Die Wölfinnen während des Abschlusstrainings in Subotica.
08.12.2020
Frauen

Bekannter Auftaktgegner

Die VfL-Frauen gastieren wie 2015 zum Champions-League-Auftakt bei ZFK Spartak Subotica.

Die Wölfinnen während des Abschlusstrainings in Subotica.

Olympique Lyon, FC Rosengard, FC Chelsea, Atletico Madrid, FC Barcelona – und nun ZFK Spartak Subotica: Der serbische Rekordmeister ist der sechste Verein, dem der VfL Wolfsburg in der UEFA Women’s Champions League zum mindestens zweiten Mal zugelost wurde. Etwas mehr als fünf Jahre nach dem Aufeinandertreffen in der ersten UWCL-Runde 2015/2016 geht es für den zweimaligen Titelträger erneut in die fünftgrößte serbische Stadt: Am morgigen Mittwoch, 9. Dezember (Anstoß um 15 Uhr/live auf Wölfe TV), wird das Sechzehntelfinal-Hinspiel beim ZFK Spartak Subotica angepfiffen. Das Rückspiel im AOK Stadion steigt dann am 16. Dezember (Anstoß um 18 Uhr/live auf Wölfe TV).

Achtungserfolg gegen Madrid

Seit 2006 gibt es in Serbien eine Frauen-Superliga, wie die höchste Spielklasse des Landes offiziell heißt. Drei Teams konnten sich bislang den Meistertitel sichern, wobei seit 2010 ausschließlich der ZFK Spartak Subotica in der Abschlusstabelle oben stand. Keine Frage: Das Team aus der Provinz Vojvodina unweit der ungarischen Grenze ist der dominierende Klub im serbischen Frauenfußball. In der europäischen Königsklasse kamen die „Golubice“ (auf Deutsch: Tauben) noch nie über das Sechzehntelfinale hinaus. Überraschend eng ging es in der letzten Saison zu: Gegen Atletico Madrid musste man sich im Heimspiel nur mit 2:3 geschlagen geben, das Rückspiel in der spanischen Hauptstadt endete nach Führung 1:1. Trotz Ausscheidens ein großer Achtungserfolg. Erfahrenste Akteurin im Team von Trainer Bojan Arsic ist die 29-jährige Kapitänin Violeta Slovic, die bei neun der zehn Meisterschaften dabei war. Spielort ist das 13.000 Zuschauer fassende Gradski Stadion, das auch als Spielstätte des Männerteams, aktuell Vierter in der serbischen Liga, dient.

Rückkehr direkt nach dem Spiel

Einige Spielerinnen aus dem aktuellen Wölfinnen-Kader waren bereits beim letzten Gastspiel in Subotica dabei, das am 8. Oktober 2015 mit einem torlosen Remis endete. Will heißen: Ein Auswärtstor in Serbien wäre eine Premiere. Damals machte der spätere Finalist das Weiterkommen im Rückspiel klar, das 4:0 endete. Stephan Lerch war seinerzeit Co-Trainer an der Seite von Ralf Kellermann, der Trip nach Serbien seine erste Champions-League-Reise. Somit war es für den Coach also nicht das erste Mal, als er am heutigen Dienstag gegen 10.30 Uhr in Belgrad landete. Im Unterschied zu 2015 teilte sich das Team unter Berücksichtigung der strengen Hygiene-Richtlinien anschließend in zwei Busse auf, um ins 175 Kilometer entfernte Subotica weiterzureisen. Der Rückflug erfolgt übrigens direkt nach dem Spiel: Laut Planung wird der Erstrunden-Trip am Mittwochabend kurz vor Mitternacht beendet sein. Zwei Tage später steht dann bereits die nächste, wenn auch deutlich kürzere Reise an: Am nächsten Sonntag, 13. Dezember (Anstoß um 14 Uhr), gastieren die VfL-Frauen in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga beim SV Werder Bremen.

„Eine gute Basis schaffen“

Medientermine gibt es in Serbien mit Blick auf die aktuelle Hygienesituation übrigens keine: Weder vor noch nach dem Spiel wird eine Pressekonferenz stattfinden. Unmittelbar nach dem Abschlusstraining äußerte sich VfL-Coach Lerch aber dennoch über…

…seine Rückkehr nach Subotica: Als ich gesehen habe, auf wen wir treffen könnten, war ich mir ziemlich sicher, dass es nach Serbien geht. Das war damals mein erstes Champions-League-Spiel als Co-Trainer, ich habe sogar noch den Wimpel zuhause. Wir kennen das Hotel, wir kennen die Bedingungen, wobei man sagen muss, dass sich hier einiges zum Positiven verändert hat. Wir haben gute Bedingungen hier und ich glaube, dass uns diese entgegenkommen werden.

…die Ziele fürs Spiel: Wir wollen die Größe des Platzes nutzen, also Ball und Gegner laufen lassen. Ein Schwerpunkt wird aber darauf liegen, in die Tiefe zu kommen. Dadurch wollen wir Subotica auseinanderziehen und zu Torchancen kommen. Vor fünf Jahren haben wir hier 0:0 gespielt, jetzt wollen wir natürlich im zweiten Anlauf zum ersten Mal in diesem Stadion treffen. Und gerne auch mehr als ein Tor erzielen.

…die Stimmung im Team: Ich spüre eine gute und positive Grundstimmung. Wir freuen uns alle, dass wir gegen Ende des Jahres auch nochmal in der Champions League ran dürfen, denn dieser Wettbewerb ist immer etwas Besonderes. Morgen gilt es dann, eine gute Basis zu schaffen und hoffentlich ein klares Ergebnis vorzulegen.

…den Gegner: Subotica führt die serbische Liga klar an, sie schießen auch im Schnitt sechs Tore pro Spiel. Natürlich ist das nicht mit dem Niveau der Frauen-Bundesliga zu vergleichen. In der letzten Saison hat sich Madrid sehr schwergetan und gegen Subotica in der Summe nur mit 4:3 gewonnen. Die Mannschaft hat Mentalität und Kampfgeist. Und wenn sie es schaffen, die Räume eng zu halten, dann kann es auch wieder ein Geduldsspiel werden.

Wölfe TV:  VLOG - Anreise nach Subotica

Wölfe TV: zum Livestream ab 15 Uhr

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