Die Wölfinnen jubeln gemeinsam auf dem Platz nach dem Tor gegen Hoffenheim.
14.02.2021
Frauen

Den Verfolger distanziert

Die VfL-Frauen gewinnen ihr Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim mit 1:0.

Die Wölfinnen jubeln gemeinsam auf dem Platz nach dem Tor gegen Hoffenheim.

Die Hürde am 13. Spieltag der FLYERALARM Frauen-Bundesliga war hoch – für die Frauen des VfL Wolfsburg allerdings nicht zu hoch: Der aktuelle Double-Gewinner setzte sich im Heimspiel gegen die zuvor siebenmal in Folge siegreiche TSG 1899 Hoffenheim mit 1:0 (0:0) durch und vergrößerte den Abstand zum direkten Verfolger auf nun neun Punkte. Im Titelrennen bleibt hingegen alles wie gehabt: Die zweitplatzierten Wölfinnen rangieren weiterhin fünf Zähler hinter Tabellenführer FC Bayern München, der mit 7:0 gegen den SV Werder Bremen gewann. Bei frostigen Temperaturen im AOK Stadion erzielte Svenja Huth das Tor des Tages. Nach der nun anstehenden Länderspiel-Unterbrechung sind die VfL-Frauen Anfang März zunächst in der UEFA Women’s Champions League gefordert, ehe es in der Liga am Sonntag, 7. März (Anstoß um 14 Uhr), mit einem Heimspiel beim SV Meppen weitergeht. 

Popp zurück in Startelf

Im Vergleich zum hart umkämpften 3:2-Erfolg gegen den 1. FFC Turbine Potsdam auf schneebedecktem Untergrund nahm VfL-Cheftrainer Stephan Lerch zwei Änderungen in der Startformation vor: Für Ingrid Engen und Fridolina Rolfö kamen Zsanett Jakabfi und Alexandra Popp zum Zuge. Die Kapitänin stand zum ersten Mal nach ihrer Verletzungspause wieder in der ersten Elf. Dominique Janssen (Rückenprobleme) und Shanice van de Sanden (private Gründe) standen nicht im Spieltagskader, für Ewa Pajor kam eine Berufung ebenfalls noch zu früh. Pauline Bremer, die sich nach ihrem Eingriff am Knie in der Reha befindet, war am Mikrofon aktiv: Die Stürmerin assistierte als Co-Kommentatorin in der Live-Übertragung auf Wölfe TV.

Kaum Torszenen

Beide Mannschaften starteten konzentriert und mit dem jeweiligen Respekt vor dem Gegenüber. Konkret: Sicherer Ballbesitz war gefragt, um erst einmal in die Partie zu kommen. Zum ersten Mal leicht brenzlig wurde es in der 14. Minute, als Lena Oberdorf einen Abschluss von Nicole Billa in letzter Sekunde verhinderte. Kurz darauf parierte Katarzyna Kiedrzynek einen Schuss der künftigen Wölfin Tabea Waßmuth (16.), genauso wie acht Minuten später aus ähnlicher Position. Die Gäste agierten nun mutiger und liefen die Gastgeberinnen hoch an. In der 28. Minute brachte Popp eine Hereingabe aus halbrechter Position ins Zentrum, doch Huth fehlten wenige Zentimeter. Großchancen der Grün-Weißen ließen noch auf sich warten – auch eine von Huth ausgeführte Freistoßflanke änderte nichts daran (34.). Kurz darauf wurde ein Schuss von Rebecka Blomqvist abgeblockt (38.). Wolfsburg setzte sich nun etwas konsequenter in der gegnerischen Hälfte fest, eine echte Torchance resultierte allerdings nicht daraus. Vor dem Halbzeitpfiff wurde dann noch einmal kräftig im Strafraum des VfL „gestochert“ – ohne Folgen. Durchatmen und (Pausen-)Tee trinken.

Alexandra Popp im Zweikampf mit einer Gegenspielerin aus Hoffenheim.

Huth erlöst VfL

Die erste Chance im zweiten Abschnitt hatte Blomqvist auf dem Fuß – die Unparteiische Dr. Riem Hussein hatte nach Foul an Felicitas Rauch auf Vorteil entschieden (53.). Und dann endlich der erlösende Treffer: Nach einem Angriff über Lena Goeßling und Jakabfi war Huth am kurzen Pfosten zur Stelle und spitzelte das Leder über die Linie – 1:0 (55.). Fast wäre den Wölfinnen der Doppelschlag gelungen, doch der Kopfball von Jakabfi nach Huth-Flanke traf nur den Pfosten (58.). Und wieder der VfL: Nach einem kurz ausgeführten Freistoß und Hereingabe von Huth kam Oberdorf zum Abschluss – drüber (62.). Und wieder war die überragende Huth die Vorlagengeberin, als Blomqvist aus guter Position zum Abschluss kam (66.). Die Wolfsburgerinnen waren nun klar spielbestimmend und dem zweiten Treffer näher als die TSG dem Ausgleich. Allein: Es stand eben „nur“ 1:0 – und genau dieser Umstand verlieh dem Spiel Spannung. Unnötige Spannung aus Sicht der VfL-Fans, die via Wölfe TV dabei waren. In der 83. Minute verschoss Goeßling dann einen Strafstoß, nachdem Huth von Franziska Harsch zu Fall gebracht wurde. Das hätte die Entscheidung sein müssen! Es brannte allerdings nichts mehr an aus grün-weißer Sicht: Unter dem Strich stand ein hart erkämpfter, wenngleich aber auch verdienter Sieg im Top-Spiel.

„Wir haben Fußball gearbeitet“

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch: Wir hatten unter der Woche analysiert, dass unsere großartige Mentalität ein wichtiger Faktor beim Sieg gegen Potsdam war. Genau das haben wir uns auch für heute vorgenommen – und die Mannschaft hat es grandios umgesetzt. Es war uns bewusst, welch qualitativ spielstarke Mannschaft mit Hoffenheim auf uns zukommt – aber ebenso wissen wir ja auch um unsere Qualitäten. Und dann kann eben die Mentalität entscheidend sein, wie schon oft in Spielen gegen Hoffenheim. Und beim Tor war es eben auch eine Mentalitätsfrage, den Ball über die Linie zu drücken. Aufgrund der zweiten Halbzeit war unser Sieg letztlich verdient, in der ersten Hälfte war es sehr ausgeglichen. Ein Kompliment an meine Mannschaft, die sich nicht allein auf ihre spielerische Qualität verlassen, sondern auch Fußball gearbeitet hat. Wir haben mit großer Leidenschaft und maximaler Intensität in den Aktionen bis zum Ende agiert. Das war unter dem Strich ein wichtiger Erfolgsfaktor!

VfL Wolfsburg: Kiedrzynek – Hendrich (46. Wedemeyer), Doorsoun, Goeßling, Rauch – Oberdorf, Popp – Wolter (66. Rolfö), Huth, Jakabfi (85. Saevik) – Blomqvist (90. Svava)

TSG 1899 Hoffenheim: Tufekovic – Rall, Bühler, Specht, Naschenweng – Dongus – Waßmuth, Lattwein, Hartig (77. Harsch), Brand (77. Steinert) – Billa (81. Beuschlein)

Tor: 1:0 Huth (55.)

Schiedsrichterin: Dr. Riem Hussein (Bad Harzburg)

Besonderes Vorkommnis: Goeßling verschießt Foulelfmeter (83.)

Re-LIVE: Das Spiel in voller Länge

Wölfe TV: Highlights der Partie


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