Karina Saevik vom VfL Wolfsburg in einem Zweikampf mit zwei Gegenspielerinnen.
15.04.2021
Frauen

Die Hausaufgaben machen

In der FLYERALARM Frauen-Bundesliga treffen die VfL-Frauen auf den SC Freiburg.

Karina Saevik vom VfL Wolfsburg in einem Zweikampf mit zwei Gegenspielerinnen.

Bei den Frauen des VfL Wolfsburg rechnet man in dieser Saison in Etappen – das hatte VfL-Cheftrainer Stephan Lerch vor dem Start in die Spielzeit verkündet. Um in diesem Bild zu bleiben: Nach einer spektakulären letzten Etappe mit dem Ausscheiden in der UEFA Women’s Champions League und dem erfolgreichen DFB-Pokal-Halbfinale stehen nun wieder zwei vermeintlich leichtere Aufgaben an: Los geht es am kommenden Sonntag, 18. April (Anstoß um 14 Uhr/live auf Magenta Sport), mit einem Heimspiel in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga gegen den SC Freiburg. Doch Vorsicht ist geboten: Beim 1:1 in der Hinrunde erwies sich der aktuelle Tabellensechste als Stolperstein.

Remis wiegt schwer

Die Schlussphase des Hinspiels ist den Wölfinnen alles andere als in guter Erinnerung, schließlich lief nach der verdienten Führung von Joker Zsanett Jakabfi alles gegen die Gäste: Geschockt von der offensichtlich schweren Verletzung von Alexandra Popp musste die Lerch-Elf auch noch in Unterzahl weiterspielen, da das Wechselkontingent erschöpft war. Und dann sorgte Ex-Nationalspielerin Hasret Kayikci mit der letzten Aktion der Partie für den Ausgleich. Aus damaliger Sicht ein vermeintlich reparabler Ausrutscher, schließlich wurde eine Meisterschaft noch nie am sechsten Spieltag entschieden. Doch auch heute wiegt dieses Remis schwer, da sich Konkurrent FC Bayern München bislang eben noch keinen Punktverlust erlaubt hat. Für die Freiburgerinnen war es eines der wenigen Highlights einer insgesamt durchwachsenen Saison. Am besten lief es für das Team von Trainer Daniel Kraus noch im DFB-Pokal, doch hier war mit der 1:2-Niederlage im Halbfinale bei Eintracht Frankfurt Endstation. Nicht unbedingt ein Nachteil für Grün-Weiß und alle weiteren Freiburger Gegner: Die zuletzt formstarke Stürmerin Stefanie Sanders wechselte Ende März – die unterschiedlichen Saisonkalender machten es möglich – zum schwedischen Top-Klub FC Rosengard.

„Keine Wunderdinge erwarten“

Für die Nationalspielerinnen der Wölfinnen gab es nach den intensiven Wochen im März und Anfang April zwar keine Verschnaufpause, doch die Belastung in der zurückliegenden Abstellungsphase hielt sich in Grenzen. Da keine Pflichtspiele anstanden, nutzten die jeweiligen Nationaltrainer die Breite ihrer Kader. Dass gleich vier deutsche Nationalspielerinnen überhaupt nicht zum Einsatz kamen, lag bekanntlich an einer Quarantäne-Maßnahme, die inzwischen aufgehoben wurde. Somit steht Lerch – Stand jetzt – derselbe Kader wie vor der Länderspielpause zur Verfügung. Und auch sportlich gilt weiter altbekanntes: Die eigenen Hausaufgaben machen, lautet die Devise, wobei ein Seitenblick auf den FC Bayern München, der bereits am Samstag die TSG 1899 Hoffenheim empfängt, natürlich erlaubt ist. Neues gibt es derweil beim Outfit der Wölfinnen: Das Team wird auf dem Trikot erstmals für den ID.4 werben. Der Schriftzug des vollelektrischen Kompakt-SUV wird in den kommenden Wochen das Logo von Hauptsponsor Volkswagen ersetzen. Im Rahmen der wöchentlichen Medienrunde sprach Lerch über…

Stephan Lerch redet mit Ewa Pajor am Seitenrand.

…das Hinspiel: Das darf uns nicht mehr allzu sehr beschäftigen, wir halten uns ja nicht mit der Vergangenheit auf. Stattdessen wollen wir unseren Job in der Gegenwart erledigen. Fakt ist, dass uns dieses Spiel sehr ärgert. Die zwei liegengelassenen Punkte tun weh. Aber wir machen das nicht mehr zum Thema.

…den vermeintlichen Schwung aus dem Pokal-Halbfinale: Wir dürfen am Sonntag keine Wunderdinge erwarten, zumal die Spiele nach deiner Länderspielpause ohnehin immer etwas speziell sind. Wichtig ist, dass wir die einfachen Dinge machen. Aber klar haben wir das erfolgreiche Bayern-Spiel auch im Kopf. Die Stimmung in den Trainingseinheiten war sehr gut in den letzten beiden Wochen und auch die Nationalspielerinnen werden mit einem positiven Gefühl zurückkommen.

…den SC Freiburg: Es ist eine Mannschaft, die sich zu Beginn der Saison noch im Umbruch befand, da lief es auch eher holprig. Mittlerweile greifen die Automatismen, Freiburg funktioniert besonders im Kollektiv. Man kann keine zwei oder drei Spielerinnen herausheben. Aber sie sind insgesamt deutlich besser geworden, haben eine gute Struktur in ihrem Spiel.

…die Tabellenkonstellation: Der FC Bayern München hat demnächst eine hohe Belastung mit den Spielen gegen Chelsea in der Champions League und den Liga-Partien – eine eher ungewohnte Situation. Und dann geht es jetzt nach der Länderspielpause gleich gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Ich werde das zwar verfolgen, aber mich nicht am Samstag 90 Minuten vor den Fernseher setzen, um Hoffenheim die Daumen zu drücken. Auch das darf uns nicht allzu sehr beschäftigen.

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