Akademie

Die besseren Nerven

VfL-U19 zieht durch ein 5:4 nach Elfmeterschießen über den 1. FC Heidenheim ins DFB-Pokal-Halbfinale ein.

Die grün-weißen A-Junioren überwintern im DFB-Pokal. Ihr Heimspiel in der Runde der letzten Acht konnte die Elf von Interimstrainer Niklas Bräuer am Sonntagmittag im AOK Stadion gegen den 1. FC Heidenheim gewinnen. Grün-Weiß machte es dabei besonders spannend und behielt, nachdem weder in der regulären Spielzeit noch in der Verlängerung ein Treffer fallen wollte, im Elfmeterschießen die Nase vorn. Wie in der Vorsaison löste die U19 damit ein Ticket fürs Semifinale. Ausgespielt wird es im März.

Beide Tore wie vernagelt

Das erwartet enge Kräftemessen lieferten sich beide Kontrahenten von Anfang an. Heidenheim, das auch im Ligabetrieb im neuen Jahr Gegner der Grün-Weißen sein wird, ließ den Wölfen wenig Raum, zeigte sich griffig in den Zweikämpfen und hatte vor dem Seitenwechsel mehr vom Spiel. Nicht viel zu einer Gästeführung fehlte etwa bei einem Distanzversuch von Jarne Lang, der den Ball an die Querstange jagte (36.). Mit Wiederbeginn erkämpfte sich der VfL, personell mehrfach verändert gegenüber dem Auswärtssieg in Rostock, dann nach und nach ein Übergewicht, wurde auch einige Male vor dem Kasten der Gäste vorstellig. Während die Angriffe für einen Torerfolg nicht zwingend genug blieben, vergab der FCH kurz vor dem Ende noch eine Großchance. Mit einer Riesentat rettete Jakub Zielinski, der einen Kopfballversuch nach einer Ecke parierte (88.), seine Farben in die Verlängerung, in der Trevor Benedict per Kopf die beste Chance vergab (117.).

Zielinski pariert, Soylu vollendet

Da sich beide Teams ansonsten in der Extrazeit nicht mehr wehtaten, musste die Entscheidung vom Strafstoßpunkt fallen. Und hier wurde Zielinski dann erst recht zum Helden: Nachdem je die ersten vier Heidenheimer und Jungwölfe ihre Elfer versenkt hatten, bewies der Pole den richtigen Riecher und konnte den Schuss von FCH-Kapitän Maximilian Vogel parieren. Als zehnter Schütze trat daraufhin Darwin Khan Soylu an den Punkt, verwandelte sicher und bejubelte gleich darauf mit seinen Mannschaftkameraden den verdienten Einzug ins Semifinale.

„Tolle Leistung“

Niklas Bräuer: Es war eine tolle Leistung der Mannschaft, und wir sind sehr glücklich, dass wir nun im Halbfinale stehen. Die Jungs haben stark gekämpft und sind auch in schwierigen Phasen des Spiels ruhig geblieben. Das hat sich dann besonders im Elfmeterschießen gezeigt. Weil wir nichts dem Zufall überlassen wollten, haben wir das unter der Woche noch einmal gezielt trainiert. Dadurch waren wir bei den Schützen sehr sicher. Glückwunsch an die Jungs – das haben sie sich absolut verdient.

VfL Wolfsburg U19: Zielinski – Boog, Till Neininger, Angely (46. Greger) – Bürger (86. Chebil), Soylu, Hensel (105. Licht), Benedict – Mandity (82. Hint), Simic (52. Sticherling), Katz

Das Spiel in voller Länge