Frauen

Eine Halbzeit zum Vergessen

Jungwölfinnen unterliegen dem VfB Stuttgart mit 1:9.

Die Niederlagenserie setzt sich fort: Nachdem die U20-Frauen des VfL bereits gegen die SG 99 Andernach und den 1. FSV Mainz 05 das Nachsehen hatten, mussten sie am zwölften Spieltag der 2. Frauen-Bundesliga erneut eine deutliche Niederlage einstecken. Am Sonntag unterlagen sie dem VfB Stuttgart am Elsterweg mit 1:9 (1:2). Damit rutschen die Jungwölfinnen auf Rang elf ab und befinden sich knapp vor dem FC Bayern München II, der ein Spiel weniger absolviert hat.

Sieben Tore in 45 Minuten

Die Gäste aus Stuttgart erwischten den besseren Start: Nach einer Flanke von der linken Seite auf den zweiten Pfosten brachte Maximiliane Rall den Ball unhaltbar im Tor von VfL-Keeperin Nelly Smolarczyk unter (15.). Die Niedersächsinnen kamen in der 22. Minute zu ihrer ersten guten Chance. Nach starker Ballmitnahme spielte Linnea Saelen einen präzisen Steckpass in die Tiefe auf Anny Kerim-Lindland, die mit einem souveränen Abschluss ins linke untere Eck zum 1:1 ausglich. Kurz vor der Pause führte ein langer Ball aus der eigenen Hälfte dazu, dass Stuttgarts Leonie Schetter frei vor dem Tor der Grün-Weißen auftauchte und zum 1:2-Halbzeitstand verwandelte (45.). Die insgesamt solide erste Hälfte der Jungwölfinnen gegen einen starken Gegner wurde jedoch von einer aus VfL-Sicht schwachen zweiten Halbzeit überschattet. Direkt nach Wiederanpfiff erhöhten zunächst Fabienne Dongus (49.) und erneut Maximiliane Rall (55., 65.), die damit ihren Dreierpack perfekt machte, auf 1:5. Im weiteren Verlauf setzte Stuttgart sein dominantes Spiel konsequent fort. Joy Castor (72., 84.), Jana Sprengler (86.) sowie erneut Fabienne Dongus (88.) sorgten schließlich für den deutlichen 1:9-Endstand.

„Jugendfußball gegen Frauenfußball“

U20-Cheftrainer Daniel Kraus: „Ich glaube, dass wir eine sehr gute erste Halbzeit gespielt haben, in der wir das 1:2 kurz vor der Pause sehr unglücklich durch einen langen Ball bekommen. In der zweiten Halbzeit waren wir mental nicht bereit genug, uns fehlte die nötige Konzentration und wir hatten viele individuelle Fehler, die zu Gegentoren führten. In so einer Situation fehlt uns als Team stückweise die Erfahrung, die Struktur zu finden und Ruhephasen zu nutzen, wenn es anders läuft als geplant. Es hat sich am Ende angefühlt, als würden wir Jugendfußball gegen Frauenfußball spielen."

„Müssen aus diesem Spiel lernen“

Nun gelte es das Spiel zu besprechen und aufzuarbeiten, bevor es am kommenden Sonntag, 14. Dezember gegen den Tabellenvorletzten Eintracht Frankfurt II geht. „Wir müssen aus diesem Spiel lernen und auf die guten Dinge aus der ersten Halbzeit aufbauen. Wir wissen um das anstehende Duell, die tabellarische Situation, die Qualität von Frankfurt und wollen uns dort gut vorbereitet präsentieren“, betont Kraus.