Akademie

Debüt in der heißen Phase

U17-Jungwölfe reisen mit Interimstrainer Jan Neuwirt zum Hamburger SV.

Mit einem neuen Taktgeber an der Seitenlinie und ohne mehrere Leistungsträger, die aktuell für ihre Nationalmannschaften im Einsatz sind, geht es für die U17 der VfL-Akademie am Samstag um 13 Uhr beim Hamburger SV zur Sache.

„Ich werde nichts verändern“

Weil Tobias Holm seit Kurzem als Co-Trainer bei den Profis aktiv ist, hat Jan Neuwirt das Kommando bei den Jungwölfen übernommen. Der gebürtige Wolfsburger ist beim VfL groß geworden: Als Nachwuchsspieler durchlief er sämtliche Altersklassen von der U14 bis zur U23 und gewann 2018/2019 mit der U23 die Regionalliga Nord. Seit Sommer 2022 ist er als Co-Trainer zurück an der Akademie – nun steht sein erstes Spiel als interimsmäßiger Cheftrainer an. 
„Die Vorfreude ist auf jeden Fall riesig. Ich kenne die Mannschaft in- und auswendig, habe die Jungs schon einige Jahre begleitet und werde nichts verändern. Wir haben als Trainerteam alles zusammen aufgebaut und ich stehe weiterhin in engem Austausch mit Tobi (Holm)“, so der 27-Jährige.

Gleichschritt an der Spitze

Dank eines späten Treffers von Elias Hernandez Soler haben die Jungwölfe am spielfreien Wochenende des 1. FC Magdeburg die Tabellenführung zurückerobert. Ein Blick auf die Tabelle sorgt nicht nur für optische Zufriedenheit, sondern unterstreicht auch die Spannung: Wolfsburg und Magdeburg marschieren im Gleichschritt, jeweils mit sechs Siegen, zwei Unentschieden, einer Niederlage und einer Tordifferenz von +12. Dahinter lauert Halle mit 17 Punkten.
Neuwirt zeigt sich davon unbeeindruckt: „Wir wollen jedes Spiel gewinnen, und diese Marschroute bleibt auch weiterhin gleich. Wenn wir unser Spiel auf den Platz bringen, bin ich sehr überzeugt davon, dass wir auch gegen den HSV gewinnen werden.“

Hamburg unter Zugzwang

Der Gastgeber aus dem hohen Norden peilt im Endspurt der Vorrunde noch einen Platz in den Top drei an, um die Qualifikation für Liga A zu erreichen. Mit 13 Punkten und vier Zählern Rückstand auf die begehrten Ränge liegt der HSV aktuell auf Platz vier. Bei nur noch drei Spielen bedeutet das: Jeder Ausrutscher könnte entscheidend sein. „Es wird ein richtig heißes Spiel. Hamburg ist sehr spielstark, hat einen enormen Offensivdrang – und sie brauchen die Punkte. Die können sie gerne an den anderen Spieltagen holen, aber nicht gegen uns“, betont Neuwirt.

Doppelter Rückenwind

Beide Mannschaften gehen mit Rückenwind in die Partie. Die Jungwölfe feierten zuletzt einen deutlichen 4:0-Erfolg in Rostock sowie einen 2:1-Sieg gegen Union Berlin. Auch der HSV präsentierte sich formstark und gewann seine vergangenen beiden Spiele gegen Rostock (3:1) und Tennis Borussia Berlin (1:0). Das Hinspiel entschied der VfL mit 2:0 für sich – damals noch mit Jan Neuwirt als Co-Trainer an der Seitenlinie.