18.12.2020
Frauen

Abschluss im Ruhrgebiet

Ihr letztes Spiel vor der Winterpause bestreiten die VfL-Frauen bei der SGS Essen.

Zum vierten und definitiv letzten Mal im Jahr 2020 treffen die Frauen des VfL Wolfsburg am kommenden Sonntag, 20. Dezember (Anstoß um 14 Uhr), auf die SGS Essen: Beim Rückrunden-Start in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga sind die Wölfinnen dabei noch einmal auswärts gefordert. Einer der vier Vergleiche zwischen den beiden Teams fand auf neutralem Boden statt und zählt zu den Highlights des zu Ende gehenden Jahres: Im DFB-Pokalfinale in Köln realisierten die VfL-Frauen den sechsten Pokalsieg in Folge, stellten damit einen neuen Rekord auf. Das Hinspiel zum Saisonauftakt konnte Grün-Weiß mit 3:0 für sich entscheiden. Gleich nach dem Abpfiff geht es für die Spielerinnen in die Winterpause, die erste Einheit im neuen Jahr findet dann am 10. Januar statt.

SGS mit neuem Top-Talent

Nicht wenige Experten hatten die SGS Essen nach dem Abschied von gleich vier Nationalspielerinnen schon im Abstiegskampf verortet, doch davon ist das Team von Trainer Markus Högner zur Saison-Halbzeit weit entfernt. Mit 14 Zählern rangiert der zweimalige Pokalfinalist auf dem siebten Tabellenplatz, punktgleich mit den deutlich höher gehandelten Eintracht-Frauen. Erst am letzten Hinrunden-Spieltag endete mit der 1:2-Niederlage gegen den 1. FFC Turbine Potsdam eine Serie von zuvor fünf ungeschlagenen Partien in Folge. Die Essenerinnen sind ihrer Philosophie, jungen Talenten frühzeitig Spielpraxis in der höchsten Spielklasse zu ermöglichen, treu geblieben. In Nicole Anyomi verfügt die SGS über eine Spielerin, die zumindest schon einmal Luft bei der deutschen Nationalmannschaft schnuppern durfte. Und die erst seit kurzem 17-Jährige Carlotta Wamser wandelt sogar in den – zugegebenermaßen großen – Fußspuren von Wölfin Lena Oberdorf. Die Stürmerin (drei Saisontreffer) wurde unlängst mit der Fritz-Walter-Medaille in Bronze als beste Nachwuchsspielerin ihres Jahrgangs ausgezeichnet.

„Noch einmal belohnen“

Für die Wölfinnen geht es in den letzten 90 Minuten eines turbulenten Jahres darum, noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren. Nach zuletzt vier Siegen in Folge soll die letzte Etappe – also der Block zwischen Länderspiel- und Winterpause – unbedingt mit drei Punkten abgeschlossen werden, um Tabellenführer FC Bayern München auf den Fersen zu bleiben. Im Hinspiel feierte Oberdorf mit zwei Treffern gegen ihren Ex-Klub ein perfektes Liga-Debüt im grün-weißen Trikot. VfL-Cheftrainer Stephan Lerch dürfte nichts gegen eine Wiederholung im Rückspiel haben. Immerhin: Über die nötige Frische sollte die ab morgen 19-Jährige verfügen, schließlich wurde sie beim 2:0 gegen ZFK Spartak Subotica im Sechzehntelfinal-Rückspiel der UWCL nicht eingesetzt. Neben Oberdorf könnten am vierten Advent auch Sara Doorsoun und Dominique Janssen auf ihren ehemaligen Verein treffen. Hinter Janssens Einsatz steht allerdings noch ein Fragezeichen, wie Lerch während der üblichen Medienrunde berichtete. Der Coach sprach über…

…die Personalsituation: Zsanett Jakabfi hat einen Schlag auf den Oberschenkel bekommen. Sie setzt heute aus, aber das Abschlusstraining kann sie voraussichtlich absolvieren. Dominique Janssen ist leicht kränklich, wobei man in diesen Tagen damit vorsichtig umgehen muss. Es geht aber eher um Kopfschmerzen. Auch sie trainiert heute nicht. Wir müssen einfach schauen, wie es sich in den nächsten 24 Stunden entwickelt. Almuth Schult fällt aufgrund ihrer Hüftbeschwerden aus, gleiches gilt für Lara Dickenmann aufgrund muskulärer Probleme.

…die SGS Essen: Essen hat den wirklich großen Umbruch gut gelöst und sich in der Liga etabliert. Es sind ja wirklich sehr viele Leistungsträgerinnen weggegangen – von daher finde ich die Entwicklung durchaus positiv und ich denke, dass mein Kollege Markus Högner ebenfalls mit dem Saisonverlauf zufrieden sein wird.

…die Zielsetzung: Ich wünsche mir sehr, dass sich die Mannschaft noch einmal mit drei Punkten belohnen und den fünften Sieg in Folge einfahren wird. Und ich bin wirklich guter Dinge, dass uns dies gelingt. Es wäre der positive Abschluss eines sehr turbulenten Jahres, aus dem wir dann – mit nur kleinen Abstrichen – das Beste gemacht hätten.

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