SA . 20. 10. 2018
Männer

Eine Nummer zu groß

Wölfe unterliegen dem FC Bayern München mit 1:3.

Am 8. Spieltag der laufenden Bundesliga-Saison musste der VfL Wolfsburg beim Heimspiel gegen den FC Bayern München eine 1:3 (0:1)-Niederlage hinnehmen. Zwar zeigte Grün-Weiß über weite Teile der Partie einen kämpferischen Auftritt und kam dabei auch zu Torchancen, doch schlussendlich erwies sich der Rekordmeister als das abgezocktere Team. Für die Tore des FC Bayern sorgte Robert Lewandowski per Doppelpack (30. Minute, 48.) und James Rodriguez (72.). Auf Seiten der Hausherren traf Wout Weghorst zum zwischenzeitlichen Anschluss (63.), wobei die Münchner durch eine Gelb-Rote Karte gegen Arjen Robben (57.) zu diesem Zeitpunkt der Partie bereits in Unterzahl spielten. Im Vorfeld der Partie durften sich die Wölfe über die Auszeichnung zum Trikotmeister 2018/2019 freuen: VfL-Geschäftsführer Dr. Tim Schumacher nahm den Preis, der jährlich durch die Mediadesign Hochschule Düsseldorf vergeben wird, entgegen. Am kommenden Samstag, 27. Oktober (Anstoß um 15.30 Uhr), sind die Wölfe nun beim Gastauftritt in Düsseldorf bei der Fortuna am 9. Spieltag der Bundesliga gefordert.

Zwei Veränderungen

Nach der 0:2-Niederlage bei Werder Bremen am vergangenen Spieltag entschied sich VfL-Cheftrainer für insgesamt zwei Veränderungen in seiner Startformation: Elvis Rexhbecaj und Yannick Gerhardt ersetzten Marcel Tisserand und Yunus Malli, die beide zunächst auf der Bank Platz nahmen. Auf Seiten der Gäste aus München wechselte Trainer Niko Kovac nach der 0:3-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach ebenfalls doppelt: Javi Martinez und Serge Gnabry durften von Beginn an ran, Leon Goretzka und Thomas Müller saßen dafür auf der Bank.

Engagierter Start des VfL

Vom Start weg präsentierten sich die Wölfe zweikampfstark, bissig und versuchten, aus einer gut stehenden Defensive im Umschaltspiel zu Chancen zu kommen. Nach knapp 14 Minuten näherte sich Grün-Weiß erstmals dem Gäste-Kasten, als Renato Steffen eine scharfe Gerhardt-Hereingabe nur um Haaresbreite verpasste. Kurz darauf setzte Maximilian Arnold knapp fünf Meter hinter der Mittellinie zum Solo an, spielte Mats Hummels das Leder durch die Beine und konnte erst durch Niklas Süle an der Strafraumkante gestoppt und am Abschluss gehindert werden (18.).

Casteels im Blickpunkt - Lewandowski sticht

Nun zeigte sich auch der FC Bayern zusehends häufiger vor dem Tor von VfL-Schlussmann Koen Casteels. Hatte der Belgier sich bei den guten Möglichkeiten von Joshua Kimmich (22.) und Robben (25.) mit sehenswerten Paraden noch auszeichnen können, war er in der 30. Minute gegen Lewandowski schließlich chancenlos: Hummels hatte von der Mittellinie stark auf den perfekt gestarteten Polen durchgesteckt, der halblinks in den Strafraum eindrang und durch die Beine des VfL-Keepers zur 1:0-Führung vollstreckte. Gleich unmittelbar im Anschluss stand Casteels wieder im Mittelpunkt, als er das Spielgerät nach einem Schuss von James Rodriguez aus etwa elf Metern noch um den Pfosten lenken konnte (32.). So ging es beim Stand von 0:1 in die Kabinen.

William patzt – Weghorst schürt Hoffnung

Unglücklicher hätte der zweite Durchgang kaum starten können für Grün-Weiß: Nach einem lang geschlagenen Ball von Süle, legte William unfreiwillig per Kopf auf Lewandowski ab, der Casteels gekonnt umkuvte und zur 2:0-Führung für die Gäste einschob (48.). Als Robben dann Rexhbecaj hart am Knöchel erwischte, blieb Schiedsrichter Guido Winkmann nichts anderes übrig, als dem bereits verwarnten Holländer den Gelb-Roten Karton zu zeigen – so agierte der Rekordmeister fortan in Unterzahl (57.) und beim VfL keimte Hoffnung auf. Ermutigt durch die Überzahl-Situation suchten die Wölfe ihr Heil nun in der Offensive: Als Gerhardt schließlich den eingewechselten Admir Mehmedi auf die Reise schickte, drang dieser in den Strafraum ein, bediente Weghorst, der freistehend zum umjubelten Anschluss einschob (63.).

James macht den Deckel drauf

Die Bemühungen des VfL im Angriff boten im Umkehrschluss den Gästen aus München immer wieder Räume für eigene Tempogegenstöße. Räume, die die Kovac-Elf schon wenige Augenblicke später gewinnbringend nutzen konnte: Als Lewandowski nach Thiago-Zuspiel das Leder ungehindert an James weiterleitete, war es der Kolumbianer, der aus halblinker Position zum 1:3 traf (71.) – die Entscheidung. Zwar bemühten sich die Wölfe in der Folge weiterhin sichtlich um ein Tor, rieben sich allerdings an der gut gestaffelten Bayern-Defensive vergeblich auf. So sprangen am Ende eines couragierten Auftritts im heimischen Rund keine Punkte für den VfL heraus.

VfL Wolfsburg: Casteels – William, Knoche, Brooks, Roussillon – Arnold – Gerhardt, Rexhbecaj (71. Malli) – Steffen (60. Ginczek), Brekalo (60. Mehmedi) – Weghorst

FC Bayern München: Neuer – Kimmich, Hummels, Süle, Alaba (46. Rafinha) – Martinez – Robben, Thiago, James (87. Sanchez), Gnabry (65. Goretzka) - Lewandowski

Tore: 0:1 Lewandowski (30.), 0:2 Lewandowski (48.), 1:2 Weghorst (63.), 1:3 James (72.)

Gelbe Karten: Arnold, Weghorst / Thiago, Neuer

Gelb-Rote Karte: Robben

Zuschauer: 30.000 am Samstagnachmittag in der ausverkauften Volkswagen Arena

Schiedsrichter: Guido Winkmann (Kerken)

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