Die VfL Wolfsburg-Spielerin Sara Doorsoun am Ball.
30.03.2021
Frauen

„An unsere Stärken glauben“

Sara Doorsoun blickt zuversichtlich auf das UWCL-Rückspiel gegen den FC Chelsea.

Die VfL Wolfsburg-Spielerin Sara Doorsoun am Ball.

Dreimal in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga, zweimal in der Königsklasse, einmal im DFB-Pokal – so oft waren die Frauen des VfL Wolfsburg bislang im März in den verschiedenen Wettbewerben gefordert. Und auch am letzten Tag des Monats werden die Wölfinnen wieder auf dem Platz stehen und dabei um den Einzug ins Halbfinale der UEFA Women´s Champions League kämpfen. Am kommenden Mittwoch, 31. März (Anstoß um 14 Uhr/live auf Sport1 und Wölfe TV), treffen die VfL-Frauen im UWCL-Viertelfinal-Rückspiel in Budapest auf den FC Chelsea, der das Hinspiel knapp mit 2:1 für sich entschied – weil die dominierenden Wolfsburgerinnen gleich mehrere Chancen nicht nutzten. Der Auftritt der Grün-Weißen gibt aber vor allem eines: Hoffnung. Im Vorfeld des Spiels spricht Abwehrspielerin Sara Doorsoun über die hohe Belastung, die Bedingungen in Budapest und die Marschroute für das Duell mit dem englischen Meister.

Sara Doorsoun, den 3:1-Erfolg beim SC Sand hast du – wie einige deiner Mitspielerinnen – von der Seitenlinie aus beobachtet. Bei der Belastung im März hat die Pause sicherlich gutgetan.

Sara Doorsoun: Ja, die letzten Wochen waren schon sehr intensiv. Gerade auch das Hinspiel gegen Chelsea am vergangenen Mittwoch hat zum Ende viel Kraft gekostet. Jetzt spielen wir am Mittwoch wieder gegen Chelsea und am nächsten Sonntag schon gegen die Bayern im DFB-Pokal-Halbfinale. Dementsprechend hat der Trainer zukunftsorientiert aufgestellt und durchgewechselt, sodass wir gegen Chelsea wieder 100 Prozent geben können.

Welchen Eindruck hast du vom Team? Seid ihr startklar für die Königsklasse?

Sara: Auf jeden Fall. Wenn es nach uns gegangen wäre, dann hätten wir direkt zwei Tage später das Rückspiel gespielt. Der Verlauf des Spiels hat für uns gesprochen. Wir hätten als Sieger vom Platz gehen müssen. Trotzdem haben wir 1:2 verloren. Fußball ist ein Ergebnissport und nun stehen wir zwar nicht mit dem Rücken zur Wand, aber trotzdem sind wir gefordert, weil wir das Rückspiel gewinnen müssen. Wir hätten es uns im Hinspiel deutlich einfacher machen können.

Was nehmt ihr vom Hinspiel für das Rückspiel mit?

Sara: Dass wir keine Angst haben, dass wir an unsere Stärken glauben müssen und dass wir einen richtig tollen Teamgeist haben. Wenn wir genauso konzentriert sind wie im Hinspiel und kleine Fehler vermeiden, dann bin ich mir sicher, dass wir als Sieger vom Platz gehen werden. Auch wenn wir verloren haben, haben wir sehr viel Selbstvertrauen aus diesem Spiel mitgenommen.

Genauso wie der FC Chelsea in der vergangenen Woche, werdet nun ihr euer Heimspiel in Budapest austragen. Wie sind die Rahmenbedingungen?

Sara: Sehr gut! Das Stadion, der Platz – alles war super. Auch das Hotel und das Essen waren richtig gut. Wir konnten dort gut schlafen, was für uns natürlich sehr wichtig ist. Es spielt eine sehr große Rolle, wie man im Vorfeld eines Spiels schläft oder wie man isst. Jetzt liegt es nur an uns, daraus etwas zu machen.

Wegen der Auswärtstor-Regelung gilt allerdings nun auch für euch, hinten nichts anbrennen zu lassen. Bei der enormen offensiven Stärke Chelseas – wie werdet ihr in der Defensive vorgehen?

Sara: Ähnlich wie im Hinspiel. Man darf nicht vergessen, welche Weltklasse-Spielerinnen uns da gegenübergestanden haben. Über 90 Minuten hatten wir das Spiel gut unter Kontrolle. Die kleineren Fehler, die uns am Ende weh getan haben, müssen wir abstellen. In dieser Hinsicht war Chelsea gnadenlos effektiv. Trotzdem haben wir gesehen, dass auch diese Top-Stürmerinnen zu bändigen sind. Wir müssen die komplette Spielzeit über immer voll konzentriert und fokussiert sein. Wir dürfen uns in diesem Spiel keine Fehler erlauben.

Mit welchen Gedanken wirst du die Reise nach Ungarn antreten?

Sara: Der erste Gedanke? Dass Chelsea schlagbar ist. In der letzten Woche ist der falsche Sieger vom Platz gegangen. Ich denke, dass Chelsea nun mehr Respekt vor uns hat. Ich weiß nicht, ob die Mannschaft im Vorfeld gedacht hat, dass wir mal eben so zu schlagen sind. Oder ob sie gedacht haben, dass wir international nicht mehr so eine große Rolle spielen. Unser Auftreten war aber eine große Ansage von uns: dass wir immer noch da sind, dass wir immer noch eine super Mannschaft haben und dass wir Chelsea am Mittwoch alles abverlangen werden. Wir geben alles, um in die nächste Runde einzuziehen.

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