Maximilian Arnold ist entäuscht.
03.03.2021
Männer

Aus­geschieden

Wölfe streichen mit einem 0:2 bei RB Leipzig im Viertelfinale des DFB-Pokals die Segel.

Maximilian Arnold ist entäuscht.

Der VfL Wolfsburg hat den Einzug in die Runde der letzten Vier im DFB-Pokal verpasst. Ihr Viertelfinal-Auswärtsspiel bei RB Leipzig verlor die Elf von Cheftrainer Oliver Glasner am Mittwochabend mit 0:2 (0:0). Nachdem der VfL eine große Führungschance per Elfmeter durch Wout Weghorst ungenutzt ließ (26.), drehte Leipzig im zweiten Durchgang auf und kam durch Treffer von Yussuf Poulsen (63.) und Hee Chan Hwang (88.) noch zum Sieg. Für den VfL war es die erste Pflichtspielniederlage nach zuvor zehn ungeschlagenen Spielen. Eine neue Erfolgsserie kann der VfL direkt am kommendem Samstag, 6. März, starten. Ab 15.30 Uhr gastieren die Wölfe dann in der Bundesliga bei der TSG Hoffenheim.

Brooks wieder dabei

Jerome Roussillon, hinter dessen Einsatz Glasner noch ein Fragezeichen gesetzt hatte, schaffte es nicht rechtzeitig und stand nicht zur Verfügung. Ansonsten hatte der Cheftrainer personell die freie Wahl und baute auch direkt wieder auf John Anthony Brooks, der in der Liga zuletzt gesperrt hatte aussetzen müssen. Von dieser einzigen Umstellung abgesehen begann jene Mannschaft, die gegen Hertha BSC 2:0 gewonnen hatte. Leipzig, zuletzt 3:2 gegen Gladbach erfolgreich, startete zweifach verändert. Kevin Kampl und Lukas Klostermann waren neu mit dabei.

Weghorst scheitert vom Punkt

Ganze 39 Gegentore hatten beide Teams zusammengerechnet (!) in der Liga bisher kassiert, insofern waren geöffnete Visiere zunächst nicht zu erwarten. Nicht viel fehlte allerdings, und die lange Zu-Null-Serie der Wölfe wäre direkt in der Anfangsphase zu Ende gegangen. Denn als Christopher Nkunku am langen Pfosten frei zum Kopfball kam, brauchte es eine Teufelstat von Koen Casteels, um die frühe Leipziger Führung zu verhindern (12.). Während sich Grün-Weiß bislang noch sortierte, machte RB weiter Dampf, drohte auch durch Justin Kluivert per Kopfball-Aufsetzer mit einem Tor (18.). Ausgehend von Xaver Schlager, der mit einem Distanzversuch scheiterte, legte der VfL den Hebel dann um. Im Nachgang der folgenden Ecke kam Kevin Mbabu zum Schuss, verzog zwar ebenfalls, aber wurde von Nkunku im Strafraum gefällt. Der Unparteiische brauchte die Fernsehbilder, um sich zum Elfmeterpfiff durchzuringen. Weghorst allerdings vergab die riesige Chance, weil er beim Ausführen wegrutschte und die Kugel über das Tor drosch (26.). Ein packendes und zunehmend hektisches Kräftemessen war nun im Gang. Einen Blitzangriff der Hausherren, die in der Hinrunde in der Volkswagen Arena ein 2:2 geholt hatten, beendete Kluivert mit einem Tor, bekam den Treffer zu Recht aber wegen einer Abseitsstellung aberkannt (32.). Auf der anderen Seite überrumpelte Schlager beinahe Gulasci mit einem Flachschuss (39.). Als nach einem tollen Angriff dann auch Renato Steffen am Leipziger Schlussmann scheiterte (45.), war es endgültig eher Grün-Weiß, das einem möglichen Pausenvorsprung nachtrauern musste.

Durch zwei Konter geschlagen

Im hohen Drehzahlbereich ging es auch gleich wieder los. Leipzig erspielte sich direkt eine Doppelchance, als erst Poulsen vor Casteels auftauchte und ihn zu einer Fußparade zwang (52.) und sich gleich darauf Mbabu in höchster Not rettend in Nkunkus Schussbahn warf (53.). Grün-weißer Gegendruck wurde nötig. Doch kaum war ein gefährlicher Angriff vors RB-Tor gerollt, da konterte die Nagelsmann-Truppe erfolgreich: Per Dribbling schaffte es Poulsen in den Strafraum und versenkte einen von Maurice Lacroix noch abgefälschten Ball zum 1:0 (63.). Lange nicht mehr hatte der VfL zurückgelegen und kassierte um ein Haar gleich ein weiteres Tor, was Casteels gegen den freistehenden Olmo jedoch verhinderte (65.). Mit drei frischen Offensivkräften gab Glasner das Signal zur Attacke. Fast auch mit promptem Erfolg, denn Josip Brekalo traf nach feiner Einzelleistung ans Außennetz (78.). Doch es blieb dabei, dass der zweite Abschnitt eher Leipzig gehörte. Und nachdem ein weiterer Gegenangriff der Roten Bullen das 2:0 durch Hwang zur Folge hatte (88.), war klar, dass es im 113. DFB-Pokalspiel der Wölfe nicht mehr zum achten Halbfinaleinzug würde reichen können.

RB Leipzig: Gulasci – Mukiele, Upamecano, Orban (46. Haidara), Klostermann – Kampl, Adams – Kluivert (61. Sörloth), Olmo (80. Henrichs), Nkunku (84. Hwang) – Poulsen (80. Forsberg)

VfL Wolfsburg: Casteels – Mbabu, Lacroix, Brooks, Otavio – Arnold, Schlager (85. Bialek) – Baku (71. Victor), Gerhardt (72. Philipp), Steffen (72. Brekalo) – Weghorst

Tore: 1:0 Poulsen (64.), 2:0 Hwang (88.) 

Besonderes Vorkommnis: Weghorst schießt Foulelfmeter über das Tor (26., Nkunku an Mbabu)

Gelbe Karten: Kampl, Nkunku, Olmo / Otavio, Lacroix

Schiedsrichter: Marco Fritz (Korb)

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