Der Trainer der Frauenmannschaft des VfL Wolfsburg Stephan Lerch mit van de Sanden und Goeßling beim Training.
15.12.2020
Frauen

Die Königsklasse ist zurück

Die VfL-Frauen treffen im UWCL-Sechzehntelfinal-Rückspiel auf ZFK Spartak Subotica.

Der Trainer der Frauenmannschaft des VfL Wolfsburg Stephan Lerch mit van de Sanden und Goeßling beim Training.

Auf den Tag genau 14 Monate nach dem letzten Heimspiel in der UEFA Women’s Champions League ist die Königsklasse des europäischen Frauenfußballs zurück in Wolfsburg: Am morgigen Mittwoch, 16. Dezember (Anstoß um 18 Uhr), treffen die VfL-Frauen im Sechzehntelfinal-Rückspiel auf den serbischen Serienmeister ZFK Spartak Subotica. Das Hinspiel konnte der zweimalige Champion mit 5:0 für sich entscheiden. Wer die Partie verfolgen möchte, kann zwischen zwei Varianten wählen: Live und in voller Länge läuft das Spiel nur bei Wölfe TV – erneut mit Co-Kommentatorin Alexandra Popp an der Seite von Felix Janoschek. SPORT1 übertragt eine Konferenz zusammen mit der Partie des FC Bayern München gegen Ajax Amsterdam, wobei die erste Hälfte im TV, die zweite dann im Stream zu sehen sein wird.

Strikte Hygienebedingungen

Am 16. Oktober 2019 setzten sich die Wölfinnen im AOK Stadion mit 6:0 gegen den FC Twente durch. Eine Woche später, nach dem 1:0 im Rückspiel, war das Viertelfinal-Ticket in der UEFA Women’s Champions League gelöst und die Planungen für die Partien gegen den FC Barcelona im März 2020 konnten beginnen. Und dann kam Corona. Ausgerechnet am ersten Tag des neuerlichen „harten“ Lockdowns in Deutschland klingt nun also wieder die Champions-League-Hymne im Allerpark. Ohne Zuschauer natürlich und unter strikten Hygienebedingungen. Neben den üblichen Testungen mussten sich die Spielerinnen bereits vor dem heutigen Abschlusstraining auch wieder Temperaturmessungen unterziehen. Im Vordergrund steht aber, dass – im Gegensatz zum Frühjahr – überhaupt gespielt werden kann. Und so bleibt zumindest die Hoffnung, dass die weiteren Partien im neuen Jahr wieder mit Zuschauern ausgetragen werden können.

„Gute Atmosphäre mitnehmen“

Dass die Wölfinnen zum neunten Mal in Folge in einem Achtelfinale dabei sein werden, ist freilich noch nicht sicher. Ernsthaft gefährdet sollte die Qualifikation für die nächste Runde allerdings auch nicht mehr sein – zu deutlich die Vorlage aus dem Hinspiel und die qualitative Überlegenheit des Kaders. Und auch logistisch gibt es deutliche Unterschiede: So sind die Gäste aus dem Osten Serbiens mit dem Bus angereist. Für die VfL-Frauen geht es, trotz aller positiven Vorzeichen, darum, einen weiteren Sieg zu realisieren. Zsanett Jakabfi bringt es im aktuellen „Wölfinnen kompakt“ auf den Punkt: „Uns hat in all den Jahren, die ich nun schon das grün-weiße Trikot trage, immer ausgezeichnet, dass wir jede Partie ernst nehmen, konzentriert sind und bis zum Schluss kämpfen.“ Auch für VfL-Cheftrainer Stephan Lerch kommt drei Tage nach dem klaren 5:1-Erfolg beim SV Werder Bremen in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga nicht infrage, mit weniger als hundert Prozent ins Rückspiel zu gehen. Der Coach sprach nach dem Abschlusstraining mit den Medienvertretern über…

Die Spielerinnen des VfL Wolfsburg während einer Ballübung beim Abschlusstraining.

…die Stimmung im Team: Die Laune ist gut, auch wenn es während des Abschlusstrainings geregnet hat. Diese Atmosphäre wollen wir natürlich mitnehmen ins Spiel, wobei es nicht allein um Spaß gemeint. Fokussierung und Konzentration gehören natürlich auch dazu, schließlich wollen wir die Aufgabe bestmöglich lösen.

…die Personalsituation: Lara Dickenmann hat weiterhin muskuläre Probleme. Sie wird weder morgen noch am Wochenende in Essen zum Kader gehören. Gerade bei muskulären Verletzungen muss man kein Risiko eingehen, daher geben wir ihr die Zeit. Ansonsten stehen alle anderen Spielerinnen – abgesehen von den Langzeitverletzten – zur Verfügung.

…eine mögliche Rotation: Wir haben nach wie vor eine angespannte Kadersituation, sodass wir unsere Kräfte bündeln müssen. Dennoch haben wir aber noch Spielerinnen zur Verfügung, die sich in solchen Partien zeigen können. Diejenigen, die in den letzten Wochen viel gespielt haben, müssen nicht unbedingt in der Anfangsformation stehen. Wir werden unsere gute Ausgangsposition nutzen. Fest steht, dass jene Spielerinnen, die auf dem Platz stehen, alles raushauen werden – darüber mache ich mir überhaupt keine Sorgen.

…die lange Anreise der Gäste: Es wäre für alle beteiligten Teams gut, wenn sie sich Teams wie Subotica besser auf solche Spiele vorbereiten könnten. Dazu ist nicht allein finanzielle Unterstützung nötig, auch in anderen Bereichen könnte man da weiterhelfen. Aber so eine Anreise ist schon heftig – da wäre eine Anreise mit dem Flugzeug einfach besser und auch professioneller. Es wäre wünschenswert, wenn der Frauenfußball diesbezüglich einen weiteren Schritt nach vorne machen könnte.

Livestream Mittwoch ab 18 Uhr

Der Spieltagsflyer als eMag


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