Frauen

Entscheidung in der Nachspielzeit

Jungwölfinnen unterliegen dem SV Meppen.

Zum Auftakt der Rückrunde der 2. Frauen-Bundesliga gab es trotz dreifacher Führung am 14. Spieltag kein Erfolgserlebnis für die U20-Frauen des VfL. In einer umkämpfenden Partie mussten sie sich schlussendlich mit 3:4 (2:1) gegen den Drittplatzierten SV Meppen geschlagen geben. Damit verweilen die Niedersächsinnen weiterhin auf Rang zehn, weisen allerdings ein Spiel mehr als die direkten Verfolger aus Gladbach und München auf.

Doppelschlag binnen Minuten

Die erste gefährliche Aktion der Partie gehörte den Grün-Weißen: Nach einem gefährlichen Einwurf der Meppenerinnen nahe des eigenen Strafraums luchste Linnea Saelen der Torhüterin gekonnt den Ball ab und schob souverän zur frühen 1:0-Führung ein (7.). Die Gastgeberinnen erwiderten das Gegentor beinahe mit einer direkten Antwort. Allerdings war beim Konter in der 9. Minute VfL-Torhüterin Nelly Smolarczyk zur Stelle und klärte den Flachschuss mit einer Fußabwehr zur Ecke. Nach etwas mehr als einer Viertelstunde landete die Kugel nach einem weiteren Eckstoß auf dem Fuß von Sarah Hagg, die zum 1:1-Ausgleich einnetzte (18.). Ähnlich wie bei der frühen Führung der Jungwölfinnen unterlief der Meppener Torhüterin erneut ein Fehler: Ein Fehlpass landete genau in den Füßen von Saelen, die nur noch zum 2:1-Halbzeitstand vollenden musste (37.). Zu Beginn der zweiten Hälfte passierte den Niedersächsinnen ebenfalls ein Missgeschick: Ein Rückpass sprang unglücklich vor den Füßen Smolarczyks auf und rollte zum 2:2-Zwischenstand ins eigene Tor (50.). Wenige Minuten später sorgte ein langer Ball dafür, dass Saelen frei vor dem Tor auftauchte und mit ihrem Hattrick die 3:2-Führung perfekt machte (56.). Kurz vor Schluss kam es aus VfL-Sicht zum doppelten Tiefschlag: Ein zu inkonsequentes Verteidigen bei einer Flanke (89.) sowie ein Gegentor nach einer Ecke (90.+8.) sorgten für die schlussendliche 3:4-Niederlage.

„Haben es richtig gut gemacht“

Trotz des bitteren Endes konnte U20-Cheftrainer Daniel Kraus viel Positives aus der Partie ziehen: „Natürlich sind wir extrem enttäuscht. Ich glaube, das ist ganz normal, wenn du bis zur 88. Minute führst. Es wäre schön gewesen, wenn wir zumindest einen Punkt mitgenommen hätten. Dennoch haben wir es richtig gut gemacht. Du führst dreimal in Meppen gegen eine Mannschaft, die die letzten sechs Spiele alle gewonnen hat.“ Insbesondere wenn man bedenke, dass die Jungwölfinnen beim 0:5-Hinspiel völlig chancenlos gewesen wären, seien im Vergleich nun deutliche Entwicklungsschritte zu erkennen gewesen: „Wenn man sieht, wo wir zu Beginn der Saison standen und wo wir jetzt sind, erkennt man unter anderem im Tempo und in der Physis eine klare Leistungssteigerung. Im Hinspiel wurden wir noch zur Seite geschoben wie kleine Kinder, was jetzt gar nicht mehr der Fall war“, betonte Kraus.

Plan für die Winterpause

Bevor für die U20-Frauen des VfL am Sonntag, 1. Februar, gegen den Tabellenersten SC Sand die nächste schwere Herausforderung ansteht, geht es zunächst in die wohlverdiente Winterpause. „Heute reisen alle nach Hause, sollen die Weihnachtstage genießen, und die Regeneration steht im Vordergrund“, so Kraus, dessen Mannschaft am Montag, 5. Januar, wieder zusammenkommen wird, um gegen Potsdam, Magdeburg und Union II insgesamt drei Testspiele bis zur Saisonfortsetzung zu bestreiten.