09.10.2020
Frauen

Die Spitzenposition behaupten

Im Fernduell mit dem FC Bayern München gastieren die VfL-Frauen beim SC Freiburg.

Zur Abschluss der Englischen Woche in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga steht für die VfL-Frauen die weiteste Auswärtsfahrt der Saison auf dem Programm: Am kommenden Sonntag, 11. Oktober (Anstoß um 14 Uhr), gastieren die Wölfinnen, die durch den 4:0-Erfolg gegen den SC Sand die Tabellenführung übernommen haben, beim SC Freiburg. Mit dem sechsten Sieg im sechsten Spiel könnte das Team von Cheftrainer Stephan Lerch die Spitzenposition behaupten – sofern Konkurrent FC Bayern München sein Auswärtsspiel in Hoffenheim nicht höher gewinnt.

Kantersieg im letzten Jahr

Die grün-weiße Zwischenbilanz nach zwei von drei Partien in der Englischen Woche kann sich sehen lassen: Sechs Punkte und 8:0 Tore konnten die Wölfinnen in Leverkusen und gegen Sand verbuchen. Mit Blick auf die Chancenverwertung würde bei den Toren der Zusatz „nur“ passen, schließlich hätte allein das Heimspiel gegen den SC Sand gut und gerne 8:0 enden können. Aus Sicht des SC Freiburg ist dies wohl ein Luxusproblem, schließlich hat man im Breisgau ganz andere Sorgen: Magere vier Zähler stehen bislang auf der Habenseite beim aktuellen Tabellensiebten. Vor allem die Punktverluste im heimischen Möslestadion gegen Bayer 04 Leverkusen (1:2) und den MSV Duisburg (0:0) schmerzen. Zählbares in Vergleichen mit dem VfL Wolfsburg gab es für Freiburg zuletzt 2017, als saisonübergreifend sogar zwei Heimsiege gelangen. In der letzten Saison war der Pokalfinalist von 2019 davon weit entfernt: Mit 8:0 setzten sich ersatzgeschwächte Wölfinnen am Fuße des Schwarzwalds durch.

„Wir haben Alternativen“

Auch diesmal reisen die Gäste mit einigen personellen Sorgen im Gepäck gen Süden: Insbesondere die schwere Knieverletzung von Pauline Bremer trifft die Grün-Weißen hart. Nach ihrem Premierentreffer beim Auswärtssieg in Leverkusen zählte Bremer auch gegen Sand zu den Torschützinnen – nun ist die Saison 2020/2021 für den Neuzugang aus Manchester sehr wahrscheinlich gelaufen. Klar, dass diese Verletzung auch Thema in der wöchentlichen Presserunde war. Hier sprach Lerch über…

…seine Reaktion auf die Diagnose: Es hat mich wirklich sehr getroffen und ich habe kaum Worte dafür. Diese schwerwiegende Diagnose tut mir in erster Linie sehr leid für Pauline. Ich habe mit ihr gesprochen und natürlich ist sie sehr niedergeschlagen. Erst recht, weil wir zunächst noch die Hoffnung hatten, dass es nicht so schlimm ist. Aber gleichzeitig wirkte sie auch schon wieder kämpferisch. Wir werden sie unterstützten, so gut wie wir das können.

…die Auswirkungen der Verletzung auf die Personalsituation: Wir haben eine Herausforderung mehr, das ist klar. In Ewa Pajor und Fridolina Rolfö, zuletzt auch In Zsanett Jakabfi, haben oder hatten wir bereits einige Ausfälle von Stürmerinnen. Ich bin aber auch optimistisch, dass wir diese Herausforderung meistern werden. Wir haben in Karina Saevik, Svenja Huth, Zsanett oder Alex Popp, die ja zuletzt auch zeitweise wieder als Spitze zum Einsatz kam, durchaus Alternativen. Daher bin ich optimistisch, dass wir Paulines Ausfall intern auffangen können.

…den Gegner: Der SC Freiburg befindet sich immer noch im Umbruch. Diese Mannschaft ist nicht mehr mit jener zu verglichen, die vor drei, vier Jahren noch oben mitgespielt hat. Aber man kennt einige Spielerinnen und erkennt bestimmte Muster. Ich glaube, dass sie defensiv stehen und ihre Chancen im Umschaltspiel suchen werden. Dafür haben sie auch mit Hasret Kayikci, Sandra Starke und Stefanie Sanders entsprechende Spielerinnen.

…die eigenen Ambitionen: Wir haben im Kader zwar nicht die Breite, die wir gerne hätten, aber ich glaube, dass Freiburg Probleme bekommen wird, wenn wir das Tempo hochhalten. Auch hier gilt wieder, was schon für den SC Sand galt. Wir sind es gewohnt, Englische Wochen zu spielen, unser Gegner in dieser Form nicht.

Wölfe TV: Spieltagsquiz Freiburg

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