Labbadia bei der PK mit den Logos vom VfL Wolfsburg und dem HSV.
26.04.2018
Männer

„Es liegt an uns“

Der VfL kann gegen den HSV den vorentscheidenden Schritt zum Klassenerhalt machen.

Labbadia bei der PK mit den Logos vom VfL Wolfsburg und dem HSV.

Der Countdown läuft – im doppelten Sinne: Am 32. Spieltag beginnt nicht nur die alles entscheidende heiße Schlussphase der Saison, mit einem Sieg der Wölfe könnte gleichzeitig auch das Ende der Bundesliga-Uhr des „Dinos“ aus Hamburg besiegelt werden. Vor dem direkten Kellerduell gegen die Elbestädter am Samstag, 28. April (Anstoß um 15.30 Uhr), sprach VfL-Cheftrainer Bruno Labbadia über…

…die personelle Lage bei den Wölfen: Ignacio Camacho hat noch nicht wieder mit der Mannschaft trainieren können. Josh Guilavogui konnte dagegen beim gestrigen leichten Training – ein Cut nach den guten drei Wocheneinheiten zuvor -  mitmachen. Bei ihm steht aber noch ein Fragezeichen, was den Kader am Wochenende angeht. Daniel Didavi war nach seinem grippalen Infekt noch nicht wieder am Ball, da müssen wir abwarten, wie er sich heute fühlt. Ansonsten ist Felix Uduokhai nach der Gelb-Roten Karte wieder dabei.

…den Aufschwung der zuvor öffentlich bereits fast abgeschriebenen Teams HSV und Köln: Ganz wichtig ist erstmal, dass der HSV fünf Punkte entfernt ist. Es ist unabhängig vom HSV ganz normal, dass nach der Phase des großen Drucks, wenn einen dann jeder abgeschrieben hat, eine gute Serie folgen kann. Das hat man ja auch an Köln gesehen, die haben einfach nur zu viel Rückstand gehabt. Dann kommt ein Stückweit eine gewisse Lockerheit und Freiheit hinein. Das war der Grund, warum ich immer betont habe, man dürfe niemanden abschreiben. Der Vorteil für uns ist: Es liegt an uns, ob wir den HSV herankommen lassen oder ob wir den für uns nötigen Schritt machen..

…die eigene HSV-Vergangenheit: Es gibt eine Eigenart, die ich mir angewöhnt habe: In der Zeit, in der ich für einen Verein arbeite, bin ich mit Haut und Haaren dabei. Danach kann ich das inhaltlich auch sofort trennen und brauche deshalb relativ wenig Abstand. Es ist ein gelernter Mechanismus, mich nicht mehr mit dem auseinanderzusetzen, was war – sondern mit dem, was kommt. Natürlich bewegt mich das kommende Spiel. Aber nur, weil es um uns geht und wir die Punkte natürlich gerne haben wollen.

…die Kampfansage von Lewis Holtby, nicht in der Haut der Gejagten stecken zu wollen: Im Abstiegskampf fühlt sich generell keiner richtig wohl: nicht der HSV, nicht wir. Mit fünf Punkten Vorsprung fühle ich mich aber wohler als der HSV.

…die bisher durchwachsene Punktebilanz beim VfL: Bis auf das Gladbach-Spiel hatten wir eigentlich eine aufsteigende Tendenz. Was wir zu wenig haben, sind Punkte. Das fing schon im ersten Spiel gegen Mainz an, das wir eigentlich hätten für uns entscheiden müssen. Dasselbe gilt für Schalke und Augsburg. Das sind die Punkte, die uns nun fehlen. Man kann sich sicherlich einiges erarbeiten, aber man braucht auch ein Quäntchen Glück.  Ich war mir von vornherein bewusst, dass das nicht automatisch geht, egal mit welcher Erfahrung im Abstiegskampf man kommt. Der Vorteil ist aber: Wir haben die Sache immer noch selbst in der Hand und können unser Ziel erreichen.

…besondere Fokussierungstechniken: Hokuspokus ist nicht ganz so mein Ding, aber als Trainer überlegt man sich schon immer etwas. Die erste Handhabe war für mich, das Gladbach-Spiel – so schwer es auch war – bereits am Samstag komplett abzuhaken. Die Konzentration und Motivation sollte in der Woche nur bei uns selbst liegen. Wir haben uns am Montag vorgenommen, eine gute Trainingswoche hinzulegen, was bis heute sehr, sehr gut geklappt hat. Aber auch Entspannung ist wichtig: So haben wir gestern nach einem kurzen Ballbesitz-orientierten Training gemeinsam einen schönen Film geschaut, um heute wieder voll fokussiert zu sein.

…die zuletzt schwächelnde Offensive: Wir haben die Defensive in den Griff bekommen, weil alle mitgearbeitet haben. Genau dasselbe gilt nun für die Offensive. Das ist ein einfacher, aber entscheidender Punkt. Wir versuchen immer wieder – nicht nur mit den Stürmern – an Dingen wie den Abschluss zu arbeiten. Ich glaube fest daran, dass bei jedem Sportler Automatismen und Wiederholungen dazugehören. Nur durch Wiederholungen komme ich prinzipiell weiter.

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