08.10.2021
Frauen

Aufsteiger zu Gast

Die VfL-Frauen wollen die englische Woche mit einem Heimsieg gegen den 1. FC Köln abschließen.

Drei Auswärtsspiele in drei Wettbewerben liegen hinter den Frauen des VfL Wolfsburg – nun geht es erstmals seit vier Wochen auch wieder im heimischen AOK Stadion um Punkte in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga: Am kommenden Sonntag, 10. Oktober (Anstoß um 16 Uhr/live auf Magenta Sport), ist Aufsteiger 1. FC Köln zu Gast im Allerpark. Für die Wölfinnen geht es darum, die erste von zwei englischen Wochen in Folge mit einem Sieg anzuschließen und Spitzenreiter FC Bayern München, der bereits morgen auf die TSG 1899 Hoffenheim trifft, auf den Fersen zu bleiben.

Qualität und Erfahrung

Nur ein Punkt und Tabellenplatz elf – die Bilanz des 1. FC Köln nach den ersten vier Spieltagen liest sich eher durchwachsen. Allerdings: Dass der Aufsteiger gegen die TSG 1899 Hoffenheim, Eintracht Frankfurt und den FC Bayern München, also die letzten drei Gegner, punktet, wäre auch überraschend gewesen. Und allein beim 0:6 gegen den Spitzenreiter aus München kamen die Domstädterinnen unter die Räder, zum Missfallen von Trainer Sascha Glass. Der ehemalige VfL-Nachwuchscoach monierte gegenüber Vereinsmedien, dass gleich fünf Gegentreffer nach Standardsituationen fielen: „Das habe ich auch noch nicht erlebt.“ Grundsätzlich sind die FC-Frauen gekommen, um zu bleiben – sprich: der vierte Bundesliga-Aufstieg soll der letzte sein. Die Qualität und erst recht die Erfahrung im Kader sollten auf alle Fälle genügen, um zwei Teams hinter sich zu lassen.

„Nun stabil liefern“

In den letzten vier Begegnungen gegen den 1. FC Köln blieben die Wölfinnen ohne Gegentor – eine Serie, die aus grün-weißer Sicht gerne ausgebaut werden darf. Zu Hause steht auch in dieser Saison noch die Null bei den Grün-Weißen, zumindest in der Liga. Die ersten Gegentreffer bedeuteten prompt die ersten Punktverluste: So schmeckte das 2:2 beim SC Freiburg eher wie eine Niederlage. Doch spätestens seit dem zweiten Remis innerhalb von vier Tagen, dem 3:3 bei Chelsea Women FC in der UEFA Women’s Champions League am Mittwoch, ist die Gefühlswelt am Elsterweg eine völlig andere: Die Wölfinnen zeigten eine starke Vorstellung und brachten den letzten Finalisten an den Rand einer Niederlage. Und genau an die Leistung soll gegen Köln angeknüpft werden – auch wenn die Vorzeichen völlig andere sind. In der Medienrunde vor dem ersten Heimspiel im Oktober sprach Cheftrainer Tommy Stroot über…

…die Reaktionen nach Freiburg: Es war eine gefühlte Niederlage, keine Frage. Aber wir konnten sehen, wie die Spielerinnen mit einem solchen Erlebnis umgehen. Wer ist schnell wieder positiv? Wer bleibt länger in der Situation hängen? Das war von Spielerin zu Spielerin sehr unterschiedlich. Für uns war es wichtig, dies zu erleben, daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen und einfach weiterzumachen.

…die Lehren aus der Champions League: Wir dachten schon, dass wir so eine Leistung wie gegen Chelsea bringen können. Das dachten wir aber auch vor dem Spiel gegen Freiburg. Wir wissen also, was möglich ist. Jetzt geht es darum, dieses Niveau konstant abzurufen. Die untere Grenze müssen wir nun anheben, also die Latte höher legen. Das Chelsea-Niveau wollen wir nun stabil liefern.

…die Personalsituation: Bei Katarzyna Kiedrzynek haben wir uns nach neuen MRT-Untersuchungen für eine Operation entschieden. Ich will nicht ausschließen, dass sie uns in diesem Jahr noch einmal zur Verfügung stehen kann. Dass Rebecka Blomqvist in London nicht im Kader stand, war eine harte Entscheidung, aber es ging um die Balance innerhalb der Gruppe. Wir wussten, dass wir nicht vier offensive Spielerinnen auf der Bank brauchen. Dafür war Lotta Cordes als typische Mittelfeldspielerin dabei. Unsere Aufgabe ist es, solche Entscheidungen immer von der Situation abhängig zu treffen. Und Rebecka wird sicher für die nächsten Spiele brennen.

…das Umschalten in den Liga-Modus: Wir alle, sowohl das Trainerteam als auch die Spielerinnen, haben Ambitionen und Ziele, die wir verfolgen. Und auf diesem Weg gehören solche Spiele wie gegen Köln einfach dazu. Wenn wir ein gutes Team sein wollen, dann gilt es, genau in diesen Spielen unsere Leistung abzurufen.

…den 1. FC Köln: Wir dürfen nicht außer Acht lassen, auf welche Brocken sie in den letzten Wochen getroffen sind. Ich bin mir sicher, dass Köln eine Reaktion zeigen und aggressiver in die Zweikämpfe gehen wird als beim 0:6 gegen die Bayern. In diesem Spiel wurde fast jeder Fehler bestraft. Ich weiß nicht genau, was passiert, aber ich glaube, dass sie nicht auf dasselbe System wie in der letzten Woche zurückgreifen werden. Sie werden versuchen, wieder mehr ihre Qualitäten ins Spiel zu bringen. Der schwierige Start wird vielleicht auch am Selbstvertrauen genagt haben – umso wichtiger, dass wir von Beginn an die richtige Ausstrahlung auf den Platz bringen.

Der Spieltagsflyer als eMag

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