Männer

Drei Elfmetertore

Wölfe verlieren das Heimspiel gegen den HSV trotz Führung mit 1:2.

Der VfL Wolfsburg hat am Samstagnachmittag eine 1:2-Niederlage gegen den Hamburger SV hinnehmen müssen. In der ausverkauften Volkswagen Arena brachte Christian Eriksen die Wölfe zunächst in Führung, ehe Luka Vuskovic und Jean-Luc Dompe das Spiel für die Gäste drehten – alle drei Treffer fielen dabei per Elfmeter.

PERSONAL

VfL-Cheftrainer Daniel Bauer veränderte seine Startelf im Vergleich zur Niederlage beim VfB Stuttgart auf fünf Positionen: Jan Bürger, Jesper Lindström, Vinicius Souza, Jonas Adjetey und Dzenan Pejcinovic rückten neu in die Anfangsformation. Sael Kumbedi, Adam Daghim, Lovro Majer, Pharell Hensel und Mohammed Amoura nahmen zunächst auf der Bank Platz.
Beim Hamburger SV stellte Trainer Merlin Polzin nach dem 0:1 unter der Woche gegen Bayer Leverkusen gleich sechsmal um. Jordan Torunarigha, William Mikelbrencis, Miro Muheim, Albert Sambi Lokonga, Dompe und Philip Otele starteten anstelle von Warmed Omari, Bakery Jatta (Muskelprobleme), Fabio Vieira, Giorgi Gocholeishvili, Damion Downs und Rayan Philippe (nicht im Kader).

SPIELVERLAUF

Die Anfangsphase war von intensiven Zweikämpfen und vielen Ungenauigkeiten geprägt. Beide Mannschaften suchten zunächst ihren Rhythmus, Torchancen gab es kaum. Die erste große Möglichkeit hatte der VfL, als Pejcinovic nach Zuspiel von Eriksen mit dem ersten Kontakt abzog und HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes den Ball nur mit Mühe klären konnte (14.). Wenig später brachte Eriksen die Wölfe vom Punkt in Führung: Nach einem Foul von Daniel Elfadli an Yannick Gerhardt verwandelte der Däne den fälligen Strafstoß sicher zum 1:0 (22.). Die Gäste antworteten ebenfalls per Elfmeter. Nach VAR-Überprüfung entschied Schiedsrichter Florian Exner auf Strafstoß für den HSV, den Vuskovic zum Ausgleich verwandelte (33.). In einer weiterhin hektischen Partie mit vielen Unterbrechungen blieb es bis zur Pause beim 1:1.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung zerfahren. Wolfsburg suchte nach Lücken in der Hamburger Defensive, während nun die Gäste auf Umschaltmomente lauerten. Nach einer guten Stunde gerieten die Wölfe in Rückstand: Bei einer Ecke hielt Adjetey seinen Gegenspieler im Strafraum fest, den fälligen Elfmeter verwandelte Dompe zum 1:2 (58.). Der VfL versuchte weiterhin Druck aufzubauen und kam durch Pejcinovic dem Ausgleich nahe, dessen Kopfball nach einer Ecke an den Pfosten ging (64.). Kurz vor Ende der regulären Spielzeit bot sich den Wölfen dann die Riesenchance auf das 2:2: Kento Shiogai erlief einen langen Ball von Eriksen, behauptete sich im Duell mit Torunarigha und zog anschließend auch noch an Heuer Fernandes vorbei. Kurz vor dem Abschluss versprang ihm jedoch der Ball, sodass sein Versuch aus spitzem Winkel nur am Außennetz landete (85.). Trotz aller Bemühungen der Grün-Weißen brachte der HSV seine Führung über die Zeit.

TORE

  • 1:0 Eriksen (22.): Elfadli verpasst im Strafraum den Klärungsversuch und trifft stattdessen Gerhardt am Kopf. Schiedsrichter Exner entscheidet auf Strafstoß, den Eriksen mit einem wuchtigen Rechtsschuss zentral unter die Latte verwandelt.
     
  • 1:1 Vuskovic (33.): Nach einer VAR-Überprüfung zeigt der Unparteiische erneut auf den Punkt, nachdem Jenz seinen Gegenspieler im Strafraum getroffen hat. Vuskovic tritt selbst an, Grabara ist zwar noch am Ball, kann den Versuch aber nicht entscheidend abwehren.
     
  • 1:2 Dompe (58.): Bei einer Hamburger Ecke hält Adjetey seinen Gegenspieler Vuskovic im Strafraum fest und bringt ihn zu Boden. Den fälligen Elfmeter verwandelt Dompe sicher mit einem Rechtsschuss ins linke untere Eck.

Trainerstimmen

Daniel Bauer: Wir haben sehr gut ins Spiel gefunden, die Systemumstellung hat uns gutgetan. Von Beginn an haben wir viel Druck auf den Gegner ausgeübt, relativ einfachen Fußball gespielt und dennoch gute Chancen kreiert sowie unsere Momente gehabt. Wir sind verdient in Führung gegangen und bekommen dann zwei Elfmeter gegen uns. Danach hatten wir eine sehr schwierige Phase, aus der wir uns zwar wieder herausgekämpft haben, letztlich aber das Tor nicht mehr erzielen konnten. Deshalb gehen wir am Ende des Tages als Verlierer vom Platz.

Merlin Polzin: Es war das intensive Spiel, das wir erwartet haben. Beide Mannschaften sind über viele Zweikämpfe und Duelle in der Luft ins Spiel gekommen. Trotz des Gegentreffers sind wir nach und nach immer besser reingekommen. Die Jungs haben sich freigeschwommen und waren mutig. So haben wir das Spiel am Ende verdient gewonnen, auch wenn wir in der Schlussphase noch einiges überstehen mussten.

AUFSTELLUNGEN UND STATISTIKEN

VfL Wolfsburg: Grabara – Adjetey, Jenz (78. Arnold), Koulierakis – Bürger (60. Daghim), Souza, Belocian – Eriksen, Gerhardt (60. Majer) – Pejcinovic (69. Shiogai), Lindström (60. Amoura)

Ersatz: Müller (Tor), Vavro, Kumbedi, Hensel

Hamburger SV: Heuer Fernandes – Elfadli (46. Omari), Vuskovic, Torunarigha – Mikelbrencis (86. Gocholeishvili), Lokonga, Remberg, Muheim – Otele (67. Vieira), Königsdörffer (77. Downs), Dompe (67. Poulsen)

Ersatz: Tangvik (Tor), Glatzel, Balde, Stange

Tore: 1:0 Eriksen (22., FE), 1:1 Vuskovic (33., FE), 1:2 Dompe (58., FE)

Gelbe Karten: Jenz, Lindström, Adjetey, Bauer / Elfadli, Vieira, Balde

Rote Karte: Müller / -

Schiedsrichter: Florian Exner (Münster)

Zuschauer: 28.917 in der Volkswagen Arena (ausverkauft)

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