VfL Wolfsburg Spieler Malli im Kampf mit Gegner vom BVB.
SO . 14.  JAN . 2018
Männer

Beachtliche Beute

Starke Wölfe erkämpfen sich zum Rückrundenstart ein 0:0 bei Borussia Dortmund. 

VfL Wolfsburg Spieler Malli im Kampf mit Gegner vom BVB.

Der VfL Wolfsburg hat das Jahr 2018 mit einem Erfolgserlebnis begonnen. Im ersten Pflichtspiel des neuen Jahres erreichte die Elf von Chefcoach Martin Schmidt am Sonntagabend beim Tabellendritten Borussia Dortmund eine Punkteteilung und spielte 0:0. Nach leichtem Chancenplus der Dortmunder vor der Pause hatten die Wölfe nach Wiederbeginn eine kritische Phase zu überstehen, lieferten sich nach hinten heraus mit Schwarz-Gelb aber einen immer offeneren Schlagabtausch und hätten die spannende Partie schließlich ebenso wie der BVB gewinnen können. In der Tabelle verteidigte Grün-Weiß somit den zwölften Platz. Weiter geht es für den VfL am kommenden Samstag, 20. Januar (Anstoß um 15.30 Uhr), mit dem ersten Heimspiel des neuen Jahres gegen Eintracht Frankfurt.

Fünf Umstellungen

Dass nicht die gleiche Elf wie beim letzten Auftritt des vergangenen Jahres auflaufen würde, hatte durch den Abgang von Mario Gomez ohnehin festgestanden. Insgesamt waren es fünf Positionen, auf denen der Cheftrainer seine Startformation gegenüber dem Pokalspiel in Nürnberg veränderte: Koen Casteels, Daniel Didavi, Divock Origi und Paul Verhaegh, der auch die Kapitänsbinde übernahm, kehrten zurück ins Team. Neu dabei war außerdem Rückkehrer Josip Brekalo. 

Chancen auf beiden Seiten

Als der BVB zum Start in die laufende Saison alle Punkte aus der Volkswagen Arena entführt hatte, waren die Trainer auf beiden Bänken noch andere gewesen. In der gleichen 23. Minute, als im Hinspiel der erste Treffer gefallen war, ging Dortmund nun fast wieder in Führung, doch diesmal schoss Andriy Yarmolenko aus kurzer Distanz knapp vorbei. Von dieser Szene abgesehen kam der VfL in Durchgang eins jedoch selten in größere Not. Zwar diktierte Schwarz-Gelb das Geschehen, kam immer mal wieder zu Abschlüssen und verlangte der grün-weißen Defensive mit seinen oft überfallartigen Angriffen auch volle Aufmerksamkeit ab. Ab Mitte des Durchgangs hielten die Wölfe die Bälle allmählich allerdings länger und trauten sich auch offensiv etwas mehr zu. Nachdem Origi schon knapp im Sechzehner hängen geblieben war (34.), sorgte beinahe Didavi, herrlich per Hacke bedient von Yunus Malli, für die in dieser Phase nicht unverdiente Führung. Mit einem Linksschuss scheiterte er freistehend an Roman Bürki (37.). Als wenig später auf der anderen Seite Alexander Isak unvermittelt den Außenpfosten traf (42.), war es indes doch wieder eher der BVB, der mit einem Chancenübergewicht in die Halbzeitpause ging. 

Steffen fast mit Debüttor

Mit Wiederanpfiff wollte Dortmund es wissen. Binnen fünf Minuten kam die Stöger-Elf zweimal brandgefährlich vors Tor: Zuerst feuerte Yarmolenko aus elf Metern drüber (48.), dann kam am langen Pfosten Jadon Sancho zum Schuss und traf aus spitzem Winkel ans Metall (53.). Grün-Weiß hatte in dieser Anfangsphase Mühe, sich zu sortieren, meldete sich dann aber zu Wort in Person Origis. Von Josuha Guilavogui steil geschickt, kam der VfL-Angreifer mit einem Lupfer an Bürki nicht vorbei (58.) und verhalf wenig später dem gerade eingewechselten Renato Steffen fast zu einem Traumdebüt: Nach Origis perfekt getimter Flanke setzte der Schweizer zu einem Flugkopfball an, verpasste am langen Pfosten allerdings knapp (66.).

Spannung bis zum Schluss

Die letzten 20 Minuten: Dortmunds Wille, den Sieg zu erzwingen, war unverkennbar. Zugleich war die Begegnung inzwischen aber ausgeglichen wie nie, da die Wölfe nicht nur selbstbewusst verteidigten, sondern auch spürten, dass sogar mehr möglich war als ein Remis. Mit offenem Visier kämpften beide Teams deshalb bis zum Schluss um den Sieg, drohten immer wieder gegenseitig mit dem entscheidenden Tor. William mit einem stattlichen Distanzschuss (77.), Arnold per direktem Freistoß (81.) und schließlich noch Brekalo, dessen Schlenzer knapp den Winkel verfehlte (85.), versuchten es für den VfL. Auf der anderen Seite scheiterten Ex-Wolf André Schürrle (79.) und schließlich Sancho (82.). Dass nach 92 hochspannenden Minuten eine Nullnummer stand, passte somit nicht recht zum Spiel. Gleichwohl hatten sich die Grün-Weißen diesen achten Auswärtspunkt der Saison durch eine insgesamt tapfere und mutige Leistung redlich verdient.

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Sokratis, Toprak, Toljan – Weigl – Götze (56. Dahoud), Kagawa – Yarmolenko (78. Sahin), Isak (68. Schürrle), Sancho

VfL Wolfsburg: Casteels – Verhaegh, Uduokhai, Tisserand, William – Guilavogui, Arnold – Didavi (64. Steffen), Malli, Brekalo – Origi

Tore: Fehlanzeige

Gelbe Karten: Dahoud / Guilavogui

Zuschauer: 80.600 am Sonntagabend im Signal Iduna Park

Schiedsrichter: Tobias Stieler (Hamburg)

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