Jubel der Wölfinnen nach dem Tor von Pernille Harder in Bielefeld.
10.06.2020
Frauen

Final-Ticket gebucht

Die VfL-Frauen setzen sich im DFB-Pokal-Halbfinale mit 5:0 (2:0) beim DSC Arminia Bielefeld durch.

Jubel der Wölfinnen nach dem Tor von Pernille Harder in Bielefeld.

Zum sechsten Mal in Folge stehen die Frauen des VfL Wolfsburg im DFB-Pokalfinale in Köln: Im Halbfinale des Cup-Wettbewerbs wurde der Titelverteidiger seiner Favoritenrolle gerecht und setzte sich mit 5:0 (2:0) bei Zweitligist DSC Arminia Bielefeld durch. Die Tore für die Wölfinnen erzielten Claudia Neto (2), Pernille Harder, Pia-Sophie Wolter und Sara Gunnarsdottir. Im Endspiel trifft das Team von Cheftrainer Stephan Lerch am Samstag, 4. Juli (Anstoß um 16.45 Uhr), auf die SGS Essen. Die nächste Aufgabe in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga steht bereits am kommenden Samstag, 13. Juni (Anstoß um 13 Uhr/live auf Magenta Sport), auf dem Programm: Im vorletzten Auswärtsspiel geht’s bei der SGS Essen um Punkte.

Sechs Änderungen in der Startelf

Lerch änderte seine Startformation im Vergleich zum 5:1-Heimerfolg gegen den 1. FFC Frankfurt am vergangenen Samstag auf sechs Positionen: Für Anna Blässe, Lena Goeßling, Sara Gunnardsottir, Ewa Pajor, Alexandra Popp und Fridolina Rolfö spielten Lara Dickenmann, Ingrid Engen, Zsanett Jakabfi, Neto, Joelle Wedemeyer und Wolter von Beginn an. Sara Doorsoun realisierte ihr Comeback nach überstandenen Knieproblemen.

Harder sicher vom Punkt

Unter den Augen von VfL-Geschäftsführer Dr. Tim Schumacher musste die aus Bielefeld stammende VfL-Torhüterin Friederike Abt in der achten Minute zum ersten und einzigen Mal ernsthaft ran: Abt klärte einen Tick vor der steil geschickten Arminia-Torjägerin Sarah Grünheid. Zwei Minuten später setzte Dominique Janssen einen Freistoß rechts daneben. Besser, aber noch nicht gut genug, zielte Neto in der 13. Minute: Eine Direktabnahme der Portugiesin klatschte an den linken Pfosten. Kurz darauf zeigte Schiedsrichterin Mirka Derlin auf den Elfmeterpunkt, nachdem Svenja Huth von Sophie Krall zu Fall gebracht wurde. Harder verwandelte gewohnt sicher – 1:0 (16.). Klar dominierten die Wölfinnen das Geschehen auch in der Folge, wobei die kompakt stehenden Arminia-Frauen die Räume gut verdichteten. In der 26. Minute klatschte eine Hereingabe von Dickenmann an den Außenpfosten, wenig später setzte Neto einen Schuss zu hoch an. Nach einer halben Stunde ließ Harder dann einige Gegenspielerinnen aussteigen, aber DSC-Torfrau Joyce Lee Braun war in dieser Situation nicht zu überwinden. Auch in den „Duellen“ mit Engen und Huth, die beide aus der zweiten Reihe abzogen, behielt die Keeperin die Oberhand (32./34.). Dann klatschte das Leder wieder ans Aluminium: Ein Janssen-Freistoß verfehlte sein Ziel nur um Zentimeter (36.). Der Zwischenstand entsprach lägst nicht mehr dem Spielverlauf. Das 2:0 durch Wolter, die mit einem satten 20-Meter-Schuss ins Schwarze traf (38.), änderte dies zumindest etwas. Doch auch wenn im ersten Abschnitt weitere Treffer möglich gewesen wären: Die Wölfinnen lagen bereits zur Pause klar auf Final-Kurs!

Claudia Neto im Dribbling.

Doppelpack von Neto

Der erste Abschluss nach dem Seitenwechsel ging auf das Konto von Neto, die einen Distanzschuss zu hoch ansetzte (50.). Zwei Minuten später machte sie es dann besser, auch wenn ihr Schuss noch von Grit Bender abgefälscht wurde – 3:0 (52.). In der 60. Minute verpasste Jakabfi mit einem Schuss aus halbrechter Position knapp. Die VfL-Frauen drückten weiter aufs Tempo, waren noch lange nicht satt. Allerdings blieb der Zweitligist ein bissiger Gegner, der konditionell kaum nachließ. In der 73. Minute war es einmal mehr Neto, die einen weiteren Treffer auf dem Fuß hatte, fünf Minuten später köpfte Jakabfi knapp vorbei. Und dann gelang Neto doch noch der verdiente Doppelpack – 4:0 (81.). Den Schlusspunkt setzte schließlich Gunnarsdottir in den 88. Minute – 5:0. Wenig später war der 29. Wolfsburger Sieg in Folge in einem DFB-Pokalspiel perfekt. Damit halten die Grün-Weißen nun den Rekord für die längste Siegesserie in diesem Wettbewerb. Zusammen mit dem 1. FFC Frankfurt zwar – doch das könnte sich am 4. Juli ändern.     

„Freuen uns, dass wir wieder im Finale stehen“

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch: Wir sind heute nicht gut ins Spiel gekommen, hatten in der ersten Viertelstunde viele Fehlpässe und unsaubere Aktionen. Nach einem langen Ball, den wir unterschätzt haben, hätte es auch gefährlich werden können. Danach haben wir aber immer mehr die Kontrolle übernommen, unser Spiel durchgezogen und uns Chancen erarbeitet. Unter dem Strich hätten wir schon zur Pause höher führen müssen. In der zweiten Hälfte haben wir gar nichts mehr zugelassen, Bielefeld ist nicht mehr ansatzweise vor unser Tor gekommen. Auch wenn wir uns in der Folge nicht so belohnt haben, wie es möglich gewesen wäre, sind wir unserer Favoritenrolle absolut gerecht geworden. Es ist nicht selbstverständlich, dass wir zum sechsten Mal in Folge im Endspiel stehen. Köln ist längst zu einem Wohnzimmer geworden und wir freuen uns, auch in diesem Jahr wieder dort im Finale zu stehen!

DSC Arminia Bielefeld: Braun – Weber (72. Schöning), Bender (67. Deli), Hausberger, Heitlindemann – Fetaj, Jäger, Krall, Lösch, Thiemann (57. Sternad) – Grünheid

VfL Wolfsburg: Abt – Maritz (46. Doorsoun), Wedemeyer, Janssen, Dickenmann (62. Blässe) – Engen (73. Gunnarsdottir), Neto – Wolter, Harder (46. Popp), Jakabfi – Huth (62. Minde)

Tore: 0:1 Harder (16./Foulelfmeter), 0:2 Wolter (38.), 0:3 Neto (52.), 0:4 Neto (81.), 0:5 Gunnarsdottir (88.)

Schiedsrichterin: Mirka Derlin (Bad Schwartau)

Gelbe Karte: Hausberger, Deli / Wolter


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