Die Wölfinnen haben das Sechs-Punkte-Spiel bei Bayer 04 Leverkusen mit 5:1 (2:0) gewonnen. Damit konnten die Grün-Weißen ihre Konkurrentinnen auf Distanz halten und lauern auf Platz zwei weiter auf den Spitzenreiter Bayern München. Nach zwei Roten Karten gegen Torhüterin Voll und Verteidigerin Turanyi zeigten sich die VfL-Frauen über das gesamte Spiel als die dominantere Mannschaft. Zu den Torschützinnen gehören Lineth Beerensteyn (48. Spielminute), Guro Bergsvand (89.) sowie Doppelpackerin Alexandra Popp traf (23. und 43.). B04-Verteidigerin Claudia Wenger erzielte den Anschlusstreffer und das Eigentor zum zwischenzeitlichen 4:1. Für die Spielerinnen des VfL Wolfsburg geht es nun in die Länderspielpause, ehe es am Samstag, 1. November, wieder in der Liga gilt. Dann empfangen die Wölfinnen um 16 Uhr die TSG 1899 Hoffenheim zum 8. Spieltag im heimischen AOK Stadion.
Personal
Cheftrainer Stephan Lerch nahm im Vergleich zur letzten Bundesliga-Partie gegen Bayern München drei Änderungen in der Startelf vor. Für Sarai Linder startete Thea Bjelde, die ihr Startelfdebüt im Wolfsburger Dress bereits am Mittwoch gegen Valerenga Oslo hatte. Außerdem rückte Kessya Bussy für Cora Zicai in die Startformation. Caitlin Dijkstra ersetzte die rotgesperrte Joelle Wedemeyer. Zudem spielte Svenja Huth, die unter der Woche aufgrund eines Infekts ausfiel, von Anfang an.
B04-Coach Roberto Pätzold stellte nach dem Nachholspiel gegen die Rivalinnen vom 1. FC Köln gleich sechsmal um: Für Friederike Repohl (Oberschenkelprobleme) stand Charlotte Voll im Tor. Estrella Merino Gonzalez und Lilla Turanyi rückten für Selina Ostermeier und Julia Mickenhagen in die Verteidigung. Das zentrale Mittelfeld wurde von Katharina Piljic und Ida Daedelow, statt Sofie Zdebel (krank) und Juliette Vidal, besetzt, Caroline Kehrer kam für Valentina Mädl in den Sturm.
Spielverlauf
Die Partie war erst 34 Sekunden alt, da hatte die Leverkusener Mannschaft bereits eine Spielerin weniger. B04-Torhüterin Voll, die Stammkeeperin Repohl ersetzte, zog vor dem Strafraum eine Notbremse gegen Lineth Beerensteyn – Rot für Voll und Freistoß für die Wölfinnen. Huth führte die Standardsituation aus und setzte den Ball nur leicht über die Querlatte (6. Spielminute). Für die nächste Torchance sorgte Bjelde aus rund 17 Metern, aber auch diese verfehlte den Kasten (12.). Die Leverkusenerinnen bekamen auch aufgrund des frühen Schocks keinen Zugriff auf das Spiel, während sich die VfL-Frauen eine Chance nach der anderen erarbeiteten. Innerhalb von zwei Minuten hatten die Frauen des VfL Wolfsburg dreimal die Möglichkeit, für die Führung zu sorgen: Erst war es Janou Levels (21.), dann Beerensteyn, die sich behauptete, um aus einem spitzen Winkel abzuziehen (22.), und schließlich Alexandra Popp (ebenfalls 22.). Eine Minute später war es erneut Popp, die nach Vorarbeit von Janina Minge diesmal mit der Hacke abschloss – mit Erfolg: die Führung für die Wolfsburgerinnen (23.). Diese ruhten sich nach dem Vorsprung nicht aus: Nachdem der Freistoß (39.) und die Flanke (41.) von Levels erst ungenutzt blieben, köpfte Popp in der 43. Minute die Flanke von Huth ins Tor. Zum Unmut der Gastgeberinnen: Der B04-Torwarttrainer Patrick Bade erhielt nach Meckern die Rote Karte und verließ den Innenraum. Für alle anderen Beteiligten ging es Minuten später auch in die Pause.































