19.03.2019
Frauen

Bereit für den Titelverteidiger

Die VfL-Frauen vor dem UWCL-Viertelfinal-Hinspiel in Lyon.

Mehr als vier Monate sind nach der Auslosung vergangen – mittlerweile befindet sich der lange Countdown auf das europäische Highlight bereits im Stundenbereich: Am morgigen Mittwoch (Anstoß 20.45 Uhr) steigt das Viertelfinal-Hinspiel in der UEFA Women’s Champions League zwischen Titelverteidiger Olympique Lyon und dem VfL Wolfsburg. Die Partie wird live auf dem YouTube-Kanal des VfL Wolfsburg und damit auch auf der VfL-Website und in der offiziellen App der Wölfe gestreamt. Die Übertragung beginnt um 20.30 Uhr. Zuletzt standen sich die beiden Top-Teams, die das UEFA-Koeffizienten-Ranking anführen, im Endspiel 2018 in Kiew gegenüber. In der ukrainischen Hauptstadt hatten die Französinnen das bessere Ende für sich – im wahrsten Sinne: Erst in der Verlängerung machte Olympique Lyon den 4:1-Erfolg perfekt und setzte sich zum fünften Mal die europäische Krone auf. Auf dem Weg zu einer erfolgreichen Revanche gilt es für die Wölfinnen nun zunächst einmal, sich eine gute Ausgangsposition für das entscheidende Rückspiel im AOK Stadion am 27. März (Anstoß 18.15 Uhr/live auf Sport1), für das noch Resttickets erhältlich sind, zu verschaffen. Zwischen den beiden Partien in der Königsklasse steht noch eine Aufgabe in der Allianz Frauen-Bundesliga auf dem Programm: Am kommenden Sonntag (Anstoß 14.00 Uhr) treffen die VfL-Frauen zu Hause auf den Tabellenletzten Borussia Mönchengladbach.

Gute Erinnerungen ans Stadion

Bereits am gestrigen Montag traf der VfL-Tross in Lyon ein. Nach dem wichtigen Liga-Erfolg in Freiburg am Sonntag und einer weiteren Übernachtung sowie einer Trainingseinheit im Breisgau reisten die Grün-Weißen mit dem Teambus weiter in die drittgrößte Stadt Frankreichs. Hier stand zunächst die Regeneration im Vordergrund, ehe es am Dienstagabend zum ersten Mal ernst wurde: Um 19.00 Uhr fand das Abschlusstraining im knapp 60.000 Zuschauer fassenden Groupama Stadium statt, zuvor stellten sich VfL-Cheftrainer Stephan Lerch und OL-Coach Reynald Pedros im Rahmen der offiziellen Pressekonferenz den Fragen der Medienvertreter. Zahlreiche Wölfinnen dürften gute Erinnerungen mit der erst 2016 eingeweihten Arena verbinden: Vor knapp zwei Jahren gewannen die Grün-Weißen hier das Viertelfinal-Rückspiel gegen Lyon durch ein Tor von Caroline Hansen mit 1:0. Zum Weiterkommen reichte der Erfolg nach einer 0:2-Niederlage im Hinspiel allerdings nicht.

Ohne Doorsoun und Jakabfi

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch muss für Teil eins des Viertelfinal-Duells neben der langzeitverletzten Lara Dickenmann, die zwei Champions-League-Titel mit Olympique Lyon realisierte, auf Sara Doorsoun (muskuläre Probleme) und Zsanett Jakabfi verzichten. Die ungarische Offensivspielerin, die in Freiburg mit Schmerzen im Knie ausgewechselt werden musste, fällt mit einer Innenbanddehnung aus. Grünes Licht gab indes Alexandra Popp, die am Sonntag einen schmerzhaften Schlag im Bereich der Achillessehne abbekam.

„Wünsche mir ein Duell auf Augenhöhe“

Im Rahmen der offiziellen Pressekonferenz äußerte ich VfL-Cheftrainer Stephan Lerch über…

…die Bedeutung des Spiels: Dieses Aufeinandertreffen hätte auch ein Finale sein können – so wie es im letzten Jahr der Fall war. Diesmal haben wir allerdings zwei Partien und für beide Teams geht es morgen darum, sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel zu erarbeiten. Die Frauenfußball-Welt kann sich auf diese Begegnung freuen, da zwei europäische Top-Mannschaften aufeinandertreffen – und wir wollen unseren Beitrag dazu leisten!

…die Spielstätte: Wir kennen das Groupama Stadium ja bereits vom Viertelfinale vor zwei Jahren. Für jede Spielerin ist es etwas Besonderes, hier aufzulaufen. Wenn man in dieses Stadion kommt, hat man einfach Lust, Fußball zu spielen und ich glaube, das gilt für beide Mannschaften. Wir freuen uns jedenfalls sehr, auf dieser Bühne spielen zu dürfen!

…den Gegner: Olympique Lyon ist eine ganz tolle Mannschaft mit einer enorm hohen Qualität. Sie haben sich vor der Saison wieder punktuell gut verstärkt und sind auf jeder Position hervorragend besetzt. Wie jedes Jahr führt Olympique die französische Liga an, das Team spielt einen sehr guten Ballbesitzfußball und ist schwer auszurechnen. Wir wissen um die Stärken von Lyon und werden uns darauf einstellen.

…die Unterschiede beim VfL im Vergleich zum Finale 2018: Zum einen sind im wir im Sommer größtenteils zusammengeblieben, sodass wir noch eingespielter und besser aufeinander abgestimmt sind. Da kann man schon an der einen oder anderen Stelle von blindem Verständnis sprechen. Zum anderen sind wir in der Defensive noch enger zusammengerückt, können die Räume gut verdichten und machen es dem Gegner so schwer, aus dem Spiel heraus Lösungen zu finden.

…die Favoritenrolle: Lyon ist der aktuelle Titelträger in der UEFA Women’s Champions League, dementsprechend nehmen wir die Rolle des Herausforderers an. Wir sind mit Selbstvertrauen hierhin gefahren und wollen dies auch auf den Platz bringen, wissen gleichzeitig aber auch um die Stärken von Olympique Lyon. Trotzdem wünsche ich mir ein Duell auf Augenhöhe – und das ist auch möglich.

…Olympique-Spielerin Dzsenifer Marozsán: Sie zeichnet sich durch eine tolle Technik aus, hat eine gute Spielübersicht, ein tolles Passspiel und erkennt die Räume sehr gut. Daneben ist sie auch noch stark im Abschluss, besonders aus der zweiten Reihe, und gefährlich mit ihren Standardsituationen. Alles in allem eine in Europa sicherlich einmalige Spielerin. Wir müssen sehen, dass ihre Stärken morgen nicht zum Tragen kommen.

Wölfe TV: Der Vorbericht zum Spiel

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