Maximilian Arnold am Ball, neben ihm ein Spieler von Hertha BSC.
FR . 30.  MÄR . 2018
Männer

Defensivstarke Berliner

Daten und Fakten zum Auswärtsspiel bei Hertha BSC.

Maximilian Arnold am Ball, neben ihm ein Spieler von Hertha BSC.

Das Spiel der Wölfe am 28. Spieltag findet – das ist außergewöhnlich – aufgrund des Osterwochenendes an einem Samstagabend (31. März) um 20.30 Uhr statt. Außergewöhnlich war auch das Hinspiel in der Volkswagen Arena, fielen im Duell der in dieser Saison offensiv zahnlosen Grün-Weißen gegen traditionell defensivstarke Berliner beim turbulenten 3:3-Unentschieden doch satte sechs Tore. Ein halbes Dutzend Treffer hatte es zwischen den beiden Kontrahenten zuvor erst einmal gegeben (1:5-Niederlage der Grün-Weißen im März 2010). Und: Noch nie endeten beide Saisonduelle zwischen beiden Klubs remis.

Hertha fehlen zwei Heimtore zur Rekordmarke

Leicht tat sich der VfL in den vergangenen Jahren ohnehin nicht gegen die Hauptstädter. Seit vier Partien ist die Alte Dame gegen die Wölfe unbesiegt, der letzte Dreier im Olympiastadion liegt sogar gute vier Jahre zurück (2:1 im Februar 2014). Allerdings stotterte der BSC-Motor zuletzt doch für eine Weile, nach zuletzt vier sieglosen Partien in Serie (zwei Remis, zwei Niederlagen) feierten die Berliner beim 2:1 in Hamburg erst ihren zweiten Sieg in der Rückrunde (dazu fünf Remis, drei Niederlagen). Mit nun zehn Punkten Vorsprung auf den Relegationsrang hat sich Hertha dadurch allerdings wohl endgültig aller Abstiegssorgen entledigt. Hertha verhinderte durch den wichtigen Erfolg zudem einen neuen Negativrekord und erzielte nach vier Spielen in Folge und insgesamt 447 Minuten ohne Treffer mal wieder ein Tor im Oberhaus. Eine Rekordmarke positiver Art strebt der Tabellenelfte gegen die Wölfe aber auch an: Noch zwei Treffer fehlt dem Team von Pal Dardai für das 1.000ste Heimtor. Allerdings erzielten die Berliner in den letzten beiden Spielen zu Hause keinen Treffer, insgesamt warten sie seit 212 Minuten auf ein Tor im eigenen Rund.

Bloß kein Rückstand

Nun soll es gegen kriselnde Grün-Weiße klappen, sammelte der VfL im Verlaufe dieser Saison doch noch nie zuvor so wenig Zähler wie zu diesem Zeitpunkt der Saison (25). Der VfL gewann mit dem 1:0-Erfolg in Hannover am 20. Spieltag, damals noch unter Martin Schmidt, doch nur eines der vergangenen 13 Bundesligaspiele (fünf Remis, sieben Niederlagen). Neu-Coach Bruno Labbadia wartet nach vier Partien noch auf einen Sieg seines Teams. Um das zu ändern, sollten die Wölfe versuchen, im Olympiastadion nicht in Rückstand zu geraten. Bereits 15 Mal war das in dieser Spielzeit der Fall, keines der Spiele konnte man im Anschluss noch drehen (fünf Remis, zehn Niederlagen) – nur der HSV siegte ebenfalls noch nicht nach einem Rückstand. Erschwerend kommt hinzu, dass mit der Hertha mit nur sieben Gegentreffern in zehn Spielen das defensivstärkste Team der Rückrunde wartet.

Angriffsreihen stocken

Mit 25 Zählern stehen die Wolfsburger punktgleich mit den Mainzern auf Rang 15, es droht dem VfL Wolfsburg die zweite Relegation in Folge. Nur der Hamburger SV musste zuvor in zwei Jahren in Folge als Bundesligist in die Relegation (2014 und 2015) – beim zweiten Mal dort auf der Trainerbank: Bruno Labbadia. Aber Vorsicht: Durch den Kölner Sieg hat der VfL auch nur noch fünf Punkte Vorsprung auf den direkten Abstiegsplatz 17. Insbesondere in der Offensive klemmt es. In keinem der letzten neun Auswärtsspiele erzielte der VfL mehr als ein Tor, insgesamt waren es nur fünf in diesem Zeitraum. Erst einmal hatten die Wölfe in den ersten 13 Auswärtsspielen einer Bundesligasaison noch seltener getroffen als aktuell (zehn Tore).  2004/05 standen nach 13 Gastspielen sogar erst neun VfL-Tore zu Buche. Aber auch die Kreativabteilung der Hauptstädter ist keinesfalls deren Aushängeschild. Mit nur 250 Torschüssen gaben die Berliner weniger ab als jede andere Mannschaft in dieser Bundesligasaison. Dabei schießen deren Angreifer allerdings am präzisesten: 54 Prozent Schussgenauigkeit sind ligaweit unerreicht. Auch vom Elfmeterpunkt: Während der VfL in dieser Saison gleich fünf von sechs Strafstößen vergab, fanden 15 der letzten 16 Versuche der Herthaner den Weg in die Maschen.

Plattenhardt fehlt gesperrt

Als einziger Bundesligist erzielte Wolfsburg dagegen schon drei Tore durch einen direkt verwandelten Freistoß. Bei den Gastgebern fehlt deren Standardspezialist, Nationalspieler Marvin Plattenhardt, aufgrund einer Gelbsperre. Darüber hinaus stehen bei ihnen zwei Spieler unter Vertrag, die mit dem VfL die Meisterschaft 2009 feiern durften: Alexander Esswein und Peter Pekarik. Der derzeitig verletzte VfL-Innenverteidiger John Anthony Brooks schaut auf eine Berliner Vergangenheit zurück, er kam 2017 von der Hertha.

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