SA . 26. 08. 2017
Männer

Cleverer Dreier

Wölfe gewinnen im ersten Auswärtsspiel der Saison bei Eintracht Frankfurt mit 1:0.

Der VfL Wolfsburg hat im zweiten Einsatz der neuen Saison die ersten drei Punkte eingefahren. Im Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt siegte die Elf von Andries Jonker am Samstagnachmittag durch ein Tor von Daniel Didavi mit 1:0 (1:0). Vor 46.000 Zuschauern sah sich der VfL vor allem in der ersten Halbzeit einer druckvollen Heimelf gegenüber, traf in Frankfurts bester Phase jedoch per Konter ins Netz (22. Minute) und konnte die Führung mit einer geschlossenen Leistung bis zum Schlusspfiff verteidigen. In der Tabelle verbesserten sich die Grün-Weißen für den Moment auf Platz zehn.

Debüt für Tisserand

Eine Woche nach dem Minusstart gegen Borussia Dortmund stellte der Chefcoach seine Mannschaft auf vier Positionen um. Für die erkrankten Jakub Blaszczykowski und Kaylen Hinds rückten Josuha Guilavogui und Nany Landry Dimata ins Team. Ebenfalls neu in der Startelf standen Maxi Arnold und Neuzugang Marcel Tisserand, der damit seinen Einstand im VfL-Trikot gab.

Abgezocktes Tor durch Didavi

In der reichlich zähen Anfangsviertelstunde war vor beiden Toren kaum etwas los. Die einzige Ausnahme machte Arnold, dessen direkt geschossenen Freistoßball Lukas Hradecky entschärfte (9.). Plötzlich, ab Minute 20, kam dann aber richtig Musik ins Spiel. Erst parierte Koen Casteels einen Kopfball Mijat Gacinovics, woraufhin Sebastian Haller die folgende Ecke um ein Haar zur Frankfurter Führung nutzte (22.). Vom Innenpfosten prallte sein Kopfball jedoch in den Strafraum zurück, woraufhin die Wölfe einen deshalb schon sehenswerten Konter fuhren, weil er mit beeindruckender Kälte vorgetragen war: Über rechts tankte sich Guilavogui durch und legte in die Mitte auf Didavi, der aus kurzer Entfernung zuschnappte – das erste Saisontor für die Grün-Weißen (22.)!

Packendes Hin und Her bis zur Pause

Frankfurt, mit einem 0:0 in Freiburg in die Liga gestartet, suchte sofort nach einer Antwort, musste indes aufpassen, dass die Wölfe nicht nachlegten. Dimata und im zweiten Versuch Mario Gomez brachten die Kugel aber nicht ins Netz (24.). Auf der anderen Seite meldete sich wieder Haller (27.), ehe im nächsten Angriff Kevin-Prince Boateng vorstellig wurde. Ignacio Camacho, diesmal in der Innenverteidigung aufgeboten, brachte Eintrachts neuen Stürmer im Strafraum zu Fall. Nachdem der Unparteiische jedoch schon auf den Punkt gezeigt hatte, vergewisserte er sich per Videobeweis und entscheid richtigerweise auf Abseits (28.). Bis zur Pause drückte die Heimmannschaft weiter und kam durch Gacinovic (40.), Haller (41.) und Jonathan de Guzman (44.) zu weiteren Abschlüssen. Ein schneller Gegenzug brachte auch Gomez noch einmal in gute Position. Als ebenfalls in der Nachspielzeit aber Gacinovic erneut für die Eintracht ans Metall traf (45.+1), war am Ende eines spektakulären ersten Durchgangs klar, dass es trotz eines im Vergleich zur Vorwoche wesentlich verbesserten Auftritts eher die Jonker-Elf war, der der Pausenstand schmeichelte.

Wölfe bremsen Eintracht aus

Wieder besseren Zugriff aufs Spiel zu finden, dafür arbeiteten die Wölfe gleich nach Wiederbeginn. Zunächst war Grün-Weiß auch das aktivere Team. Anders als der VfL spielte Frankfurt seine Angriffe aber häufiger zu Ende. Nachdem gerade noch Tisserand stark gegen Haller geklärt hatte, kam sofort danach de Guzman zu einer großen Ausgleichschance, scheiterte aus elf Metern per Aufsetzer aber an Casteels (55.). In der Folge gelang es den Gästen immer besser, Tempo aus dem Spiel zu nehmen und die Wucht der Frankfurter Attacken damit zu mildern. Weiterhin sahen die 46.000 ein wahnsinnig intensives Spiel mit einer Heimelf, die an ihren vergeblichen Investitionen zunehmend verzweifelte und einem geschlossenen auftretenden und inzwischen klug verwaltenden VfL.

Führung geschlossen verteidigt

Die Schlussphase: Die Elf von Nico Kovac warf nach wie vor alles nach vorn, kam gegen die tief stehende grün-weiße Defensive aber immer seltener in gefährliche Positionen. In einem der wenigen Entlastungsangriffe brachte Gomez den eingewechselten Yunus Malli in Position. Dass der Deutschtürke die gute Chance auf die Vorentscheidung ausließ (81.), war in dieser Phase ärgerlich, fiel letztlich aber nicht weiter ins Gewicht. Denn als auch die vier Minuten Nachspielzeit überstanden waren, hatte sich der VfL Wolfsburg keineswegs unverdient die ersten Punkte der neuen Spielzeit erkämpft.

Eintracht Frankfurt: Hradecky – Abraham, Hasebe, Falette – Chandler, Fernandes (65. Hrgota), Willems (78. Tawatha) – de Guzman (72. da Costa), Gacinovic – Haller, K.-P. Boateng

VfL Wolfsburg: Casteels – Tisserand, Camacho, Knoche (78. Uduokhai) – Verhaegh, Gerhardt – Guilavogui, Arnold – Dimata (51. Bazoer), Didavi (72. Malli) – Gomez

Tor: 0:1 Didavi (22.)

Gelbe Karten: Chandler, Fernandes, Hrgota / Bazoer

Zuschauer: 46.000 am Samstagnachmittag in der Commerzbank-Arena

Schiedsrichter: Benjamin Cortus (Röthenbach a.d. Pegnitz) 

Stimmen zum Spiel

Das Video mit den Stimmen zum Spiel gegen Frankfurt gibt es hier auf Wölfe TV.

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