Trainer Stephan Lerch und Spielerin  Lena Gößling geben sich Shake-Hands.
10.09.2020
Frauen

Erstes Etappenziel in Sicht

Die VfL-Frauen wollen mit einem Sieg in Hoffenheim in die Länderspielpause gehen.

Trainer Stephan Lerch und Spielerin  Lena Gößling geben sich Shake-Hands.

Der Saisonstart in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga ist geglückt – nun wollen die Wölfinnen auch auswärts nachlegen und mit der Maximalausbeute von sechs Punkten in die dann anstehende Länderspielpause gehen: Neun Tage nach dem 3:0-Auftaktsieg gegen die SGS Essen gastieren die VfL-Frauen am kommenden Sonntag, 13. September (Anstoß um 14 Uhr/live auf DFB-TV und Magenta Sport), bei der TSG 1899 Hoffenheim. Die Gastgeberinnen, in der zurückliegenden Saison lange Zeit das Überraschungsteam der Liga und in der Endabrechnung Dritter, sind mit einer 1:3-Niederlage beim 1. FFC Turbine Potsdam in die Spielzeit 2020/2021 gestartet. Gemäß der örtlichen Verfügungslage werden 200 Zuschauer im Dietmar-Hopp-Stadion dabei sein dürfen.

Auftaktpleite mit neuem Trainer

Erst am letzten Spieltag der bis Ende Juni dauernden Corona-Saison 2020/2019 waren die Hoffenheimerinnen in der brandenburgischen Landeshauptstadt zu Gast – auch da gab’s gegen die Turbinen nichts zu holen (1:2). Seinerzeit stand letztmals Jürgen Ehrmann als TSG-Trainer an der Seitenlinie. Der bis dahin dienstälteste Bundesliga-Trainer wechselte im Sommer auf die Position des Sportlichen Leiters und übergab den Staffelstab an Gabor Gallai. Nach der erfolgreichsten Saison der Vereinsgeschichte gilt die TSG 1899 Hoffenheim erneut als Kandidat für Platz drei, der diesmal sogar für die Champions-League-Qualifikation reichen würde. Dass dieser Coup nicht schon im letzten Jahr glückte, lag nicht zuletzt an den Frauen des VfL Wolfsburg, die beide Partien für sich entscheiden konnten. Gleich nach der Winterpause, Mitte Februar, gab’s in Hoffenheim einen spektakulären 5:2-Auswärtssieg, das Hinspiel ging mit 3:0 an Grün-Weiß.

Wölfinnen-Trio fällt aus

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch plagen auch im ersten Auswärtsspiel der Saison Personalsorgen: Neben Sara Doorsoun und Ewa Pajor, die jeweils mit Knieverletzungen ausfallen, fehlt auch weiterhin Fridolina Rolfö, die nach ihrer im Champions-League-Finale gegen Lyon erlittenen Gehirnerschütterung noch leichte Symptome zeigt. Um das Risiko von Spätfolgen auszuschließen, ist die Schwedin noch nicht wieder in den Trainingsbetrieb zurückgekehrt. Pauline Bremer hatte sich im Heimspiel gegen Essen eine Verletzung im Sprunggelenk zugezogen und bis Mittwoch nur individuell trainiert. Die Offensivspielerin sollte die Reise in den Kraichgau allerdings antreten und dort auch spielen können. In der Medienrunde vor dem Spiel sprach Lerch außerdem über…

…den Gegner: Niemand weiß am ersten Spieltag schon, wo er steht, die Ergebnisse sind aber durchaus ein Fingerzeig. Sicherlich hatte sich Hoffenheim in Potsdam mehr vorgenommen. Sie haben letztes Jahr eine richtig gute Saison gespielt und nun gilt es, das zu bestätigen. Da wächst natürlich zum einen der eigene Druck, das zu bestätigen. Auf der anderen Seite sind sie nun häufiger in der Favoritenrolle. Damit muss man erst einmal umgehen. 

…die Ausgangsposition: Wir haben eine gute Chance, gegenüber einem Konkurrenten auf sechs Punkte wegzuziehen. Hoffenheim zähle ich weiterhin zu den Mannschaften, die um die ersten drei Plätze mitspielen. Ich glaube aber, dass auch Hoffenheim weiß, wie wichtig es ist, dieses Spiel nicht zu verlieren. Das kann Kräfte freisetzen. Vielleicht werden sie auch etwas verändern. Letztlich müssen wir uns aber wie immer auf unser Spiel uns unsere Leistung konzentrieren – und dann richtet sich der Gegner ja meistens nach uns.

…die Zielsetzung: Wir müssen wach sein, aufpassen und uns nicht von der Auftaktniederlage des Gegners blenden lassen. Und klar wollen wir hundert Prozent unserer Leistung abrufen und dieses Spiel gewinnen. Gelingt uns das, hätten wir das erste kleine Etappenziel erreicht und würden mit sechs Punkte in die Länderspielpause gehen.

…die Rückkehr der Zuschauer: Es war ein ganz besonderes Gefühl, am letzten Freitag in glückliche Gesichter auf der Tribüne zu schauen. Wir haben uns schon vor dem Anpfiff in der Kabine noch einmal vor Augen gehalten, dass dort draußen Menschen sind, die seit März in keinem Stadion mehr waren. Die Atmosphäre hat uns gefehlt. Wir freuen uns, dass auch in Hoffenheim 200 Zuschauer dabei sein dürfen. 

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