03.12.2021
Frauen

Aufsteiger zu Gast

Die VfL-Frauen empfangen nach der Länderspielpause den FC Carl Zeiss Jena.

Die Wölfinnen klatschen ein vor dem Spiel.

Ein letztes Mal im Jahr 2021 stehen die Frauen des VfL Wolfsburg vor einem intensiven Saisonblock mit zwei englischen Wochen in Folge: Den Auftakt bildet am kommenden Sonntag, 5. Dezember (Anstoß um 13 Uhr/live auf Magenta Sport), das Heimspiel in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga gegen Aufsteiger FC Carl Zeiss Jena. Für die Wölfinnen geht es nach der zurückliegenden Abstellungsphase darum, die Tabellenführung zu verteidigen, bevor an den folgenden Wochenenden die anspruchsvollen Auswärtsspiele in Leverkusen und Potsdam anstehen.

Im Fahrstuhl

Wenn man es so bezeichnen möchte, ist die Partie gegen den FC Carl Zeiss Jena eine Premiere für die VfL-Frauen: Als das Team aus der thüringischen Universitätsstadt zuletzt zu Gast im Allerpark war, handelte es sich noch um den FF USV Jena. Mit 8:1 setzten sich die Wölfinnen im September 2019 durch, am Ende der Saison stieg Jena ab. Unter dem Dach von Carl Zeiss gelang prompt der direkte Wiederaufstieg – und das bereits zum zweiten Mal in Folge. Zwei Jahre vorher führte Steffen Beck, aktuell Trainer der grün-weißen U20-Frauen, das Team auf Anhieb zurück in die höchste Spielklasse. Nun stehen die Zeichen bereits früh wieder auf Abstieg. Aus der einstigen Stammkraft der Frauen-Bundesliga – immerhin neun Spielzeiten in Folge gehörte der FF USV Jena dazu – ist eine Fahrstuhlmannschaft geworden. Und der Pfeil zeigt aktuell wieder nach unten. Zum Team von Trainerin Anne Pochert zählt die ehemalige Jungwölfin Rita Schumacher, die zwei der bislang erst drei Saisontreffer ihres Teams erzielen konnte.

„Liegt allein an uns“

Ein Tag weniger Zeit als nach den letzten beiden Abstellungsphasen bleibt den VfL-Frauen zur Vorbereitung auf das erste Pflichtspiel nach zweiwöchiger Pause – dafür muss das Team von Cheftrainer Tommy Stroot diesmal nicht reisen. Es gilt, an den souveränen 5:1-Sieg gegen die SGS Essen vor der Abstellung anzuknüpfen. Zum ersten Mal in dieser Saison erzielten die Grün-Weißen fünf Treffer in einem Liga-Spiel – und mit Blick auf die Chancenverwertung wären auch noch einige mehr möglich gewesen. Gut möglich, dass das Torverhältnis angesichts der engen Punktabstände noch relevant werden wird. So weit voraus will Stroot allerdings noch nicht blicken. Während der wöchentlichen Medienrunde sprach der Coach über…

…die Personalsituation: Zu unseren längerfristig verletzten Katarzyna Kiedrzynek, Alexandra Popp, Ewa Pajor und Pia-Sophie Wolter ist jetzt auch noch Rebecka Blomqvist gestoßen. Bei ihr könnte es allerdings schneller gehen als befürchtet, vielleicht ist sie schon für Chelsea und Potsdam wieder ein Thema. Lena Oberdorf kam mit kleineren Blessuren von der Nationalmannschaft zurück. Bei ihr müssen wir sehen, ob es reicht. Gleiches gilt für Kathrin Hendrich. Sie hat zwar voll mittrainieren können, aber wir wollen natürlich vorsichtig sein.

…ein vermeintlich leichtes Heimspiel: Der letzte Block hat uns extrem viel abverlangt. Von daher ist es auch mal schön, ein Spiel zu haben, bei dem es letztlich allein an uns liegt, wie es ausgeht, und bei dem man auch mal an die Belastungssteuerung denken kann. Auf der anderen Seite ist es nach einer Abstellungsphase immer schwierig, wieder reinzukommen. Die Spielerinnen müssen vergessen, was sie die letzten zehn Tage bei ihren Nationalteams gemacht haben. Aber natürlich ist ein klarer Sieg unser Ziel, darüber hinaus geht es auch um die Art und Weise.

…den Gegner: Natürlich hat Jena nicht die Qualität wie wir, das steht außer Frage. Aber man muss sich auch erst einmal durch ihren Defensivblock spielen. Es ist ein extrem fleißiges Team, das die Räume immer wieder zuläuft und schon einiges angepasst hat im bisherigen Saisonverlauf. Aus der 0:3-Niederlage in München werden sie sicherlich Positives mitgenommen haben und Vergleichbares erwarten wir auch am Sonntag.

…Neuzugang Sveindis Jonsdottir: Sie ist erst einmal hier, um die Mädels kennenzulernen und sich schon mal zu integrieren. Zudem kann man jetzt schon mal einige Behördengänge erledigen, so dass ihr Fokus dann mit Vorbereitungsstart im Januar komplett auf dem Fußball liegen kann. In der nächsten Woche wird sie auch schon einmal mittrainieren, allerdings haben wir ja aufgrund des Spiels in Genf kaum normale Trainingseinheiten.

"What´s up?" mit Sveindis Jonsdottir

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Wölfinnen Teaser zum zehnten Spieltag gegen Jena.

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