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Außergewöhnlicher Perspektivwechsel

Wölfe zu Gast im Volkswagen Werk.

Für einen Tag tauschten die VfL-Profis ihre Trikots gegen Werkjacken und unterstrichen so erneut die enge Verbundenheit zwischen Klub und Werk. Denn nach der Trainingseinheit am Mittwochvormittag machte sich der grün-weiße Tross auf den Weg ins benachbarte Volkswagen Werk.

Ein Einsatz abseits des Rasens

Empfangen wurde das Team im Werkforum durch Gerd Voss, Leiter der Volkswagen Sportkommunikation, sowie Werkleiter Uwe Schwartz. Beide betonten in ihren Begrüßungsworten die tiefe Verwurzelung des Vereins im Unternehmen Volkswagen. Anschließend begaben sich Spieler und Trainerteam in Kleingruppen in die Produktionsbereiche des Werks: Presswerk, Lackiererei, Karosseriebau und Endmontage. Unter Anleitung erfahrener Mitarbeitenden lernten sie hautnah die Prozesse und Herausforderungen der modernen Fahrzeugfertigung kennen – ausgestattet mit individuell bestickten Werkjacken und vorgeschriebenen Sicherheitsschuhen. Für die Volkswagen Mitarbeiterin Zainab Bedzoro war der Besuch etwas ganz Besonderes. Sie betreut eine Station in der Montage und zeigte den Spielern ihren Arbeitsplatz: „Normalerweise sehe ich als Fan die Profis nur auf dem Rasen. Heute konnte ich ihnen mal mein Spielfeld im Werk zeigen – das war für mich ein unvergesslicher Moment.“

„Die Mannschaft hat heute gespürt, was hinter ihr steht“

VfL-Geschäftsführer Peter Christiansen hob die Symbolkraft des Besuchs hervor: “Unsere Mannschaft hat einmal mehr erlebt, dass die Verbindung zwischen Werk und Verein einzigartig ist. Die Spieler haben gespürt, dass hinter dem VfL eine ganze Belegschaft steht, die mit Herzblut für Volkswagen arbeitet. Diese Nähe ist etwas, das uns stark macht.“ Auch Christian Eriksen, dänischer Neuzugang beim VfL, zeigte sich tief beeindruckt von seinem ersten Besuch im Volkswagen Werk: „Ich habe schon viel über die Dimensionen des Werks gehört – aber es selbst zu sehen und auch mitarbeiten zu können, das war etwas ganz anderes. Der Respekt für die Menschen, die hier jeden Tag arbeiten, ist riesig.“

Gemeinschaftsgefühl gestärkt

Nach rund drei Stunden endete der Besuch dort, wo er begonnen hatte: im Werkforum. Für viele Teilnehmer – ob Spieler, Trainer oder Mitarbeitende – war es ein Tag voller neuer Eindrücke und gegenseitiger Wertschätzung. Was bleibt, ist ein gestärktes Gemeinschaftsgefühl und das Bewusstsein, dass Fußball und Automobilbau in Wolfsburg nicht nur geographisch, sondern auch emotional eng miteinander verbunden sind. Dieses Gemeinschaftsgefühl blieb auch VfL-Verteidiger Moritz Jenz im Kopf: „Von dem Tag nehme ich viel Teamgefühl mit: zusammen zu arbeiten, sich auf etwas Wichtiges zu konzentrieren und einfach ein Ziel zu haben.“ Seine Worte bringen auf den Punkt, was diesen besonderen Tag auszeichnete: echte Verbundenheit und gemeinsamer Einsatz – auf und neben dem Platz.