Die U20-Frauen des VfL haben am elften Spieltag der 2. Frauen-Bundesliga eine herbe Niederlage einstecken müssen. Am Sonntag unterlagen sie beim 1. FSV Mainz 05 im Bruchwegstadion mit 1:7 (1:5). Damit befinden sich die Jungwölfinnen unverändert auf Rang zehn, haben allerdings ein Spiel mehr absolviert als die direkten Verfolger aus München und Potsdam.
Sechs Tore in einer Halbzeit
Die Gastgeberinnen dominierten die Partie von Beginn an: So dauerte es gerade einmal drei Minuten, bis eine nicht sauber geklärte Flanke dazu führte, dass Akari Kurishima den Ball zur 1:0-Führung für die Mainzerinnen einschob. Rund zehn Minuten später setzte sich bei den Niedersächsinnen Weronika Arasniewicz hervorragend im gegnerischen Strafraum durch und scheiterte knapp an der Keeperin. Den Abpraller verwandelte Linnea Saelen souverän zum 1:1-Ausgleich. Der Zwischenstand hielt jedoch nicht lange: In kurzen Abständen erhöhten die Gastgeberinnen durch Tore von Chiara Bouziane (18.), Emma Junold (26.), Kara Bathmann (29.) und Vital Kats (38.) zum 1:5-Halbzeitstand aus Wolfsburger Sicht. Nach der Pause legte Vital Kats mit zwei weiteren Treffern in der 61. und 79. Minute für ihren Hattrick nach und sorgte damit für den 1:7-Endstand der Partie.
„Dachten, wir sind weiter“
U20-Cheftrainer Daniel Kraus: „Mainz hat es gut und effektiv gemacht. Wir hatten viele technische Fehler, haben im Kopf zu langsam geschaltet und kein gutes Stellungsspiel an den Tag gelegt. Wenn wir nicht alle am Limit arbeiten und dann auf einen guten Gegner treffen, kann es zu solch hohen Ergebnissen kommen.“ Gerade weil sich die Jungwölfinnen nach dem schweren Saisonstart bis zum zehnten Spieltag in einer guten Phase befanden, ist die Enttäuschung groß: „Wir dachten, wir sind ein Stück weiter, was wir nach gestern nachweislich nicht sind“, betont Kraus.
Personelle Situation
Im Vergleich zur Partie gegen Andernach musste Kraus sowohl auf Maja Zielinska, die eine Muskelverletzung am hinteren Oberschenkel plagt, als auch auf Anny Kerim-Lindland verzichten, die beim 3:1-Sieg der Wölfinnen gegen Leipzig Einsatzminuten sammelte. Dafür konnte Sophia Kleinherne erstmals nach ihrer Verletzung wieder eine Halbzeit spielen und die Partie nutzen, um zurück ins Spielgeschehen zu finden. „Wir freuen uns, dass sie bei uns gespielt hat, wissen aber auch, dass wir nach der langen Verletzung nicht direkt große Erwartungen haben dürfen“, erklärt Kraus. Als Nächstes empfangen die U20-Frauen des VfL am Sonntag, 7. Dezember (Anstoß um 14 Uhr), den VfB Stuttgart, der aktuell auf dem zweiten Tabellenplatz steht.


