Am Samstag treten unsere Wölfinnen zum 5. Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga an (live auf DAZN und Magenta Sport). Ab 12 Uhr geht es für die Elf von Cheftrainer Stephan Lerch im Stadion an der Hafenstraße beim Tabellenletzten, der SGS Essen 19/68, darum, an die letzten erfolgreichen Leistungen anzuknüpfen und sich tabellarisch vorne festzusetzen.
Noch kein Ligasieg für die SGS
Die Essenerinnen, letztjährige Tabellenneunte, sind in dieser Spielzeit nur schwer in Tritt gekommen und haben mit nur einem Zähler aus den ersten vier Spielen einen Stotterstart hingelegt. Lediglich beim torlosen Remis gegen den Aufsteiger Hamburger SV wurde gepunktet. Allerdings wurde am vergangenen Sonntag die erste Hürde im DFB-Pokal beim Regionalligisten Kickers Offenbach mit 7:0 ähnlich souverän genommen, wie es auch den Wölfinnen mit 11:0 beim ATS Buntentor gelang. Aus dem ersten Pflichtspielsieg will die Mannschaft des neu installierten Trainerteams um Teamchef Robert Augustin, zuvor noch Co-Trainer unter seinem Vorgänger Markus Högner, wichtiges Selbstvertrauen schöpfen.
Favoritinnenrolle klar verteilt
Die Lila-Weißen sind aber sicherlich Außenseiter gegen den Champions-League-Teilnehmer aus Wolfsburg, der mit drei Siegen und einem Remis derzeit punktgleich mit den Bayern auf Platz zwei der Tabelle liegt. Die Marschroute der Gastgeberinnen fasst die ehemalige Wölfin und jetzige SGS-Mittelfeldspielerin Natasha Kowalski so zusammen: „Ich glaube, wir müssen uns gar nicht so vieles vornehmen. Gegen Wolfsburg hat man in der Regel nicht so viel zu verlieren. Daher wünsche ich mir, dass wir befreit aufspielen und denen und unseren Fans einfach mal zeigen, wie geil wir kicken können.“
„Gutes Spiel, gutes Erlebnis“
Guten und erfolgreichen Fußball möchte auch VfL-Cheftrainer Stephan Lerch von seinem Team sehen. Auf der heutigen Pressekonferenz sprach er über:
…die Personallage: Die Personallage ist jetzt gerade wieder auf einem guten Weg, auch wenn wir natürlich noch nicht alle Spielerinnen wieder zur Verfügung haben. Erfreulich ist, dass wir mit 18 Feldspielerinnen und zwei Torhüterinnen, Stand heute, nach Essen reisen. Smilla Valotto weist Erkältungssymptome auf und steht nicht zur Verfügung. Ebenso klar ist, dass auch Sophia Kleinherne noch keine Option ist. Thea Bjelde kehrt dafür beispielsweise in den Kader zurück. Ebenso steht Luca Papp, die zuletzt raus war, wieder zur Verfügung. Und Lineth Beerensteyn ist auch wieder an Bord.
…die vermeintliche Pflichtaufgabe vor dem Champions-League-Spiel gegen Paris: Wir haben schon oft genug in der Saison gesehen, dass es keine einfachen Spiele und keine Pflichtaufgaben gibt, sondern dass man wirklich Woche für Woche – oder jetzt in dem Fall alle drei Tage – sein Maximum an Leistung abrufen muss. Aber klar, wir wissen, dass wir am Wochenende der Favorit sind und so müssen wir es auch angehen. Wir wollen das Spiel dominieren und gewinnen. Das natürlich auch mit ein bisschen Weitblick: Die Aufgaben, die danach auf uns warten, die haben es auch in sich und deswegen wäre es aus psychologischer Sicht unheimlich wichtig und wertvoll, wenn wir jetzt am Wochenende in Essen ein gutes Spiel machen und ein gutes Ergebnis mitnehmen. Aber auch wenn man auf die Tabelle blickt, ist das für uns unheimlich wichtig, die drei Punkte mitzunehmen.
…den Gegner SGS Essen: Essen wird natürlich jetzt zu Hause alles in die Waagschale werfen und vielleicht auch so ein bisschen die Einstellung haben, dass es nichts zu verlieren und nur zu gewinnen gibt. Aber ich bin davon überzeugt, dass ihre sieglose Serie jetzt am Wochenende noch nicht zu Ende geht.











