28.09.2017
Männer

„Eine spezielle Note“

Martin Schmidt empfängt mit den Wölfen am Samstag seinen ehemaligen Verein Mainz 05.

Zwei Bundesligaspiele verfolgte Cheftrainer Martin Schmidt mittlerweile auf der Bank des VfL Wolfsburg. Am Samstag, 30. September, wartet mit seinem Ex-Klub, dem 1. FSV Mainz 05 (Anstoß um 15.30 Uhr) die nächste Aufgabe auf Grün-Weiß, die die Wölfe aber nicht nur wegen der persönlichen Geschichte des Coaches anders angehen können als die letzten beiden Duelle. Denn nach dem Kaltstart mit den Spielen gegen Werder Bremen und Bayern München hatte der Schweizer erstmals eine volle Trainingswoche mit seiner neuen Mannschaft. „Es war sehr spannend, mir einen Einblick über den gesamten Kader verschaffen zu können und in den Trainingseinheiten mit verschiedenen Inhalten zu arbeiten. Ich bin auf eine sehr wache und gierige Mannschaft getroffen. Ich freue mich auf die nächsten Wochen und will die Entwicklung anschieben“, so Schmidt auf der Pressekonferenz am Donnerstag.

Alte Bekannte

Die Mainzer, die Schmidt bis zum vergangenen Sommer zwei Jahre lange trainierte, kennt der VfL-Trainer bestens. Das gilt auch für den neuen Coach der Nullfünfer Sandro Schwarz. „Wir haben lange zusammengearbeitet und Trainingsinhalte gemeinsam vermittelt. Natürlich ist das eine spezielle Note, die in das Spiel hineinspielt.“ Aber der Wölfe-Trainer möchte dieser Konstellation auch nicht das Hauptaugenmerk schenken und sich eher auf die sportlichen Dinge konzentrieren: „Natürlich ist der erste Auftritt eines Trainers oder Spielers gegen seinen ehemaligen Verein für die Medien eine gute Geschichte. Aber wenn man professionell arbeitet, konzentriert man sich auf das Wesentliche und blendet solche Sachen aus.“

Variables System

Wie genau die Wölfe das Spiel am Samstag angehen, wollte sich Schmidt derzeit noch nicht in die Karten schauen lassen. Vor allem die Zusammenstellung im Mittelfeld variierte in den ersten beiden Spielen unter dem neuen Übungsleiter. Das könnte auch gegen Mainz passieren. „Wir haben verschiedene Möglichkeiten. Bei Bayern haben wir mit drei Sechsern gespielt, gegen Bremen mit zwei. Es ist aber auch denkbar, mit einem Sechser und einem Achter oder einem Sechser und einem Zehner auf der Doppelsechs zu agieren. Wir müssen unser Spiel auch anpassen können“, so der 40-Jährige, der unabhängig vom System andere Attribute einfordert, „wir müssen die nötige Gier und Aggressivität mit in das Spiel bringen. Und wenn man den Ball hat, wissen, was man damit macht, ob man direkt vertikal spielt oder erst einmal auf Ballbesitz geht.“

Angeschlagene Spieler kehren zurück

Personell hat Martin Schmidt für Samstag wahrscheinlich die Qual der Wahl, wer den Sprung in den Kader schafft. Daniel Didavi, Josuha Guilavogui, Yannick Gerhardt und Max Grün, die in den vergangenen Tagen mit dem Training aussetzen mussten, sollten wieder einsatzbereit sein. Auch die länger verletzten Sebastian Jung und Marvin Stefaniak sind wieder voll im Training und Optionen für den Kader, der den ersten Heimsieg in der aktuellen Spielzeit sichern soll. Dass dieser bisher noch fehlt, interessiert den Wölfe-Coach aber eher weniger: „Soweit schaue ich nicht zurück. Ich bin seit zwei Spielen hier Trainer. Diese haben wir nicht verloren – und das zählt für mich.“

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