Guilavogui im Zweikampf gegen Gentner.
SA .  3.  FEB . 2018
Männer

Am Heimdreier vorbei

Wölfe verpassen beim 1:1 gegen Stuttgart den zweiten Sieg in Folge.

Guilavogui im Zweikampf gegen Gentner.

Der VfL Wolfsburg muss weiterhin auf eine kleine Siegesserie warten. Gegen den VfB Stuttgart reichte es am Ende in der Volkswagen Arena nur zu einem 1:1 (1:0)-Unentschieden. Divock Origi (24. Minute) hatte die Mannschaft von Martin Schmidt zur Halbzeitführung geschossen, ausgerechnet VfL-Winterabgang Mario Gomez bescherte den schwäbischen Gästen den Ausgleich (60.). Bereits am kommenden Mittwoch, 7. Februar, um 20.45 Uhr ist Wolfsburg erneut gefordert, dieses Mal im DFB-Pokal. Dann reist man im Viertelfinale zum FC Schalke 04.

Guilavogui und Origi kehren zurück

Gegenüber dem 1:0-Auswärtserfolg bei Hannover 96 durfte sich VfL-Chefcoach Schmidt über die Rückkehr von zwei Leistungsträgern freuen. Josuha Guilavogui stand nach überstandener Gelbsperre wieder zur Verfügung und ersetzte Yannick Gerhardt im defensiven Mittelfeld, dazu ersetzte Origi als Sturmspitze Victor Osimhen. Der frisch aus Leverkusen verpflichtete Admir Mehmedi nahm erst einmal auf der Bank Platz. Der neue Gästetrainer Tayfun Korkut wechselte die VfB-Startformation nach dem 0:2 gegen Schalke 04 gleich fünfmal: Dennis Aogo, Santiago Ascacibar, Andreas Beck, Anastasios Donis sowie Winterneuzugang Erik Thommy begannen für Marcin Kaminski, Dzenis Burnic, Berkay Özcan, Chadroc Akolo (alle Bank) sowie Jacob Bruun Larsen (nicht im Kader). Korkut kehrte zudem zur Viererkette zurück.

Gomez köpft knapp daneben

Die Wölfe waren bemüht, der Partie von Beginn an ihren Stempel aufzudrücken und suchten sofort Lücken in der dicht gestaffelten Schwaben-Abwehr. Renato Steffen war der erste, der über den rechten Flügel gefährlich in den umschlossenen VfB-Strafraum eindrang (6.). Erstmals richtig gefährlich wurde es allerdings wenig später im gegenüberliegenden VfB-Sechzehner. Doch Gomez köpfte das Leder nach einer Thommy-Ecke relativ unbedrängt knapp neben den rechten Pfosten (10.). Die Schwaben waren in der Folge für eine kurze Phase plötzlich das aktivere Team, die Schmidt-Elf hatte Schwierigkeiten, einen konstruktiven Spielaufbau zu generieren. So musste ein etwas zu weit rechts angesetzter Fernschuss Maximilian Arnolds herhalten, um sich wieder einmal dem VfB-Kasten zu nähern (22.).

Origis Treffer als Spielöffner

Und zwei Minuten später sollten die Wölfe dann auch tatsächlich in Führung gehen: Yunus Malli hatte Beck den Ball stibitzt und auf Origi weitergeleitet. Der Belgier fasste sich aus 22 Metern ein Herz und traf die Kunststoffkugel so gut, dass sie als Aufsetzer unhaltbar für Ron-Robert Zieler ins rechte Toreck einschlug (24.). Nun waren die Wölfe wach und versuchten, sofort nachzulegen. Innerhalb kürzester Zeit musste der VfB-Schlussmann gleich mehrmals all sein Können gegen Steffen (26.) und Daniel Didavi (28., 29.) aufbringen, um den schnellen Wolfsburger Doppelschlag zu verhindern. Auch Marcel Tisserand kam wenig später noch einmal zum Abschluss, zielte aber zu hoch (32.). Eigentlich hätten die Wölfe angesichts ihrer nun deutlichen Überlegenheit zur Pause bereits höher führen müssen, doch auch Didavis dritte Gelegenheit nach schönem Zusammenspiel mit Origi landete knapp über dem VfB-Kasten (38.). So blieb es beim knappen 1:0-Halbzeitstand.

Gomez belohnt VfB-Drangphase

Natürlich musste der Gast offensiv nun mehr zeigen, um das Blatt doch noch einmal wenden zu können. Korkut brachte mit Daniel Ginczek (für Donis) auch frische Unterstützung für Sturmspitze Gomez, die erste Gelegenheit des zweiten Durchgangs hatte aber der mit aufgerückte Innenverteidiger Benjamin Pavard, der jedoch das linke Aluminium verfehlte (50.). Auf der anderen Seite war es Guilavogui, der Zieler aus der Distanz prüfte (57.). Trotzdem agierte Stuttgart nun deutlich aggressiver und offensiver, gleich zweimal brannte es vor VfL-Keeper Koen Casteels (58., 59.), ohne dass Gomez und Co. das ausnutzen konnten. In der 60. Minute hatte der ehemalige Wolf dann aber doch getroffen – angesichts der brenzligen Situationen zuvor sozusagen mit Ansage und inzwischen nicht unverdient. Eine Ecke Thommys war im Rückraum bei Aogo gelandet, bei dessen Schuss Gomez seinen Fuß in Torjägermanier dazwischen brachte, so dass er anschließend jubelnd abdrehen durfte.

Abschlüsse zu ungenau

Nun waren es die Schwaben, denen der eigene Treffer Rückenwind brachte. Fast hätte mit Christian Gentner ein weiterer Ex-Wolf das Spiel komplett gedreht, doch sein Kopfball strich hauchdünn vorbei (66.) – erneut nach einer Thommy-Ecke. Ab der 67. Minute durfte der für Steffen eingewechselte Mehmedi dann seine ersten Minuten im grün-weißen Trikot feiern. Die Zeit verrann, der VfL war gefordert. Aber es fehlte die Genauigkeit im Abschluss – ob nun beim Freistoß Jeffrey Brumas über das Gehäuse (75.) als auch beim zu zentral abgeschlossenen Schuss Guilavoguis (80.) und der besten Gelegenheit in Durchgang zwei durch Didavi (81.), der am langen linken Eck vorbeischlenzte. Auch die Gäste hatten noch ihre Siegchance durch Ginczek, dessen Versuch haarscharf am rechten Aluminium vorbeiging (78.). Letztlich blieb es nach zwei unterschiedlichen Halbzeiten bei einer Punkteteilung.

VfL Wolfsburg: Casteels – Verhaegh, Bruma, Knoche, Tisserand – Guilavogui, Arnold, Steffen (67. Mehmedi), Didavi (81. Brekalo), Malli – Origi

VfB Stuttgart: Zieler – Beck, Baumgartl, Pavard, Insua  – Ascacibar, Aogo (87. Mangala), Donis (46. Ginczek), Gentner, Thommy – Gomez

Tore: 1:0 Origi (24.), 1:1 Gomez (60.)

Gelbe Karten: - / Ascacibar, Mangala

Schiedsrichter: Robert Hartmann (Wangen)

Zuschauer: 24.378 Zuschauer am Samstagnachmittag in der Volkswagen Arena

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