Bernauer und Baunach kämpfen um den Ball.
15.11.2017
Frauen I

Eine Runde weiter

Wölfinnen trennen sich im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League 3:3 vom AC Florenz.

Bernauer und Baunach kämpfen um den Ball.

Die Wölfinnen trennten sich am Mittwochabend beim Achtelfinal-Rückspiel in der UEFA Women´s Champions League vom AC Florenz mit einem 3:3 (2:1)-Unentschieden. Das Remis änderte nach dem souveränen 4:0-Hinspielsieg jedoch nichts am Einzug ins Viertelfinale der Königsklasse. Im ersten Spielabschnitt traf Illaria Mauro früh für die Gäste (2. Minute), Tessa Wullaert (30., 32.) drehte jedoch zunächst die Partie. Im zweiten Durchgang konnte Precellia Rinaldi ausgleichen (60.), ehe Sara Gunnarsdottir die VfL-Frauen erneut in Führung brachte. Kurz vor Schluss musste Grün-Weiß jedoch noch den Ausgleich durch Ellie Brazil (81.) hinnehmen. Bereits am kommenden Sonntag, 19. November (Anstoß um 15 Uhr), sind die Wölfinnen wieder im Liga-Alltag gefordert. Dann treten die sie bei der SGS Essen zum 9. Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga an.

Fünf Änderungen in der Startelf

Beim Auftritt gegen die Italienerinnen hatte VfL-Trainer Stephan Lerch die Rotationsmaschine angeschmissen: Im Vergleich zum 1:0-Ligaerfolg über den 1. FFC Frankfurt tauschte Lerch auf insgesamt fünf Positionen. Nilla Fischer, Gunnarsdottir, Lara Dickenmann, Pernille Harder und Caroline Hansen nahmen zunächst auf der Bank Platz. Neu in die Startformation rückten Zsanett Jakabfi, Katharina Baunach, Babett Peter, Anna Blässe, Vanessa Bernauer und Joelle Wedemeyer, wobei Peter die Kapitänsbinde trug.

Fehlstart

Die erste Halbzeit begann mit einem Schock für die Wölfinnen: Nach einem Ballverlust im Halbfeld schaltete die VfL-Defensive nicht schnell genug, AC-Stürmerin Mauro war zur Stelle und brauchte nach Kopfballablage von Alia Guagni nur noch einschieben (2.). Im Anschluss waren die Wölfinnen sichtlich bemüht, den frühen Rückstand wettzumachen. So tauchte Alexandra Popp völlig frei vor Fiorentina-Schlussfrau Francesca Durante auf, verzog jedoch aus kurzer Distanz (14.). Kurz darauf war es erneut Popp, die eine Hereingabe nur knapp nicht erreichte (21.).

Doppelschlag durch Wullaert

In der Folge entwickelte sich eine kampfbetonte Partie mit klaren Feldvorteilen für die Gastgeberinnen. Nach einem Foul im Strafraum an der umtriebigen Popp entschied Schiedsrichterin Kateryna Monzul zu Recht auf Strafstoß. Den fälligen Elfmeter setzte Wullaert zwar zunächst an den Pfosten, traf jedoch im Nachsetzen (30.). Kurz darauf war es erneut Wullaert, die nach Flanke von Anna Blässe einnetzte (32.) und somit das Spiel zu Gunsten von Grün-Weiß drehte. Popp hatte kurz vor dem Pausenpfiff sogar noch die Chance, den Vorsprung komfortabler zu gestalten, musste sich bei ihrem Seitfallzieher jedoch erneut Durante geschlagen geben (41.). So ging es mit einer verdienten 2:1-Führung in die Kabinen.

Baunach verletzt runter

Auch nach Wiederanpfiff trat der VfL dominant auf. Popp per Kopfball (56.) und Jakabfi aus der Distanz (57.) nutzten ihre Chancen jedoch nicht. Kurz darauf war es Rinaldi, die sich ein Herz fasste, aus der Distanz abzog und das Leder unhaltbar im Kasten der Wölfinnen versenkte (60.) – der 2:2-Ausgleich. Unmittelbar im Anschluss hatte die eingewechselte Hansen Torhüterin Durante schon überwunden, doch Elisa Bartoli rettete auf der Linie (64.). Doch Grün-Weiß ließ sich nicht beirren, spielte weiterhin nach vorne und belohnte sich schließlich. Die gerade erst eingewechselte Gunnarsdottir traf nach Ablage von Hansen per strammen Schuss ins lange Eck (71.) zur erneuten Führung. Für einen Wermutstropfen sorgte dann die Verletzung von Baunach, die nach einem Zweikampf mit Valery Vigilucci vom Feld musste. Fortan agierte die Elf von Trainer Lerch in Unterzahl, da das Wechselkontingent ausgeschöpft war. So kam es fast, wie es kommen musste: Brazil stieg nach einer Flanke am höchsten und traf per Kopf zum 3:3-Ausgleich (81.), der gleichbedeutend mit dem Endstand war.

„Mit der Einstellung zufrieden“

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch: Wir sind denkbar schlecht in das Spiel gekommen und mussten einen frühen Gegentreffer hinnehmen. Genau das wollten wir vermeiden. Im Anschluss haben wir dann das Spiel kontrolliert, Torchancen erspielt und verdient zwei Treffer vor der Pause gemacht. Florenz hat sich nicht aufgegeben, war brutal effektiv und hat immer wieder den Ausgleich erzielen können. Man hat dennoch zu jeder Zeit gesehen, dass wir das Spiel gewinnen wollten. Es war am Ende mit zehn Spielerinnen natürlich schwieriger, aber auch dann konnte man erkennen, dass wir noch ein Tor nachlegen wollten. Aus diesem Grund bin ich mit der Einstellung meiner Mannschaft zufrieden. Die drei Gegentore hätten wir sicher verhindern können und daran werden wir arbeiten.

VfL Wolfsburg: Schult – Maritz, Wedemeyer, Peter, Blässe – Goeßling (70. Gunnarsdottir), Bernauer – Baunach, Wullaert (58. Hansen) – Popp (58. Harder) – Jakabfi

AC Florenz:  Durante – Vigilucci (75. Tortelli), Daniel, Linari, Bartoli, Guagni – Carissimi (85. Caccamo), Adami, Rinaldi – Mauro (90. Domi), Brazil

Tore: 0:1 Mauro (2.), 1:1 Wullaert (30.), 2:1 Wullaert (32.), 2:2 Rinaldi (60.), 3:2 Gunnarsdottir (71.), 3:3 Brazil (81.)

Gelbe Karten: / Bartoli

Schiedsrichterin: Kateryna Monzul (Ukraine)

Zuschauer: 1.226 Zuschauer am Mittwochabend im AOK Stadion

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