Zwei Spielerinnen geben sich ein High-Five.
29.10.2017
Frauen I

Arbeitssieg

Die Wölfinnen erkämpfen sich am sechsten Spieltag einen 3:2-Heimerfolg über Werder Bremen.

Zwei Spielerinnen geben sich ein High-Five.

Die Serie hält: Der VfL Wolfsburg bleibt auch im sechsten Spiel der Allianz Frauen-Bundesliga ungeschlagen und behauptet die Tabellenführung. Mit 3:2 (1:0) setzten sich die Wölfinnen am Sonntagnachmittag vor 1.202 Zuschauern im AOK Stadion gegen Werder Bremen durch, mussten dabei aber trotz teilweise deutlicher Überlegenheit bis zum Abpfiff um die drei Punkte zittern. Tessa Wullaert (17. Minute) und zweimal Pernille Harder (51., 81.) trafen für die Wolfsburgerinnen, auf Bremer Seite war ebenfalls mit einem Doppelpack Lina Hausicke erfolgreich (49., 55.).

Wullaert und Dickenmann rücken in die Startelf

Zwei Änderungen nahm VfL-Cheftrainer Stephan Lerch im Vergleich zum 2:2 gegen Turbine Potsdam vor zwei Wochen in seiner Startformation vor: Wullaert und Lara Dickenmann starteten für Babett Peter und Noelle Maritz. Bei den Bremer Gästen wechselte Trainerin Carmen Roth nach dem 1:4 in Freiburg vor vierzehn Tagen einmal in ihrer Startelf: Giovanna Hoffmann ersetzte Franziska Gieseke.

Wölfinnen lassen Chancen liegen, Bremen trifft den Pfosten

Von Beginn an drücken die Wölfinnen aufs Tempo, suchten mit Nachdruck den Weg nach vorne. Allein der finale Pass fand zu selten seine Adressatin oder wurde, wenn er doch ankam, nicht verwertet. So scheiterten Ewa Pajor (9., 11.), Harder (11.) und Alexandra Popp (14.) aus aussichtsreichen Positionen. Das hätte sich beinahe gerächt, denn mit ihrer einzigen Chance im ersten Durchgang sorgten die Bremerinnen gleich für einen echten Schreckmoment im Wölfe-Lager, denn der Schuss von Giovanna Hoffmann klatschte aus 18 Metern an den Pfosten (15.).

Wullaert macht´s mit Köpfchen

Das war der Weckruf für die Wolfsburgerinnen, die nun noch zielstrebiger Richtung Werder-Tor spielten und auch schnell mit dem hochverdienten Führungstreffer belohnt wurden, als Wullaert eine schöne Hereingabe mit dem Kopf über die Linie beförderte (17.). In der Folge ging es nur in eine Richtung, doch der Dauerdruck der bis zum Sechzehner sehr ansehnlich spielenden Wölfinnen zahlte sich noch nicht weiter aus, da Torschützin Wullaert freistehend aus sechs Metern verzog (33.), Caroline Hansen aus spitzem Winkel zweimal an Torfrau Anneke Borbe scheiterte (35., 36.) und auch Pajors Kopfball aus acht Metern nicht wuchtig genug war, um die Werderanerin zu bezwingen (43.).

Hausickes Doppelpack ärgert die Wölfinnen

Nach der Pause entwickelte sich die Partie zu einem offenen Schlagabtausch. Mit der ersten Chance im zweiten Durchgang klingelte es auch gleich im Kasten, leider in dem der Wölfinnen, denn Hausicke versenkte aus 17 Metern mit einem schönen Schuss ins lange Eck zum 1:1 (49.). Das konnten die Wölfinnen nicht auf sich sitzen lassen und reagierten im Gegenzug mit der erneuten Führung, dieses Mal durch Harder, die eine klasse Vorarbeit von Hansen verwerten konnte (51.). Doch allzu lange währte die Freude der Gastgeberinnen nicht, denn Bremens Hausicke knipste zum zweiten Mal und stellte wieder auf Remis (55.).

Harder erlöst den VfL

Der VfL hatte auch danach mehr vom Spiel, agierte im Offensivspiel aber zu umständlich und konnte sich keine wirklich hochkarätige Chance erspielen. Das änderte sich erst in der Schlussphase, als Harder schön am Sechzehner freigespielt wurde und den Ball über die etwas zu weit vor ihrem Kasten stehende Borbe zur 3:2-Führung der Wölfinnen lupfte (81.). Schon am kommenden Wochenende gibt es für das Team von Stephan Lerch die Chance, die Tabellenführung auszubauen, denn am Samstag, 4. November (Anstoß 13 Uhr), sind die Wölfinnen zu Gast beim punktgleichen Zweiten SC Freiburg.

„Moral bewiesen“

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch: Wir wussten, was auf uns zukommt und dass es ein schweres Spiel werden wird. Trotzdem haben wir uns in der ersten Viertelstunde einige gute Chancen herausgespielt, da hätten wir schon früher das 1:0 erzielen können. Die Führung war dann auch verdient und wir haben weiter Druck gemacht und die ein oder andere Chance folgen lassen. Leider fehlte ein wenig die Entschlossenheit und Konzentration im Abschluss, wir hätten zur Halbzeit noch ein, zwei Tore mehr auf dem Konto haben müssen.  In der zweiten Halbzeit bekommen wir sehr, sehr früh den Ausgleich. Bremen hat es dann geschickt gemacht und die Räume eng gemacht. Zwar gehen wir dann wieder in Führung, bekommen aber postwendend den Ausgleich. Es kann einfach nicht sein, dass wir so einfache Gegentore bekommen. Dennoch haben wir auch nach dem 2:2 Moral bewiesen und geduldig weitergespielt und daran geglaubt, den Siegtreffer zu erzielen. Wenn man beide Halbzeiten zusammenzieht, haben wir letztlich auch verdient die drei Punkte hier behalten.

VfL Wolfsburg: Schult – Blässe, Fischer, Goeßling, Dickenmann – Gunnarsdottir – Wullaert (46. Maritz), Harder (90. Bernauer), Popp, Hansen – Pajor (80. Wedemeyer)

SV Werder Bremen: Borbe – Schiechtl, Ulbrich, Scholz, Toth – Eta, Angrick – Hoffmann (46. König), Hausicke, Lührßen (87. Josten) – Volkmer (63. Wolter)

Tore: 1:0 Wullaert (17.), 1:1 Hausicke (49.), 2:1 Harder (51.), 2:2 Hausicke (55.), 3:2 Harder (81.)

Schiedsrichterin: Miriam Schweinefuß (Quedlinburg)

Zuschauer: 1.202 am Sonntagnachmittag im AOK Stadion

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