VfL Wolfsburg Cheftrainer Oliver Glasner.
15.12.2020
Männer

„Brauchen eine außer­gewöhnlich gute Leistung“

Wölfe reisen mit Selbstvertrauen zum Auswärtsspiel beim FC Bayern München.

VfL Wolfsburg Cheftrainer Oliver Glasner.

In der Vergangenheit gab es für die Wölfe bei Gastauftritten in München selten etwas zu holen. Wenn die Elf von VfL-Cheftrainer Oliver Glasner nun am morgigen Mittwoch, 16. Dezember (Anstoß 20.30 Uhr), beim FC Bayern München antritt, dann reisen die Grün-Weißen allerdings mit gehörigem Rückenwind an. Zuletzt baute der VfL durch einen 2:1-Sieg über Frankfurt den Vereinsstartrekord in der Bundesliga auf elf ungeschlagene Spiele aus und stellte einen weiteren Vereinsrekord ein: elf Bundesliga-Spiele in Folge ohne Niederlage waren den Wölfen bisher zwei Mal gelungen (in der Meistersaison 2008/2009 sowie in der Vizemeistersaison 2014/2015). Die Leistungen der vergangenen Wochen dürfen nun also sicher als solides Fundament für das anstehende Kräftemessen mit dem Rekordmeister gelten. Immerhin hat sich Grün-Weiß nach elf Spieltagen in der Spitzengruppe des Bundesliga-Tableaus etabliert, während die Münchner zuletzt leichte Schwächen offenbarten und nur eines der vergangenen vier Bundesliga-Spiele gewannen. Die Gegebenheiten sind also klar: Selbstvertrauen haben die Wölfe, der Respekt vorm Gegner ist enorm. Bei der obligatorischen Pressekonferenz im Vorfeld der Partie sprach Glasner am Dienstagmittag unter anderem über…

…die Personalsituation: Renato Steffen fällt weiterhin aus und natürlich auch Admir Mehmedi. Hinter einem Einsatz von John Brooks steht ebenfalls ein sehr großes Fragezeichen. Ich denke, dass es vermutlich nicht reichen wird, da er heute aufgrund einer Prellung aus dem Frankfurt-Spiel das Training abbrechen musste. Wir haben also leider wieder einige Ausfälle zu beklagen, aber es ist auch die Chance für andere Spieler, sich ins Rampenlicht zu spielen. Ich denke, es gibt dafür keine schönere Plattform als ein Spiel beim amtierenden Champions-League-Sieger.

…die Alternativen in der Innenverteidigung: Wir haben in der Verteidigung die eine oder andere Option. Dazu zählt natürlich Marin Pongracic, der allerdings auch eine schwierige Phase hinter sich hat. Er ist jetzt aber eine Option, weil er bereits eine Weile im Training ist. Aber auch Tim Siersleben kommt infrage und natürlich Josuha Guilavogui, der auch nach München mitfahren wird.

…die vermeintliche Schwächephase des FC Bayern: Ich habe nicht allzu große Hoffnung, dass wir auf schwache Bayern treffen werden. Sie haben jetzt mal eine normale Phase und plötzlich heißt es, sie wären müde und überspielt. Ich habe gesehen, wie sie in Berlin Sane, Tolisso und Choupo-Moting eingewechselt haben. Sie haben einen großen und qualitativ hochwertigen Kader. Wir haben ein gutes Selbstvertrauen und die Voraussetzungen von unserer Seite aus geschaffen, aber wir brauchen eine außergewöhnlich gute Leistung, um dort Punkte mitzunehmen.  

…die aussichtsreiche Tabellenkonstellation: Die Situation in der Tabelle hilft uns gar nicht in München. Keiner meiner Spieler wird den FC Bayern unterschätzen oder denken, dass man diese Aufgabe mit halber Kraft lösen kann. Wir wissen, dass wir physisch, taktisch und im Verwerten unsere Torchancen auf höchstem Level agieren müssen. Ich bin überzeugt, dass wir Chancen bekommen werden. Man muss gegen München auch die Akzeptanz haben, dass man mal hinterher läuft, weil sie einfach unglaublich ballsicher sind. Wir müssen also auch leidensfähig sein und akzeptieren, dass auch Bayern München Torabschlüsse haben wird. Wichtig ist, dass wir den Glauben an eine Chance über 90 Minuten an den Tag legen.

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