Die 14 Erstligisten des deutschen Frauenfußballs organisieren sich gemeinschaftlich.
Der VfL Wolfsburg hat ebenso wie der 1. FC Union Berlin, der SV Werder Bremen, die SGS Essen, Eintracht Frankfurt, der SC Freiburg, der Hamburger SV, die TSG 1899 Hoffenheim, Carl Zeiss Jena, der 1. FC Köln, RB Leipzig, Bayer Leverkusen, der FC Bayern München und der 1. FC Nürnberg den Frauen-Bundesliga FBL e.V. gegründet. Die gemeinschaftliche Organisation der Erstliga-Clubs ist gleichbedeutend mit dem gemeinsamen Entschluss, die Zukunft des deutschen Frauenfußballs aktiv nachhaltig zu gestalten, Potenziale zu entfalten und durch signifikante Investitionen die Strukturen maximal zu professionalisieren.
Dreiköpfiges Präsidium
Der neugegründete Frauen-Bundesliga FBL e.V. hat im Gründungsakt gemäß der verabschiedeten Satzung ein dreiköpfiges Präsidium gewählt, dem eine ebenfalls gewählte Präsidentin vorsteht. In das Amt der Präsidentin wurde Katharina Kiel (Eintracht Frankfurt) gewählt. Das Präsidium, das die Interessen des Clubverbandes maßgeblich vertreten wird, komplettieren die 1. Vize-Präsidentin Veronica Saß (FC Bayern München) und der 2. Vize-Präsident Florian Zeutschler (SGS Essen). Im Anschluss an den Gründungsakt fand darüber hinaus die erste konstituierende Sitzung des neugegründeten Frauen-Bundesliga FBL e.V. mit den Vertreterinnen und Vertretern aller Gründungsclubs statt. Mit der Gründung nehmen der Ligaverband und sein Präsidium die Arbeit auf und setzen den angestoßenen Prozess zur Zukunft der Frauen-Bundesliga in neuer Funktion fort.
„Sichtbares Bekenntnis der Clubs“
Ralf Kellermann, Direktor Frauenfußball VfL Wolfsburg: „Die Gründung des Frauen-Bundesliga FBL e.V. ist ein konsequenter Schritt und zugleich ein sichtbares Bekenntnis der Clubs zur weiteren Professionalisierung des deutschen Frauenfußballs. Wir haben in den vergangenen Jahren maßgebliche Entwicklungsarbeit geleistet – auf und neben dem Platz. Dieser Verband gibt uns nun den organisatorischen Rahmen, die Liga sportlich noch stabiler, leistungsstärker und langfristig wettbewerbsfähiger zu gestalten. Auch wenn die Gründung zunächst ohne den DFB erfolgt, wäre es sehr zu begrüßen, wenn wir den eingeschlagenen Weg künftig gemeinsam fortsetzen könnten.“
„Transparent, zukunftsweisend und gemeinschaftlich“
Dr. Tim Schumacher, Geschäftsführer VfL Wolfsburg: „Die Clubs tragen im täglichen Betrieb den Großteil der infrastrukturellen, organisatorischen und administrativen Verantwortung – von der Talententwicklung bis hin zu den Stadion- und Trainingsbedingungen. Durch den FBL e.V. schaffen wir eine gemeinsame Plattform, um diese Aufgaben noch effizienter zu koordinieren und die Standards für eine moderne Profi-Liga noch professioneller weiterzuentwickeln. Die neue Verbandsstruktur ermöglicht uns, wichtige Zukunftsthemen transparent, zukunftsweisend und gemeinschaftlich zu gestalten – eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass der Frauenfußball nachhaltig wachsen kann.“
„Ein entscheidender Meilenstein“
Michael Meeske, Geschäftsführer VfL Wolfsburg: „Mit der Gründung des FBL e.V. entsteht erstmals eine eigenständige, unternehmerisch denkende Interessenvertretung der Erstligisten – ein enormer Fortschritt für Vermarktung, Markenbildung und Sichtbarkeit der Liga. Die Clubs leisten bereits heute einen wesentlichen Teil der Wertschöpfung im Frauenfußball. Künftig können wir unsere wirtschaftlichen Potenziale noch gezielter bündeln und aktiv weiterentwickeln. Unser Anspruch ist, die Frauen-Bundesliga als starke, begeisternde und relevante Marke im deutschen und internationalen Sportumfeld zu positionieren. Der FBL e.V. ist dafür ein entscheidender Meilenstein.“