Der Leichtathlet Deniz Almas sprintet beim Training mit den Wölfen.
01.09.2020
Inside

Besuch vom deutschen Meister

Leichtathlet Deniz Almas trainiert mit den Wölfen.

Der Leichtathlet Deniz Almas sprintet beim Training mit den Wölfen.

Trainingsbesuch der besonderen Art: Am Dienstagvormittag streifte sich Deniz Almas die Trainingsklamotten der Wölfe über. Deniz Almas ist aktuell der schnellste Mann Europas und wurde am 8. August mit einer Zeit von 10,08 Sekunden deutscher Meister. Der 23-Jährige trainiert mit dem Bundestrainer in Leipzig, startet aber für den VfL Wolfsburg. In der Länderspielpause nutzten Sprinter und Fußballer die Zeit für eine gemeinsame Trainingseinheit.

„Antriebsturbinen“ an den Beinen

Die Vorfreude war auf beiden Seiten groß. „Ich finde es eine super Idee. Er ist ein guter Junge, mit dem man sich austauschen kann. Es schreit nach Wiederholung“, sagte Athletiktrainer Michael Berktold nach der Einheit, die er nach einer Begrüßung durch Chefcoach Oliver Glasner leitete. Der Trainingsgast bezeichnet sich selbst zwar nicht als riesigen Fußballfan, kennt sich aber trotzdem mit dem runden Leder aus. „Ich habe früher Fußball gespielt, allerdings musste ich heute feststellen, dass ich aus meinen Fußballschuhen schon herausgewachsen bin. Und am Ball bin ich deutlich unbegabter als alle hier, aber ich bin ja auch zum Rennen da“, schmunzelte er etwas erleichtert nach dem Training, denn im Fokus stand am Dienstag der Sprint. In seinem Metier machte keiner der Wölfe Almas Konkurrenz. So sehr sich Paulo Otavio und Omar Marmoush auch bemühten – vom Start weg dominierte der Experte die 48-Meter-Sprints. Selbst Otavio, der einer der besten der Grün-Weißen ist, wenn es darum geht schnellstmöglich auf ein hohes Tempo zu kommen, musste sich gegen Almas wiederholt geschlagen geben. Neben der astreinen Technik gibt es einen sehr auffälligen Unterschied: „Man sieht es an seiner Muskulatur: Er hat richtige Antriebsturbinen“, so Athletiktrainer Berktold.

Der Trainingsgast des VfL Wolfsburg Deniz Almas macht Kniebeugen mit einer Langhantel.

Unterschiedliche Trainingsinhalte

Mehr zu kämpfen hatte Almas im ersten Teil des Trainings. Da wurde an Popriozeption, Gleichgewicht, Stabilisation, Tiefenmuskulatur und Handlungsschnelligkeit gearbeitet. „Da hatte er schon ein paar Schweißperlen auf der Stirn“, berichtet Berktold. Generell unterscheiden sich die Trainingsinhalte bei Fußballern und Leichtathleten enorm. Während bei den Sprintern Kraft und Technik viel Raum einnehmen, müssen Fußballer viele Einflüsse verarbeiten und absolvieren viele kurze Sprints. Trotz der Unterschiede zog der Trainingsgast am Ende ein durchweg positives Fazit: „Es war spannend einen Einblick in das Training der Profifußballer zu bekommen. Ich bin gerade eigentlich in der Wettkampfphase. Das bedeutet wenig, aber ehr intensives Training und viel Pause. Und die Jungs sind gerade in der Vorbereitung, heißt lange Durchgänge, wenig Pause. Das war dann auch ein bisschen anstrengend für mich. Aber es hat mir super viel Spaß gemacht. Die Facilities und das ganze Drumherum sind sehr professionell, das können wir uns in der Leichtathletik nur wünschen.“ Die Fußballer vom VfL wird Almas nun genauer verfolgen und auch umgekehrt hat der schnellste Wolf neue Unterstützer dazugewonnen.

Funktionen

Teilen

 
Einmal registrieren, Alles nutzen.

Registriere dich nur einmal und nutze alle VfL-Dienste, wie z.B. das VfL Tippspiel sowie den VfL-Online- und Ticket-Shop.

Registrierung
Noch keinen Account?
Jetzt registrieren