Nach sechs sieglosen Bundesligaspielen in Serie hat der VfL Wolfsburg im Nordduell gegen den Hamburger SV endlich wieder einen Dreier eingefahren. Beim 1:0 (1:0)-Erfolg im ausverkauften Volksparkstadion reichte ein früher Treffer von Adam Daghim in der 15. Minute. In einer intensiven und umkämpften Begegnung verteidigten die Wölfe die knappe Führung mit großem Einsatz bis zum Abpfiff. Torhüter Kamil Grabara avancierte mit mehreren starken Paraden – unter anderem beim gehaltenen Elfmeter von Ransford Königsdörffer – zum Rückhalt der Mannschaft. In der Schlussphase hatte Wolfsburg Pech, als Joakim Maehle mit einem Schuss von der Mittellinie auf das leere Tor den Pfosten traf. Bereits am Dienstag, 28. Oktober, steht die nächste Pflichtaufgabe an: In der zweiten Runde des DFB-Pokals gastiert Holstein Kiel in der Volkswagen Arena. Anstoß ist um 18.30 Uhr.
Personal
VfL-Cheftrainer Paul Simonis nahm im Vergleich zur 0:3-Heimniederlage gegen den VfB Stuttgart vier Veränderungen in der Startelf vor. Kapitän Maximilian Arnold kehrte nach überstandener Muskelverletzung zurück ins Team. Zudem feierten Sael Kumbedi und Jenson Seelt ihr Startelfdebüt in der Bundesliga. Mohammed Amoura kehrte ebenfalls in die Anfangsformation zurück. Nicht im Kader standen der angeschlagene Moritz Jenz (Hüftprobleme) und Kilian Fischer (Sprunggelenk). Maehle und Mattias Svanberg nahmen zunächst auf der Bank Platz. HSV-Trainer Merlin Polzin verzichtete nach der 1:2-Niederlage bei RB Leipzig auf Wechsel in der Startformation. Fabio Vieira kehrte nach abgesessener Rotsperre zurück in den Kader, kam zunächst aber nicht zum Einsatz.
Spielverlauf
Der HSV begann mit hohem Tempo und direktem Spiel in Richtung Wolfsburger Strafraum. Der VfL hielt im Zentrum zunächst aufmerksam dagegen, fand jedoch in der Anfangsphase kaum statt. Nach rund zehn Minuten kamen die Gäste besser in die Partie – und nutzten ein wenig später in der 15. Minute ihre erste gefährliche Aktion eiskalt aus: Nach einem Ballgewinn im eigenen Drittel kombinierten sich die Wölfe über nur drei Stationen blitzschnell nach vorne. Christian Eriksen hatte dabei das Auge für Daghim, der auf der rechten Seite frei durchstartete. Im Strafraum setzte sich der Däne im Eins-gegen-Eins gegen Luka Vuskovic durch, zog in die Mitte und schlenzte den Ball aus rund 16 Metern präzise und unhaltbar ins linke Eck – die Führung für den VfL. In der Folge blieb Hamburg das spielbestimmende Team, doch Wolfsburg verteidigte kompakt, warf sich in viele Zweikämpfe und lauerte auf Umschaltmomente. Immer wieder kamen die Gastgeber zu Abschlüssen, doch in den entscheidenden Momenten war ein Bein der Gäste dazwischen oder Grabara zur Stelle. Kurz vor der Pause wurde es turbulent: Nach einem Ballverlust im Aufbau schaltete der HSV schnell um. Nicolas Capaldo steckte auf Sambi Lokonga durch, der von Konstantinos Koulierakis im Strafraum gefoult wurde – Elfmeter für den Gastgeber (44.). Doch Königsdörffer scheiterte vom Punkt. Grabara blieb stehen, reagierte stark und lenkte den Ball zur Seite ab (45.). Nur Augenblicke später kam Rayan Philippe aus der Distanz zum Abschluss, dessen Schuss Grabara nach vorne abwehrte. Der Abpraller landete erneut bei Lukonga, der aus spitzem Winkel abzog und dabei nur die Oberkante der Latte traf (45.+3). Mit Glück und Effizienz retteten die Wölfe die knappe Führung in die Halbzeitpause.














































