Gemeinsamer Jubel der VfL Frauen im Spiel gegen Leverkusen.
29.11.2019
Frauen

Dreier bei Bayer

Die VfL-Frauen gewinnen ihr Bundesliga-Auswärtsspiel in Leverkusen mit 7:0.

Gemeinsamer Jubel der VfL Frauen im Spiel gegen Leverkusen.

Zum Abschluss der Hinrunde in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga  haben die Frauen des VfL Wolfsburg ihren zehnten Saisonsieg eingefahren und damit die eigene Halbzeit-Bestmarke von 31 Punkten aus der Vorsaison egalisiert: Der aktuelle Double-Sieger gewann bei Bayer 04 Leverkusen mit 7:0 (4:0) und geht damit als Tabellenführer und inoffizieller Herbstmeister  in die zweite Saisonhälfte. Die Tore im Ulrich-Haberland-Stadion erzielten Pernille Harder (3), Ewa Pajor, Noelle Maritz, Fridolina Rolfö und Zsanett Jakabfi. Zum Start der Rückrunde sind die Wölfinnen am zweiten Adventswochenende erneut auswärts gefordert: Am Sonntag, 8. Dezember (Anstoß um 14 Uhr), gastieren die Grün-Weißen beim SC Sand.

Drei Änderungen

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch nahm im Vergleich zum 1:1-Unentschieden gegen den FC Bayern München drei Veränderungen in der Startformation vor: Für Anna Blässe, Ingrid Engen und Felicitas Rauch spielten Noelle Maritz, Fridolina Rolfö und Pia-Sophie Wolter von Beginn an.

Vorentscheidung in acht Minuten

Die Gäste nahmen das Heft im Schatten der BayArena von Beginn an in die Hand. In der siebten Minute legte Pajor nach feinem Steilpass von Alexandra Popp quer – Leverkusens Henrike Sahlmann rettete auf Kosten einer Ecke. Wenig später entschärfte Bayer-Torfrau Anna Wellmann einen 23-Meter-Freistoß von Dominique Janssen. In der zehnten Minute klingelte der Ball dann zum ersten Mal im Leverkusener Kasten: Ewa Pajor verwertete eine Hereingabe von Maritz – 1:0. Vier Minuten später war Pajor dann die Vorlagengeberin: Harder platzierte den Ball zum 2:0 im rechten Eck. Und es ging munter weiter: Eine sehenswerte Fallrückzieher-Vorlage von Pajor nutzte Maritz zum 3:0 (17.). Acht Minuten reichten den VfL-Frauen, um die Partie schon früh in die gewünschte Richtung zu lenken. Und der Herbstmeister schaltete in der Folge keineswegs einen Gang zurück: Ein Schuss von Sara Gunnarsdottir wurde auf der Linie geklärt (29.), kurz darauf traf Harder den Außenpfosten (31.). In der 37. Minute schalteten die Wölfinnen nach einem Ballverlust schnell um: Pajor und Harder spielten Doppelpass – und der Dänin war es vorbehalten, mit ihrem zweiten Treffer des Tages den 4:0-Pausenstand zu markieren.

Spielerinnen des VfL Wolfsburg gehen aufeinander zu um zu jubeln.

Bayer in Unterzahl

Die zweite Hälfte begann mit einem Elfmeterpfiff: Lena Uebach foulte Maritz – und Harder vollendete ihren Dreierpack vom Punkt aus – 5:0 (52.). Nur 60 Sekunden später nahm Rolfö nach einem gut getimten Pass von Popp Fahrt auf und ließ Wellmann keine Chance – 6:0 (53.). Fünf Minuten später kam Leverkusens Pauline Wimmer aus guter Position zum Abschluss, traf den Ball allerdings nicht richtig. Szenen vor dem VfL-Tor waren ansonsten Mangelware und blieben es auch. Auf einem für die Jahreszeit äußerst gut zu bespielenden Untergrund ließ der VfL den Ball passsicher durch die eigenen Reihen laufen – in einem Tempo, das den verletzungsbedingt gebeutelten Bayer-Frauen deutlich zu hoch war. In der 70. Minute fehlte der eingewechselten Zsanett Jakabfi nach einem Pajor-Solo auf der rechten Seite nur eine Schuhgröße. Dass Uebach nach einem erneuten Foul an Maritz Gelb-Rot sah (62.) und die Gastgeberinnen nun auch noch in Unterzahl waren, machte die Aufgabe für Leverkusen nicht gerade einfacher. Einen weiteren Treffer musste die Werkself dann auch noch schlucken: Jakabfi erzielte in der 89. Minute den 7:0-Endstand.  

„Gleich die Spielkontrolle übernommen“

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch: Wir sind auf einem hervorragend bespielbaren Platz gut ins Spiel gekommen, konnten unser Kombinationsspiel aufziehen und gleich die Spielkontrolle übernehmen. Dass wir dann nach knapp 20 Minuten gegen einen kompakt stehenden Gegner schon ein Drei-Tore-Polster herausgeschossen haben, hat uns zusätzliches Selbstvertrauen verliehen. In der zweiten Hälfte haben wir das Tempo weiter hochgehalten und defensiv nahezu nichts zugelassen, so dass wir insgesamt sehr zufrieden sein können, wie dieses letzte Hinrunden-Spiel für uns gelaufen ist.
 

Bayer 04 Leverkusen: Wellmann – Uebach, Wirtz, Vinken, Sahlmann – Zeller, Csiszar (26. Reger), Rudelic, Rackow (46. Jessen) – Nikolic, Wimmer

VfL Wolfsburg: Lindahl – Doorsoun, Goeßling, Janssen (62. Wedemeyer), Maritz – Gunnarsdottir, Popp – Wolter, Harder, Rolfö (62. Jakabfi) – Pajor (75. Minde)

Tore: 0:1 Pajor (10.), 0:2 Harder (14.), 0:3 Maritz (17.), 0:4 Harder (37.), 0:5 Harder (52.), 0:6 Rolfö (53.), 0:7 Jakabfi (89.)

Schiedsrichterin: Christine Weigelt (Leipzig)

Zuschauer: 458 am Freitagabend im Leverkusener Ulrich-Haberland-Stadion

Gelbe Karten: Uebach / Doorsoun, Maritz

Gelb-Rote Karte: Uebach


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