Am letzten Hinrundenspieltag der Frauen-Regionalliga hatten die Jungwölfinnen am Sonntag bei starken Hamburgerinnen denkbar knapp mit 1:2 (0:1) das Nachsehen. Während der HSV nach elf gespielten Partien somit die Hinrundenmeisterschaft feierte, stehen die Wolfsburgerinnen zur Saisonhalbzeit auf Platz vier, haben aber mit dem Nachholspiel gegen den Kieler MTV noch die Möglichkeit, um einen Rang zu klettern.
Sehr verschiedene Halbzeiten
Im Spitzenspiel der Frauen-Regionalliga Nord fanden die Jungwölfinnen nur schwer ins Spiel. Die Tabellenführerinnen aus Hamburg waren griffiger in den Zweikämpfen und kontrollierten das Geschehen. Allerdings waren die Rothosen nicht in der Lage, aus ihrer Feldüberlegenheit auch zwingende Torchancen zu generieren. Bezeichnend dafür fiel das einzige Tor in Hälfte eins durch einen Foulelfmeter (8.). In der zweiten Halbzeit drehte sich die Partie um 180 Grad. Die U20-Frauen des VfL Wolfsburg kamen bissiger, aggressiver und spielfreudiger aus der Kabine. Nun dominierte die Mannschaft von Cheftrainer Daniel Kraus und kam zu der einen oder anderen Torchance. Folgerichtig erzielten die Grün-Weißen in dieser Phase den Ausgleich. Lilly Damm gab den spiegelverkehrten Arjen Robben, zog also von links ins Zentrum und schoss den Ball dann mit dem rechten Fuß in den Winkel (62.). Die Torhüterin des HSV war hier machtlos. In der Schlussphase war es dann ein offenes Spiel. Beide U20-Teams wollten den Sieg und spielten weiter unermüdlich nach vorne. Einer dieser Offensivaktionen wurde den Jungwölfinnen zum Verhängnis. Bei eigenem Einwurf tief in der gegnerischen Hälfte waren die Grün-Weißen weit aufgerückt, und dies nutzte das Topteam der Frauen-Regionalliga Nord gekonnt aus. Der HSV gewann den Ball, spielte blitzschnell nach vorne und bekam unmittelbar vor dem Strafraum einen Freistoß zugesprochen. Helena Gavrilovic schnappte sich die Kugel, schoss durch die Mauer hindurch, die den Ball entscheidend abfälschte. Unhaltbar kullerte er über die Torlinie (90.). Danach blieb den Jungwölfinnen keine Zeit mehr, zurückzuschlagen.
Zeitnahe Chance zur Revanche
„Der HSV steht nicht zu Unrecht da oben. Es war das erwartet intensive Spiel zweier U20-Teams. Nach unserem Ausgleich zum 1:1 wollten beide unbedingt gewinnen, und das Spiel wurde dadurch etwas wild“, so VfL-Cheftrainer Kraus, der den Blick direkt wieder nach vorn richtete: „Nächste Woche steht bereits das Rückspiel bei uns am Elsterweg an. Da wollen wir ab der ersten Minute da sein und die Punkte in Wolfsburg behalten.“









