Die Wölfinnen während des Abschlusstraining in Köln.
03.07.2020
Frauen

Das Double im Blick

Die VfL-Frauen fiebern dem DFB-Pokalfinale gegen die SGS Essen entgegen.

Die Wölfinnen während des Abschlusstraining in Köln.

Auf dem Kalender hat die Saison 2020/2021 vor zwei Tagen begonnen – für die Frauen des VfL Wolfsburg geht es am morgigen Samstag, 4. Juli (Anstoß um 16.45 Uhr/live in der ARD), aber erst einmal um das Double in der Saison 2019/2020: Nach dem souveränen Gewinn der Deutschen Meisterschaft trifft der sechsmalige Cup-Gewinner im DFB-Pokalfinale im Kölner RheinEnergieStadion auf die SGS Essen. Die Wolfsburgerinnen könnten mit einem Sieg gegen den Pokalfinalisten von 2014 Geschichte schreiben: Sechs DFB-Pokalsiege in Serie sind noch keinem Team gelungen – und demzufolge wären auch 30 aufeinanderfolgende Siegen in diesem Wettbewerb ein neuer Rekord. Seit dem gestrigen Donnerstag hält sich der VfL-Tross in der Domstadt auf. Heute fand vor dem obligatorischen Abschlusstraining auf dem Rasen des RheinEnergieStadions die offizielle Pressekonferenz mit VfL-Cheftrainer Stephan Lerch und Kapitänin Alexandra Popp statt. Der Coach der Wölfinnen sprach dabei unter anderem über…

…die personelle Situation: Alle, die hier dabei sind, sind auch einsatzfähig. Leider haben wir ja in Sara Gunnarsdottir und Kristine Minde bekanntlich zwei Spielerinnen, die dieses Highlight nicht mehr mit uns zusammen erleben können, was sehr schade ist.

…die fehlenden Zuschauer: Es ist einfach sehr schade, dass die Emotionen von den Rängen in diesem Jahr fehlen. Die Spielerinnen sind umso mehr gefragt, trotzdem Emotionen auf den Platz mitzunehmen und das Gefühl zu entwickeln, dass es sich um ein großes Spiel handelt. Das DFB-Pokalfinale in Köln ist immer ein Highlight und etwas Besonderes – dieses Jahr ist es aufgrund der Rahmenbedingungen erst recht so. Wir wollen unsere  starke Saison krönen und den zweiten Titel einfahren!

…den speziellen Charakter eines Finals: In einem Alles-oder-nichts-Spiel kann alles passieren. Auch der Kopf spielt eine entscheidende Rolle. Die Endspiele, die ich hier mit dem VfL erlebt habe, waren immer sehr eng und nur ein Fehler kann unter Umständen der entscheidende sein. Das muss man aber ausblenden. Wir haben ja schon die eine oder andere Final-Erfahrung sammeln dürfen – von daher glaube ich, dass wir ganz gut aufgestellt sind. Es ist definitiv etwas ganz anderes als ein Liga-Spiel.

…den Gegner mit der künftigen Wölfin Oberdorf: Wir achten morgen nicht allein auf Lena, wobei wir natürlich um ihre körperliche Präsenz wissen. Da müssen wir gut dagegenhalten. Essen hat eine hohe Qualität im Kader, vor allem im Offensivbereich. Für uns geht es darum, das Spiel mit dominantem Fußball selbst zu bestimmen und alles daranzusetzen, unsere PS auf die Straße zu bringen. Wenn uns das gelingt, bin ich sehr optimistisch, dass wir uns am Ende durchsetzen werden.

Fakten rund ums Finale

  • Nach der Premiere in den neuen Heimtrikots beim 5:0-Erfolg gegen Bayer 04 Leverkusen kommt in Köln erstmals der neue VfL-Auswärtsdress zum Einsatz.

  • Trotz der durch das Hygienekonzept des DFB eingeschränkten Kapazitäten wird Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg ebenso zu Gast im RheinEnergieStadion sein wie die VfL-Geschäftsführer Dr. Tim Schumacher und Michael Meeske.

  • Die Siegerehrung wird nicht auf dem Rasen, sondern im Tribünenbereich stattfinden – die weiße Ehrungstribüne steht hinter dem linken Tor. Im Gegensatz zu den Ehrungen in den Bundesligen am letzten Wochenende wird es auch wieder eine „Konfetti-Kanone“ geben.

  • Für die ARD ist das bewährte Frauenfußball-Duo Claus Lufen (Moderator) und Nia Künzer (Expertin) vor Ort. Es kommentiert Stephanie Baczyk.


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