30.03.2019
Männer

BVB-Doppelpack in der Nachspielzeit

VfL Wolfsburg unterliegt mit 0:2 bei Borussia Dortmund.

Bis zur 90. Minuten hatte der VfL Wolfsburg scheinbar einen Punkt auf dem Konto, dann stellte Paco Alcacer das Spiel auf den Kopf. Mit einem Freistoß traf der Spanier in der Nachspielzeit (90.+1 Minute) zur 1:0-Führung. Als die Wölfe schließlich alles nach vorne warfen, war der Angreifer erneut zur Stelle und erzielte in den letzten Sekunden das entscheidende 2:0 für den Meisterschaftskandidaten (90.+4). Bis zum späten Gegentreffer überzeugten die Wolfsburger mit einem kämpferischen Auftritt, spielten mitunter mutig nach vorn und gaben erst kurz vor Schluss äußert unglücklich die Partie aus der Hand. Am kommenden Spieltag erwarten die Grün-Weißen Schlusslicht Hannover 96 in der Volkswagen Arena. Anpfiff der Partie am Samstag, 6. April, ist um 15.30 Uhr. Maximilian Arnold ist aufgrund seiner fünften Gelben Karte aus dieser Partie dann gegen den niedersächsischen Nachbarn gesperrt. 

Klaus für Brekalo – Ginczek im Kader

Nach dem überzeugenden 5:2-Heimsieg gegen Fortuna Düsseldorf stellte Bruno Labbadia einmal um. Felix Klaus rückte anstelle von Josip Brekalo in die Startelf. Stürmer Daniel Ginczek war nach seiner Verletzung im Sprunggelenk zurück im Kader und somit mussten die Wölfe nur auf Ignacio Camacho und Ismail Azzaoui verzichten. BVB-Coach Lucien Favre änderte seine Startelf im Vergleich zum Hertha-Spiel auf vier Positionen: Marco Reus stand angesichts der Geburt seiner Tochter nicht im Kader. Axel Witsel ersetzte Julian Weigl auf der Doppelsechs, Mario Götze und Raphael Guerreiro waren in der offensiven Mittefeldreihe neu dabei. Im Angriff begann Alcacer anstelle von Jacob Bruun Larsen.

Starke Defensivarbeit

Vor 81.365 Zuschauer, bei blauen Himmel und strahlendem Sonnenschein war der Beginn von beiden Teams eher verhalten – niemand wollte einen Fehler machen. Dennoch spielten die Wölfe nach vorne, William setzte sich in der 13. Spielminute rechts durch und kam zum Abschluss. Dabei übersah der Brasilianer den freistehenden Klaus. Der BVB hatte zu diesem Zeitpunkt mehr Ballbesitz, ohne dadurch die ganz große Gefahr auszustrahlen. Die erste dicke Chance der Hausherren gab es nach einer Kombination von Guerreiro und Götze. Der Weltmeister von 2014 bediente in der Mitte Alcacer, der das Leder knapp über die Latte jagte (19.). Keine zehn Minuten später gab auch der VfL seine Visitenkarte ab. Klaus legte am linken Sechzehnmetereck auf Wout Weghorst zurück. Der satte Rechtsschuss des Niederländers in Richtung obereres Eck konnte von BVB-Keeper Roman Bürki nur mit einer Flugparade entschärft werden (29.). Nach einer halben Stunde waren die Grün-Weißen sehr aktiv auf dem grünen Rasen, überzeugten mit einem frühen Pressing und standen kompakt in der Defensive, sodass die Gastgeber keine Lücken in der VfL-Abwehr fanden. Mit einem 0:0 ging es in die Kabine.

Späte Treffer

Nach dem Seitenwechsel entwickelten die Dortmunder mehr Zug zum Tor in ihrem Angriffsspiel. Doch auch die Labbadia-Elf versuchte, immer mal wieder Nadelstiche zu setzen. Die Wölfe warteten geduldig auf ihre Chancen. Eine der besseren hatte schließlich Sancho in der 61. Spielminute, als er den Ball am Sechzehner aufs kurze Eck schoss, doch VfL-Keeper Koen Casteels mit einer Glanztat zur Stelle war. Die Dortmunder taten sich weiter schwer, Räume in der Offensive zu schaffen. Die Wölfe agierten im 4-1-4-1-System mit dem starken Guilavogui vor der Abwehr. Inzwischen gab auch Ginczek sein Comeback. Als alles nach einem torlosen Remis aussah, versenkte Alcacer einen Freistoß im Gäste-Tor. Der eingewechselte Renato Steffen fälschte die Kugel mit dem Rücken etwas ab und so war Casteels ohne Chance (90.+1). Kurz darauf konterte der BVB im eigenen Stadion. Erneut war es Alcacer, der Casteels aus etwa elf Metern überwand und eiskalt zum 2:0 abschloss (90.+4). Kurz darauf pfiff Schiedsrichter Markus Schmidt die Partie ab.

Borussia Dortmund: Bürki – Wolf, Akanji, Zagadou, Diallo (50. Hakimi, 73. Bruun Larsen) –  Witsel, Delaney – Sancho, Götze (81. Dahoud), Guerreiro – Alcacer

VfL Wolfsburg: Casteels – William, Knoche, Brooks, Roussillon – Guilavogui – Gerhardt, Arnold – Klaus (67. Steffen), Mehmedi (81. Ginczek) – Weghorst

Tore: 1:0 Alcacer (90.+1.), 2:0 Alcacer (90.+4.)

Gelbe Karte: - / Brooks, Arnold, William

Zuschauer: 81.365 am Samstagnachmittag im Signal Iduna Park

Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart)


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