Wenn der Februar anbricht, dann sind in der Regel die Würfel gefallen. Heißt: Das Aufgebot für die restliche Spielzeit steht. Auch bei den Grün-Weißen hat sich auf den letzten Metern am Kader noch etwas getan. Neu in der Verantwortung stand dabei Pirmin Schwegler.
Im Nachgang seiner ersten Transferperiode beim VfL Wolfsburg sprach der VfL-Sportdirektor über…
… seine Bewertung der Kaderbewegungen: Wir sind sehr zufrieden. Uns war klar gewesen, dass wir noch etwas machen wollten und haben dafür viel Zeit investiert. Natürlich kann man nie alle Ideen verwirklichen, die man entwickelt hat. Das ist immer so und wird auch in Zukunft so sein. Wichtig ist aber, dass man von dem, was man dann umsetzt, wirklich überzeugt ist. Und das ist absolut der Fall. Wir sind sehr froh über die Jungs, die jetzt da sind.
… die vermeintliche Hektik des letzten Transfertags: Grundsätzlich ist die Transferphase im Winter eine ausgesprochen schwierige. Das geht aber nicht nur uns so, sondern auch allen anderen Vereinen. Wenn es dann am letzten Tag noch zu Abschlüssen kommt, wirkt das natürlich sehr kurzfristig. Dahinter laufen aber immer längere Prozesse ab. Bei Jeanuel Belocian beispielsweise waren es mehrere Wochen der Vorarbeit. Wenn dann plötzlich eine Tür aufspringt wie in diesem Fall, dann kann es auch mal sehr schnell gehen.
… die Notwendigkeit des Handelns: Ursprünglich gab es zwar das Vorhaben, den Kader zu verkleinern. Mit Mathys Angely haben wir ja auch noch einen Spieler abgegeben. Man muss aber festhalten, dass uns bereits durch die ganze Saison ein extremes Verletzungspech begleitet: Ich denke an Cleiton, der neu zu uns kam und direkt ausgefallen ist, aber auch an Jenson Seelt, Joakim Maehle, Jonas Wind, Rogerio – man kann so viele nennen. Von daher haben wir längst kein Überangebot mehr. Es nützt aber nichts, das zu beklagen. Mit der Gruppe, die wir jetzt haben, gehen wir mit voller Power in die letzten 14 Spiele.
… die aktuelle sportliche Lage: Es ist völlig klar, dass wir nicht zufrieden sein können mit der Punkteausbeute. Die Gründe dafür sind vielfältig. Entscheidend ist, nach vorne zu schauen und nicht die Überzeugung zu verlieren. Wir müssen uns das Vertrauen in unsere Stärken über harte Arbeit zurückholen. Ich finde schon, dass die zweite Halbzeit in Köln, so enttäuschend das Ergebnis auch war, aufgezeigt hat, wie es gehen kann. Da haben wir mit hoher Intensität, mit Mut und Risiko nach vorne gespielt. Daran müssen wir gegen Dortmund jetzt anknüpfen.
… den Wunsch nach Konstanz: Köln war das beste Beispiel. Über 90 Minuten und darüber hinaus alles auf dem Platz zu lassen, was eigentlich selbstverständlich sein muss, damit haben wir uns viel zu oft in den letzten Wochen schwergetan. Wenn wir das endlich hinbekommen, haben wir definitiv die Qualität, genügend Spiele zu gewinnen und wieder in die Erfolgsspur zu kommen. Solche Phasen bergen aber immer auch die Chance, noch enger zusammenzustehen, um letztlich gestärkt daraus hervorzugehen. Dass wir genau das schaffen werden, davon bin ich fest überzeugt.


