Frauen

Bittere Niederlage für die U20-Frauen

Jungwölfinnen verlieren gegen Ingolstadt.

Die Serie hat ein Ende: Nachdem die U20-Frauen des VfL drei Spiele in Folge wichtige Punkte in der 2. Frauen-Bundesliga sammeln konnten, mussten sie am vergangenen siebten Spieltag eine Niederlage hinnehmen. Gegen den zuvor punktgleichen FC Ingolstadt 04 unterlagen die Grün-Weißen trotz zwischenzeitlicher Führung knapp mit 2:3 (1:2). 

Effizienz der Niedersächsinnen reicht nicht aus

Die erste große Chance hatten die Ingolstädterinnen in der sechsten Minute: Nach einem Freistoß von Nina Penzkofer krachte der Ball an die Latte und hätte beinahe für einen frühen Rückstand gesorgt. In der folgenden Viertelstunde blieb der FCI dominant und erspielte sich zwei aussichtsreiche Eins-gegen-eins-Situationen vor dem VfL-Tor, die jedoch beide knapp links vorbeigingen. Die Jungwölfinnen hatten ihre erste große Möglichkeit durch Anny Kerim-Lindland, die nach einem langen Ball das Tempo anzog und sehenswert in die kurze Ecke zur 1:0-Führung einnetzte (27.). Ein individueller Fehler in der Defensive der Niedersächsinnen führte kurz darauf zum Ausgleich durch Emma Kusch (32.). Wenige Minuten später kamen die Ingolstädterinnen nach zwei unterschiedlichen Eckballvarianten zu einem doppelten Lattentreffer: Sowohl ein Schuss in der 36. Minute als auch ein Kopfball in der 42. Minute prallten an den Querbalken und brachten die Jungwölfinnen beinahe erneut in Rückstand. Kurz vor der Pause segelte erneut eine Ecke gefährlich in den Strafraum des VfL. Dort stand Katharina Reikersdorfer goldrichtig und schob zum 1:2-Halbzeitstand aus Wolfsburger Sicht ein (45.). In der zweiten Hälfte schnürte Reikersdorfer nach einer flachen Freistoßvariante den Doppelpack und erhöhte auf 1:3 (59.). Die Grün-Weißen kamen anschließend durch eine Ecke auf den kurzen Pfosten zu einer aussichtsreichen Chance, die Joelle Steiner gekonnt zum 2:3-Anschlusstreffer einköpfte (74.). Dieser markierte allerdings zugleich den Endstand der Partie.

„Wir waren zu passiv“

„Im Vergleich zu den vorherigen Spielen waren wir heute nicht griffig genug, uns fehlten Mentalität und Klarheit. Wir waren zu passiv, während die Gegner aktiv waren“, betont U20-Cheftrainer Daniel Kraus. Dabei bezieht er sich auch auf die Gegentore und die vielen Chancen, die Ingolstadt nach Standards hatte: „Da müssen wir unbedingt dran arbeiten. In den letzten Spielen war das noch gut. Offensiv machen wir selbst ein Kopfballtor nach einer Ecke, das ist in Ordnung, aber defensiv waren wir nicht wach.“

Kraus fordert Lernprozess

Nun gelte es, das Spiel gut zu besprechen und nachzuarbeiten. „Wir müssen daraus lernen und wissen, dass wir immer an unser Leistungslimit gehen müssen. Sonst wird es schwer, Spiele in dieser Liga zu gewinnen. Das ist eine Liga, in der du in den Zweikämpfen präsent und wach sein musst“, erklärt Kraus. Die nächste Möglichkeit, das Gelernte umzusetzen, haben die U20-Frauen, wenn sie am kommenden Sonntag, 19. Oktober, um 14 Uhr in der 2. Frauen-Bundesliga den Tabellenletzten VfR SW Warbeyen empfangen.