27.06.2019
Frauen

„Entwicklung vor Ergebnis“

Steffen Beck, der neue Sportliche Leiter im Frauen-Nachwuchs, über seine Ziele mit dem VfL.

Mit dem FF USV Jena realisierte Steffen Beck die direkte Rückkehr in die FLYERALARM Frauen-Bundesliga. Ein erfolgreicher Abschluss seiner Cheftrainer-Tätigkeit für den Traditionsverein aus Thüringen. Nun übernimmt der 55-Jährige beim VfL Wolfsburg die Position des U20-Trainers und wird zudem Sportlicher Leiter im Nachwuchsbereich. Im Interview spricht der A-Lizenz-Inhaber und Darts-Liebhaber über seine ersten Tage in der Autostadt, den Reiz seiner neuen Aufgaben und die Zielvorgaben.

Steffen Beck, seit ein paar Tagen ist Wolfsburg Ihre neue Heimat. Wie ist Ihr erster Eindruck von der Stadt?

Steffen Beck: Von Wolfsburg habe ich – abgesehen von der Innenstadt, wo ich abends öfter mal essen gehe – noch nicht wirklich viel sehen können. Natürlich ist es hier etwas anders als in Berlin oder Jena. Aber in jeder Stadt gibt es schöne Ecken und die werde ich auch hier finden, da bin ich mir ganz sicher.

Sie waren für die Frauen-Mannschaft des 1. FC Union Berlin verantwortlich, im Anschluss vier Jahre in Jena tätig. Wieso haben Sie sich nun für das Angebot des VfL entschieden?

Beck: Wenn ein Angebot vom VfL Wolfsburg kommt und auch mit diesen umfangreichen Aufgaben, dann muss man nicht lange überlegen. Für mich persönlich ist es der nächste Schritt und ich freue mich auf diese Aufgabe. Die Akzeptanz des Frauenfußballs ist beim VfL sehr hoch, hier steckt ein großes Knowhow dahinter und daher ist es ein ganz anderes Arbeiten.

Neben Ihrer Trainertätigkeit bei den U20-Frauen sind Sie verantwortlich für den gesamten sportlichen Bereich im Frauen-Nachwuchs. Was reizt Sie an dieser Kombination?

Beck: Da es um die Entwicklung der Spielerinnen geht und auch die U20 eine reine Entwicklungsmannschaft ist, passt das Ganze sehr gut zusammen. Für mich als U20-Trainer ist es gut zu wissen, welches Personal aus den jüngeren Teams nachkommt.

Bringt diese Doppelfunktion auch Nachteile mit sich?

Beck: Das wird sich mit der Zeit zeigen. Natürlich werden meine Arbeitstage länger sein als gewöhnlich. Ich werde sicherlich öfter morgens der Erste im Büro sein und abends der Letzte, der die Anlage verlässt. Die Doppelfunktion ist mit sehr viel Arbeit verbunden, aber ich bin optimistisch, dass wir das alles auf die Reihe bekommen. Ich habe Co-Trainerin Agata Tarczynska sowie ein gutes Funktionsteam an meiner Seite, das mich bestmöglich unterstützen wird.

Wie sehen Ihre Ziele mit der U20 und dem gesamten Nachwuchsbereich aus?

Beck: Über allem steht: Entwicklung vor Ergebnis. Wir wollen junge Wölfinnen zu Erstliga-Spielerinnen machen – natürlich vorrangig für den VfL Wolfsburg. Eigene Talente ganz nach oben zu bekommen, ist eines der Hauptziele. Wir wollen Nationalspielerinnen entwickeln und in jeder U-Nationalmannschaft mit dem VfL vertreten sein.

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