Spielerinnen zu treffen, mit denen man lange Zeit zusammengearbeitet hat.

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