Bruno Labbadia.
29.03.2018
Männer

„Die Situation annehmen“

Die Wölfe sind am Samstagabend bei Hertha BSC zu Gast.

Bruno Labbadia.

Nach dem Abschluss der Länderspielpause sind alle VfL-Nationalspieler wieder heil zurückgekehrt, um sich nun in den verbleibenden zwei Tagen vor dem Auswärtsspiel bei Hertha BSC (Samstag, 31. März, Anstoß 20.30 Uhr) gemeinsam mit den Mannschaftskollegen intensiv vorzubereiten. Ob die Zeit für die derzeit noch angeschlagenen Robin Knoche und Josuha Guilavogui reicht, um in der Hauptstadt in der Startelf zu stehen, bleibt noch abzuwarten. VfL-Cheftrainer Bruno Labbadia gab am Donnerstag auf der obligatorischen Pressekonferenz einen Überblick über…

…die Personallage: Robin Knoche werden wir heute vor dem Training testen. Josh Guilavogui ist einen Schritt weiter, arbeitet seit gestern bereits wieder mit dem Ball. Da gibt es aber auch noch keine Garantie, was den Einsatz angeht. Felix Uduokhai und Ignacio Camacho haben seit zwei Wochen mit der einen oder anderen Verschnaufpause ordentlich mittrainiert. Wir werden es nicht schaffen, dass die beiden in zwei Wochen das aufholen, was sie über Monate verloren haben. Aber es ist auf alle Fälle gut, dass sie dabei sind. Und wenn wir sie punktuell brauchen, dann müssen sie eben auch ins kalte Wasser geworfen werden. Obwohl sie noch nicht auf dem gewohnten Niveau, auf 100 Prozent sein können. Man muss die Situation annehmen und sollte Robin ausfallen, hätten wir nur noch einen Innenverteidiger übrig – plus Felix. Dann müssen wir die Entscheidung auch aus dem Gefühl heraus fällen. Er ist auf jeden Fall eine Alternative.

…den Gegner Hertha BSC: Viele Tore wie beim 3:3-Hinspiel passen eigentlich nicht zu Hertha – wenn man sieht, wie diszipliniert sie arbeiten. Man merkt, dass dort eine eingespielte Mannschaft steht, die in den letzten Jahren immer nur punktuell verstärkt wurde. Viele Mechanismen und Automatismen greifen ineinander. Das machen sie sehr ordentlich. Wir wissen relativ gut, was auf uns zukommt.

…die Länderspielrückkehrer: Wichtig ist, dass die meisten zum Einsatz gekommen sind und vor allem, dass sie gesund zurückgekommen sind. Die späte gestrige Rückkehr einiger Nationalspieler wie Josip Brekalo ist der Hauptgrund, warum wir die heutige Einheit auf 18 Uhr gelegt haben. Nach langen Tagen haben die Nationalspieler so die Möglichkeit, den Vormittag etwas freier zu gestalten. So gewinnen wir ein paar Stunden – auch für auslaufen und Pflege.

…die Trainingseindrücke der letzten Woche: Es war gut für die Spieler, die da waren. Vor allem in der ersten Woche konnten wir viel für die Belastung machen, danach aber auch etwas für die Entlastung. Zum Fußball gehört beides. Dazu hatten wir auch noch ein positives Ergebnis in Berlin, ein guter Abschluss der ersten Woche.

…die richtige Trainingssteuerung und Ansprache in der schwierigen Situation: Wir haben der Mannschaft einen gewissen Rahmen gegeben und Dinge eingefordert. Gleichzeitig ist es ganz klar in so einer Situation, dass die Spieler nicht vor totalem Selbstvertrauen strotzen. Vor dem Schalke-Spiel haben wir die erste gemeinsame richtige Trainingswoche gehabt. Das Ergebnis war dann leider nicht so, wie wir es gerne gehabt hätten. Aber die Art und Weise, wie wir dort aufgetreten sind, die war gut. In der jetzigen Phase muss das nun eine Selbstverständlichkeit werden, so aktiv und kompakt aufzutreten. Nach dem Schalke-Spiel haben wir uns also vorgenommen, genau da weiterzumachen. Das haben wir getan und sind über intensive Arbeit gekommen. Zum großen Teil konnten wir das auch umsetzen – wenn auch nur mit Teilen der Mannschaft. Auf der anderen Seite gibt es auch immer wieder Gespräche, die man führt – auch mit den Spielern, die jetzt zurückgekommen sind.

…die derzeitige Torflaute: Bei Abläufen in der Offensive gehört eine Kreativität dazu, auch eine gewisse Leichtigkeit. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Es gibt manchmal Situationen als Torjäger, wo man selbst nicht weiß, warum man immer das Tor trifft. Und dann gibt es halt Phasen, wo du denkst: Du machst doch eigentlich alles. Das heißt: Man kann sich das leider nur im Training erarbeiten, anders geht es nicht. Dann gehört ein gewisses Quäntchen Glück dazu, dass im Spiel mal der eine oder andere Ball reingeht. Dieses Glück muss man sich in dieser Phase also erarbeiten.

…die Dreierkonstellation Bazoer, Guilavogui und Arnold in der Zentrale beim Schalke-Spiel: Das war von Anfang an für uns ein Thema, weil wir gewisse Spielertypen dafür sehen. Andererseits haben wir auch zwei Zehner – eine Variante, für die wir uns am Anfang entschieden hatten. Jetzt muss man sehen, was im Moment am besten passt. Wobei Yunus Malli und auch Daniel Didavi nicht nur im Zentrum spielen können, sondern auch auf den Außenpositionen, die sie dann auf ihre Art interpretieren müssen. System hin oder her, die Frage ist vielmehr: Wie füllt man es aus?

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