Die VfL-Wolfsburg-Spielerinnen Sara Gunnarsdottir, Ewa Pajor und Pernille Harder stehen beisammen und jubeln.
13.06.2020
Frauen

Erfolgsserie ausgebaut

Die VfL-Frauen gewinnen ihr Auswärtsspiel gegen die SGS Essen souverän mit 3:0.

Die VfL-Wolfsburg-Spielerinnen Sara Gunnarsdottir, Ewa Pajor und Pernille Harder stehen beisammen und jubeln.

Jetzt sind die Frauen des VfL Wolfsburg nur noch einen Sieg von ihrer sechsten Deutschen Meisterschaft entfernt: Am 19. Spieltag der FLYERALARM Frauen-Bundesliga setzten sich die Wölfinnen dank der Treffer von Ewa Pajor (2) und Pernille Harder mit 3:0 (2:0) bei der SGS Essen durch und bauten damit ihren Vorsprung auf den FC Bayern München auf vorübergehend elf Punkte aus. Die Münchenerinnen können allerdings am morgigen Sonntag mit einem Heimsieg gegen Schlusslicht FF USV Jena nachziehen. Gewinnen die Grün-Weißen auch am kommenden Mittwoch, 17. Juni (Anstoß um 14 Uhr/live auf Eurosport und Magenta Sport), gegen den SC Freiburg, ist der vierte Titelgewinn in Folge perfekt.

Mit sechs Änderungen

Wie in den letzten Wochen üblich, nahm VfL-Cheftrainer Stephan Lerch auch diesmal wieder einige Änderungen in der Startformation vor: Sechs Spielerinnen rotierten im Vergleich zum mit 5:0 gewonnenen DFB-Pokal-Halbfinale beim DSC Arminia Bielefeld in die erste Elf. Für Lara Dickenmann, Zsanett Jakabfi, Noelle Maritz, Claudia Neto, Joelle Wedemyer und Pia-Sophie Wolter spielten Anna Blässe, Lena Goeßling, Sara Gunnarsdottir, Kristine Minde, Pajor und Alexandra Popp von Beginn an.

Harder mit 25. Saisontreffer

Auch Essens Trainer Markus Högner würfelte sein Team kräftig durcheinander: So nahmen in Marina Hegering, Turid Knaak und Lea Schüller gleich drei der vier Nationalspielerinnen zunächst auf der Tribüne Platz. Lena Oberdorf hingegen durfte gegen ihre zukünftigen Wolfsburger Teamkolleginnen ran. Die Gäste gaben von Beginn an die Richtung vor, wobei es erst nach knapp einer Viertelstunde erstmals zwingend wurde: In der 13. Minute setzte Pajor einen Kopfball nach Flanke von Svenja Huth über das Tor, wenig später prüfte Popp Essens Torhüterin Kim Sindermann ebenfalls per Kopf (15.). Trotz großer Überlegenheit der VfL-Frauen – Essen fand in der Hälfte der Wölfinnen nicht statt – wurde es im letzten Drittel aber zu selten brenzlig. In der 30. Minute war es dann aber soweit: Nach Vorarbeit von Gunnarsdottir fälschte Oberdorf einen Schuss von Pajor ab, sodass es für Keeperin Sindermann nichts zu halten gab – 1:0. In der Folge nahmen die Gastgeberinnen dann etwas mehr am Spiel teil, das somit ein wenig offener wurde. In der 42. Minute setzte Pernille Harder einen Kopfballaufsetzer nach einer Goeßling-Ecke neben den linken Pfosten. Kurz vor dem Pausenpfiff zielte die Goalgetterin dann genauer: Nach einer scharfen Hereingabe von Blässe setzte die Dänin den Ball per Direktabnahme ins Eck – 2:0. Bereits der 25. Saisontreffer der alten und höchstwahrscheinlich auch neuen Torschützenkönigin der FLYERALARM Frauen-Bundesliga.

VfL-Wolfsburg-Spielerin Pernille Harder im Zweikampf mit einem Gegenspielerin.

Blitzstarterin Pajor

Die erste Hälfte endete mit einem Wolfsburger Treffer, die zweite begann mit einem solchen: Es dauerte ganze 19 Sekunden, bis Pajor vor dem Essener Gehäuse auftauchte und das Leder trocken in die rechte Ecke platzierte – 3:0 (46.). Sollten sich die Gastgeberinnen noch etwas ausgerechnet haben für den zweiten Abschnitt, war es also ein recht kurzer Hoffnungsschimmer. Die Wölfinnen ließen den Ball nun mehr und mehr durch die eigenen Reihen laufen, hielten den Gegner auch weiterhin weitestgehend vom eigenen Strafraum fern. Nennenswerte Tormöglichkeiten waren nun selten. In der 76. Minute bekam Dickenmann nicht genug Druck hinter den Ball, in der 83. Minute hätte Jakabfi beinahe einen Torwartfehler nutzen können. Viel mehr passierte nicht mehr – aber das musste es aus grün-weißer Sicht ja auch gar nicht. In genau drei Wochen stehen sich die beiden Teams erneut gegenüber, dann im DFB-Pokalfinale: Am Samstag, 4. Juli (Anstoß um 16.45 Uhr/live in der ARD), wollen die Wölfinnen im Duell mit der SGS Essen ihren sechsten Cup-Sieg in Folge realisieren.

„Jetzt haben wir den Matchball“

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch: Wir haben das Spiel kontrolliert und defensiv kaum etwas zugelassen. Es war über weite Strecken wieder eine zähe Angelegenheit, weil der Gegner sehr tief stand. Unterm Strich sind wir aber sehr froh, hier die drei Punkte mitgenommen zu haben. Jetzt haben wir zu Hause den Matchball, um die Meisterschaft klarzumachen – und den wollen wir nutzen. Erkenntnisse für das Pokalfinale konnten wir heute nicht gewinnen, das wird ein ganz anderes Spiel. Ich glaube, dass die Spielerinnen – das gilt auch für Essen – mit einer größeren Frische ins Finale gehen werden, weil wir zuvor eine normale Woche haben.   

SGS Essen: Sindermann – Klasen (69. Ostermeier), Oberdorf, Feldkamp, Dzaltur – Breitenbach (64. Senß) – Nesse, Grutkamp, Wilde (57. Petzelberger), Anyomi (69. Schüller) – Lange (69. Knaak)

VfL Wolfsburg: Abt – Blässe (62. Doorsoun), Goeßling, Janssen, Minde – Gunnarsdottir, Engen (46. Dickenmann) – Huth (74. Jakabfi), Harder, Popp (74. Wedemeyer) – Pajor (62. Wolter)

Tore: 0:1 Pajor (30.), 0:2 Harder (45.), 0:3 Pajor (46.)

Schiedsrichterin: Christina Biehl (Siesbach)

Gelbe Karte: Sindermann / -


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