Die Wölfinnen nehmen sich in den Arm und feiern das erzielte Tor.
20.10.2019
Frauen

Der siebte Streich

Die Frauen des VfL Wolfsburg feiern beim 1. FFC Frankfurt den nächsten Liga-Sieg.

Die Wölfinnen nehmen sich in den Arm und feiern das erzielte Tor.

Die VfL-Frauen setzen ihre Siegesserie in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga unbeeindruckt fort: Mit dem 3:0 (2:0) beim 1. FFC Frankfurt realisierte der aktuelle Double-Gewinner bereits seinen siebten Dreier im siebten Liga-Auftritt und behauptete damit den Drei-Punkte-Vorsprung als Tabellenführer vor dem Überraschungsteam der TSG 1899 Hoffenheim. Die Tore vor 2.050 Zuschauern im Frankfurter Stadion am Brentanobad erzielten Fridolina Rolfö in ihrem Startelf-Debüt in der Liga, Pernille Harder per Foulelfmeter sowie eine Frankfurter Eigentorschützin. Getrübt wurde der Sieg durch das verletzungsbedingte Ausscheiden von Alexandra Popp, die sich eine noch nicht näher diagnostizierte Fußverletzung zuzog. Auch Rolfö bekam einen Schlag aufs Sprunggelenk ab. Weiter geht’s für die Grün-Weißen am kommenden Samstag, 26. Oktober (Anstoß um 13 Uhr/live auf MagentaSport), wenn die SGS Essen ihre Visitenkarte im AOK Stadion abgibt.

Zwei Änderungen

Die Verletztenliste umfasste – wie schon am vergangenen Mittwoch beim 6:0-Erfolg gegen den FC Twente im UWCL-Achtelfinal-Hinspiel – sechs Spielerinnen: Ohne Lara Dickenmann, Sara Doorsoun, Svenja Huth, Kristine Minde, Ewa Pajor und Almuth Schult war der VfL-Tross in die Bankenmetropole gereist. Entsprechend eingeschränkt war der Spielraum für personelle Veränderungen: Im Vergleich zum Twente-Spiel rückten Claudia Neto und Rolfö für Ingrid Engen und Joelle Wedemeyer in die Startformation.

VfL-Spielerin Fridolina Rolfö schießt den Ball weg.

Schock durch Popps Verletzung

Die Frankfurterinnen begannen mutig und suchten von Beginn an auch immer den Weg nach vorne. So entwickelte sich zunächst eine offene Partie mit relativ ausgeglichenen Spielanteilen. Die erste nennenswerte Chance für die Wölfinnen nach einer Viertelstunde: Harder köpfte nach Flanke von Sara Gunnarsdottir ans Außennetz. Fünf Minuten später setzte die Dänin einen Kopfball knapp übers Tor. Eine Schrecksekunde dann in der 27. Minute: Nach einem Pressschlag bei einem Torschuss musste Popp behandelt und wenig später durch Anna Blässe ersetzt werden. Keine Frage: Ein Schock, den die Teamkolleginnen erst einmal verarbeiten mussten. Und das gelang: In der 38. Minute köpfte Rolfö nach Flanke von Gunnarsdottir zum 1:0 ein. Noch vor der Pause erhöhte Harder per Foulelfmeter – sie war selbst gefoult worden – auf 2:0 (42.). Ein verdienter Pausenstand, da die Grün-Weißen das Geschehen nach ausgeglichenem Start deutlich dominiert hatten.

Unspektakuläre zweite Hälfte

Die zweite Hälfte begann mit einer tollen Einzelaktion von Rolfö, die zwei Gegenspielerinnen aussteigen ließ und das Leder dann an den Pfosten zimmerte (47.). Der dritte Treffer fiel dann in der 53. Minute, als Frankfurts Sophia Kleinherne einen Schuss von Rolfö unglücklich abfälschte. In der Folge ließen die Gäste Ball und Gegner laufen, einige Tormöglichkeiten inbegriffen. Da es den Frankfurterinnen kaum noch gelang, eigene Angriffe bis in die gefährliche Zone vorzutragen, sahen die Zuschauer in Frankfurt-Rödelheim eine weitestgehend unspektakuläre zweite Hälfte, in der auch Rolfö noch verletzt vom Platz musste (Schlag aufs Sprunggelenk). Der siebte Saisonsieg von Grün-Weiß war da schon längst in trockenen Tüchern. Unter dem Strich ein weiterer hochverdienter Dreier, der von Popps Verletzung getrübt wurde.

Lena Goeßling und FFC-Spielerin Laura Freigang springen in die Luft, um den Kopfball zu gewinnen.

„Wir haben uns sehr reif präsentiert“

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch: In die Freude über den Sieg mischt sich die Sorge über unsere verletzten Spielerinnen. Wir sind schon dezimiert angereist und ich kann nur hoffen, dass Alexandra Popp und Fridolina Rolfö schnell wieder auf den Beinen sind. Ich bin heute unheimlich stolz auf die Mannschaft, die den Kampf auf einem schwer bespielbaren Untergrund angenommen hat. Der Platz war sehr tief, wir haben häufig zwei oder drei Kontakte gebraucht. So hat es etwa 20 Minuten gebraucht, bis wir ins Spiel gekommen sind, aber dann haben wir uns sehr reif präsentiert und die Partie sehr souverän zu Ende gespielt. Wir haben kaum Chancen zugelassen und waren, zumindest in Ansätzen, immer wieder gefährlich. Unter dem Strich eine wirklich gute Leistung gegen einen diszipliniert agierenden Gegner.“

VfL Wolfsburg: Lindahl – Maritz, Goeßling, Janssen, Rauch – Jakabfi (75. Wolter), Neto (59. Engen), Gunnarsdottir, Rolfö – Popp (32. Blässe), Harder

Tore: 0:1 Rolfö (38.), 0:2 Harder (42./Foulelfmeter), 0:3 Kleinherne (53./Eigentor)

Schiedsrichterin: Christina Biehl (Siesbach)

Zuschauer: 2.050 am Sonntagnachmittag im Stadion am Brentanobad

Gelbe Karten: Aschauer / Popp


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